NS-Dokumentationszentrum

Ein Lern- und Erinnerungsort

Am 1. Mai 2015 eröffnet das NS-Dokumentationszentrum an der Brienner Straße in München. Das Haus will an die Verbrechen der NS-Diktatur erinnern und sich mit ihren Ursachen, Ausprägungen und Folgen bis in die Gegenwart auseinandersetzen. Und das an historischer Stätte: Der Neubau steht auf dem Grundstück des ehemaligen "Braunen Hauses" im ehemaligen Parteiviertel der NSDAP.

Was läuft an Vorträgen in München
:Museen im Wandel der Zeit: Herausforderungen und neue Erwartungen

Vom Umgang mit Raubkunst bis zum Sound der Jugend: Diese Vorträge und Führungen im Sommer in München bieten erhellende Einsichten.

Von Barbara Hordych

Was läuft in der Literatur im Juni
:Von Frauenhass und anderen Feindseligkeiten

Ildikó von Kürthy und Christiane Rösinger beschäftigen sich mit dem Älterwerden, Judith Hermann oder Eva von Redecker mit dem Faschismus – herausragende Lesungen in München im  Juni.

Von Antje Weber

Reichsparteitagsgelände
:Warum suchten sich die Nazis Nürnberg aus?

Warum steht das größte noch erhaltene Ensemble von NS-Herrschaftsarchitektur in Franken? Fünf Jahre wurde das Dokuzentrum umgebaut. Und gibt nun beklemmende Einblicke.

SZ PlusVon Olaf Przybilla

Interessante Vorträge in München
:Wenn Kunstminister Blume mit der Mops-Liebhaberin ratscht

Über erotisch aufgeladenen Rassismus, das Goldene Zeitalter von Kaiser Augustus und das Ausstellen von Religionen: die spannendsten Vorträge und Diskussionen im Mai in München.

Von Barbara Hordych

Der Stadtrat hat entschieden
:Kein NS-Dokuzentrum in Bayreuth

Die Debatte um die Erinnerungskultur schwelt in der Stadt schon seit vielen Jahren. Immer stärker wurde dabei das Argument der knappen Finanzen. Jetzt will man vermehrt auf digitale Angebote setzen.

NS-Justizopfer und ihre Angehörigen
:„Ich wache mit Stadelheim auf und ich gehe mit Stadelheim zu Bett“

In dem Münchner Gefängnis inhaftierte der NS-Staat zahlreiche seiner Gegner. Nur wenige Todeskandidaten überlebten. Nachfahren berichten, wie die Unrechtsurteile ihre Familien bis heute prägen.

SZ PlusVon Barbara Galaktionow

Was läuft in der Literatur
:Welche Lesungen in die Zukunft weisen

Das Münchner Literaturjahr beginnt mit einer Fülle an Möglichkeiten, mit Lesungen von Ursula Krechel bis Peter Licht. Und mit einem neuen Comicladen im Herzen der Stadt.

Von Antje Weber

Ausstellung im NS-Dokuzentrum München
:Was der Krieg mit uns macht

Eine sehenswerte Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum spürt den traumatischen und oft übersehenen Folgen kriegerischer Auseinandersetzungen nach.

Von Jürgen Moises

Festival „Kino Asyl“ in München
:Geschichten von Flucht und neuem Leben

Bei „Kino Asyl“ präsentieren Menschen mit Fluchterfahrung Filme aus ihren Heimatländern. Die elfte Ausgabe des Festivals findet an verschiedenen Orten in München statt, der Eintritt ist frei.

Von Josef Grübl

Comics über die NS-Zeit
:Das Undarstellbare in Bildern

Immer mehr Graphic Novels befassen sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust. Die Comics geben eine neue Perspektive auf die Vergangenheit und tragen so zu einer lebendigen Erinnerungskultur bei. Über einen bemerkenswerten Boom auf dem Büchermarkt.

SZ PlusVon Thomas Radlmaier

Filme auf der Berlinale und in Cannes
:Morde und Terroranschläge in München sichtbar machen

Nie wieder ist jetzt. Ein junges Filmemacher-Duo aus München zeigt in seinen Arbeiten eindrucksvoll, wie die Vergangenheit in der Gegenwart nachwirkt. Das jüngste Werk von Mila Zhluktenko und Daniel Asadi Faezi läuft nun in Cannes.

SZ PlusVon Anna Steinbauer

NS-Dokumentationszentrum in München
:Warum Gedenken die Gegenwart im Blick haben muss

Bei der Wiedereröffnung des NS-Dokuzentrums erklärt Leiterin Mirjam Zadoff  ihre Auffassung von Erinnerungsarbeit. Und  Oberbürgermeister Dieter Reiter laufen Schauer über den Rücken.

Von Martina Scherf

NS-Dokumentationszentrum in München
:Tatort und Erinnerungsort: Warum Geschichte nie vergeht

Vor zehn Jahren eingeweiht, öffnet das NS-Dokumentationszentrum in München am 80. Jahrestag des Kriegsendes nach fünfmonatigem Umbau erneut seine Türen. Besucher werden überrascht sein.

Von Martin Bernstein

Widerstandskämpfer Georg Elser
:Der Mann, der Hitler mit einer Bombe töten wollte

Georg Elser plante sein Attentat im Münchner Bürgerbräukeller akribisch – und scheiterte um 13 Minuten. Noch kurz vor Kriegsende wurde er im KZ Dachau ermordet. Über einen Widerstandskämpfer, der beinahe in Vergessenheit geraten wäre.

SZ PlusVon Christina Lopinski

Anschlag auf israelisches Generalkonsulat
:Zwölf Minuten Terror

Am 5. September 2024 schießt ein 18-Jähriger auf die Vertretung Israels und das NS-Dokuzentrum in München. Er stirbt nach einem Schusswechsel mit der Polizei, bei dem ihn 14 Kugeln treffen. Welche neuen Details zur Tat und zum Motiv die Ermittler nun nennen.

Von Stephan Handel

Literarische Woche gegen Antisemitismus
:Antisemitismus erklären und wehren

Etliche Münchner Literatur-Institutionen haben als Zeichen der Solidarität mit Jüdinnen und Juden gemeinsam ein ambitioniertes Programm zusammengestellt. Bei der Vorbereitung zeigte sich aber auch: Sobald es nicht nur um jüdisches Leben in Deutschland, sondern auch den Nahost-Konflikt geht, kommen schnell Irritationen auf.

SZ PlusVon Antje Weber

Erinnerungsort Neuaubing
:„Jede Minute den Tod vor Augen, das macht einen Menschen kaputt“

Das ehemalige Zwangsarbeiterlager an der Ehrenbürgstraße wird für gut 32 Millionen Euro zu einer Zweigstelle des NS-Dokuzentrums ausgebaut. Das Areal in Neuaubing ist in Deutschland einzigartig.

SZ PlusVon Heiner Effern

David Grossman im NS-Dokuzentrum in München
:Das denkende Herz

Voller Trauer und Empathie erzählt der israelische Schriftsteller und Friedensaktivist David Grossman vom Leben nach dem 7. Oktober. Erst ein Jahr danach könne er wieder schreiben – und empfinde Freude daran.

SZ PlusVon Bernd Kastner

Installation „AugenBlicke“ im NS-Dokuzentrum
:Der Shoah ein Gesicht geben

Die Installation „AugenBlicke“ im NS-Dokuzentrum zeigt Porträtaufnahmen jüdischer Kinder aus München, die vom NS-Regime verfolgt wurden. Zeitzeugen mahnen: Das ist nicht nur museale Vergangenheit.

Von Benedikt Karl

Was läuft in der Münchner Literaturszene?
:Der nächste Showdown mit Clemens Meyer

Wird der beim Deutschen Buchpreis vergrätzte Schriftsteller zum Bayerischen Buchpreis anreisen, wo er schon wieder gegen Martina Hefter antritt? Große Namen und Events prägen jedenfalls das hervorragende Münchner Literaturprogramm der ersten November-Hälfte.

Von Antje Weber

Nach Anschlag
:NS-Dokuzentrum schließt für ein halbes Jahr

Der Eingang soll besser gesichert werden, das Café zieht ins Erdgeschoss um. Als Eröffnungstermin ist der 8. Mai 2025 angepeilt.

Von Stephan Handel

Was läuft in der Münchner Literaturszene
:Lesungen, die den Blick weiten

Mit Büchern von Jo Lendle und Karen Köhler kann man im September und Oktober dem Himmel näherkommen – und auch sonst einige intellektuelle Höhenflüge erhoffen.

Von Antje Weber

Interview mit Mirjam Zadoff
:„Rechtsextremismus und Islamismus gehen Hand in Hand“

Das NS-Dokumentationszentrum war vor einer Woche das erste Ziel des Attentäters von München. Und das war kein Zufall, sagt die Leiterin Mirjam Zadoff. Ein Gespräch über eine neue, beunruhigende Bedrohungslage – und das, was nun passieren muss.

SZ PlusVon Sonja Zekri

Ausstellung im NS-Dokuzentrum
:„In München hat rechtsextremer Terror Tradition“

Künstlerin Talya Feldman und Sibel Leyla, deren Sohn beim Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum im Jahr 2016 starb, über die Schüsse am Karolinenplatz und den falschen Umgang mit Opfern rassistischer Gewalt.

SZ PlusInterview von Heiner Effern

Various Others Munich
:Ein Kunstherbst – so politisch wie nie

Die Ausstellungen in der Villa Stuck und im Haus der Kunst setzen den Ton bei der Kunstinitiative Münchens – und viele Institutionen folgen. Aber es bleibt auch Zeit für Leichtigkeit und Spiel.

SZ PlusVon Evelyn Vogel

Terror in München
:Wie der Anschlag auf das NS-Dokuzentrum und Israels Generalkonsulat ablief

Anhand der ersten Erkenntnisse der Ermittler lässt sich der Angriff in der Münchner Innenstadt nachvollziehen. Eine Rekonstruktion.

SZ PlusVon Martin Bernstein

MeinungTerrorismus
:Das Land braucht auch in der inneren Sicherheit eine Zeitenwende

Statt über Zurückweisungen an Grenzen und Grundsatzfragen der Migration sollten die Parteien über etwas viel Nützlicheres diskutieren: erweiterte Befugnisse der Polizei.

SZ PlusKommentar von Christoph Koopmann

MeinungTerrorismus
:Was es nach dem Anschlag zu verteidigen gilt

Der Attentäter, der vor dem NS-Dokuzentrum und dem israelischen Generalkonsulat in München um sich schoss, zielte symbolisch auf das Herz der offenen Gesellschaft. Solche Täter dürfen niemals gewinnen.

SZ PlusKommentar von Ronen Steinke

Graphic Novel über den Holocaust
:Porträt eines Unbeugsamen

Hannah Brinkmann zeichnet das Leben des Holocaust-Überlebenden Ernst Grube. Ihr Comic erzählt auch von dessen Verfolgung als Kommunist im Nachkriegs-München.

SZ PlusVon Jürgen Moises

75 Jahre Internationale Jugendbibliothek
:Warum brauchen Kinder Bücher?

Christiane Raabe, Leiterin der Internationalen Jugendbibliothek, über das veränderte Leseverhalten von Kindern und Jugendlichen – und die Herausforderung, gerade heute mit Literatur über alle Grenzen hinweg Brücken zu schlagen.

SZ PlusInterview von Antje Weber

Kurzurlaub in Bayern
:Was man in Nürnberg gesehen haben sollte

Nürnberg, das war mal eine extrem wirkmächtige Stadt in Europa. Heute aber, nach massiven Geschichts-Brüchen? Sollte man die Metropole in Franken gerade deshalb besuchen.

Von Olaf Przybilla

Was läuft in der Literatur
:Der Gesang der Vokale

Die Münchner Literaturszene gibt sich in den letzten Juli-Tagen noch einmal in zahlreichen Veranstaltungen dem Sound der Sätze und der Musik hin, lässt die Wörter strömen und die Assoziationen sprudeln.

Von Antje Weber

Kunstinstallation „Made in Germany“ in München
:Wenn Schwarz Rot Gold ergraut

Naneci Yurdagül stellt mit seinen Kunstinterventionen am NS-Dokumentationszentrum grundsätzliche Fragen nach dem Zustand der Gesellschaft in Deutschland.

Von Lara Kipper

Wissenschaft und Geschichte
:Archäologen geben sich Regeln zum Umgang mit NS-Massenfunden

Das Grauen des Nationalsozialismus liegt Jahrzehnte zurück. Immer noch tauchen vielerorts Überreste auf. Doch wie damit umgehen? Experten aus Bayern und Österreich haben darauf eine Antwort gefunden.

SZ PlusVon Matthias Köpf

Szenario
:Zeit, neue Allianzen zu schmieden

Bei der Verleihung des Thomas-Dehler-Preises an Mirjam Zadoff, die Direktorin des NS-Dokumentationszentrums, machen sich die Anwesenden gegenseitig Mut. In diesen schwierigen Zeiten sei „radikale Zuversicht“ gefragt, so die Geehrte.

Von Martina Scherf

Bayreuth
:Votum für NS-Dokumentationszentrum zeichnet sich ab

Der Kulturausschuss hatte es zunächst abgelehnt, nun dreht sich der Wind in Bayreuth: Der Stadtrat dürfte dem geplanten Dokuzentrum zur NS-Ideologiegeschichte zustimmen – und eine Blamage verhindern.

Von Olaf Przybilla

Debatte um deutsches Gedenken
:„Die Erinnerungskultur kann kein Feigenblatt für die Politik sein“

Der Streit über Claudia Roths Konzept für die deutsche Erinnerungskultur ist heftig. Mirjam Zadoff, die Leiterin des Münchner NS-Dokuzentrums, versteht die Wut ihrer Kollegen – hält aber deren Kritik für falsch.

SZ PlusInterview von Jörg Häntzschel

Zeitgeschichte
:Hommage an die Trümmerfrauen

Die Historikerin Miriam Gebhardt wertet in ihrem neuen Buch Tagebücher von Frauen aus der Nachkriegszeit aus, die Dirigentin Joana Mallwitz kommt nach München, vielleicht nicht nur für einen Gastauftritt – die Münchner Leute der Woche.

Von Sabine Buchwald, Sonja Niesmann, dpa

Bayreuth
:Kulturreferent? Gott bewahre!

Für Kunst und Kultur der Stadt Bayreuth zuständig zu sein, das muss doch der Himmel sein: Wagner, Wilhelmine, Weltkultur! Die Wahrheit sieht leider anders aus, ganz anders.

Glosse von Olaf Przybilla

Doku-Spielfilm über Maria-Theresia
:Die fromme Judenhasserin

Die Habsburger Regentin vertreibt gnadenlos die Juden aus Prag und widersetzt sich der Aufklärung. Monika Czernin hat darüber einen Film gedreht - und an ein Tabu gerührt.

SZ PlusVon Martina Scherf

NS-Geschichte
:Weitere Bauarbeiten auf dem Nürnberger Reichsparteitagsgelände

Mehr als 85 Millionen Euro wollen Stadt, Freistaat und Bund in den Lern- und Begegnungsort Zeppelinfeld und Zeppelintribüne investieren.

Rechtsextremismus
:Rechter Terror - eine Münchner Fortsetzungsgeschichte

Eine Wanderausstellung im NS-Dokumentationszentrum stellt die Perspektive der Opfer und Hinterbliebenen in den Mittelpunkt. Manche lokale Aspekte verlagert sie aber zu stark ins Rahmenprogramm.

SZ PlusVon Martin Bernstein

Pläne auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände
:"Warum gerade Kunst?"

Ein riesiges Kunst-Areal in Nürnberg genau dort, wo die Nazis das Kolosseum in Rom mit Gigantomanie übertreffen wollten? Bei dem Gedanken wird der Kunsthistoriker Wolfgang Brauneis nervös. Er fürchtet die Umcodierung eines NS-Baus.

SZ PlusInterview von Olaf Przybilla

„Widerspruch zu den heutigen Werten“
:TU München entfernt Namen von NS-Persönlichkeiten

Mehrere Säle und Gebäude sollen nicht mehr nach NS-Sympathisanten benannt sein. Auch von 24 Ehrentiteln will sich die Uni distanzieren. Damit folgt sie den Empfehlungen einer Expertenkommission.

Von Katharina Haase

Zum Tod von Bernhard Purin
:"Sein Mut hat mir stets imponiert"

Rachel Salamander, Mirjam Zadoff, Anton Biebl und andere Weggefährten würdigen den verstorbenen Direktor des Jüdischen Museums.

Von Sabine Buchwald, Martina Scherf und Andrea Schlaier

Jahresprogramm des NS-Dokumentationszentrums
:"Wir treten in einen Prozess der Überarbeitung ein"

Die Auseinandersetzung mit rechter Gewalt bildet 2024 einen Schwerpunkt des NS-Dokuzentrums. Auch die Dauerausstellung des Hauses muss wegen des schnell fortschreitenden Rechtsrucks aktualisiert werden.

SZ PlusVon Joachim Mölter

Bayreuther Festspiele und Nationalsozialismus
:"Man kann Houston Chamberlain als Vordenker des Holocaust bezeichnen"

Ein britischer Adelsspross, glühender Wagnerianer und Richard-Wagner-Schwiegersohn, gilt als ein Wegbereiter der nationalsozialistischen Rassentheorie. In seinem ehemaligen Wohnhaus in Bayreuth soll nun ein Dokumentationszentrum entstehen.

SZ PlusInterview von Olaf Przybilla

Lesung
:Mehr Diversität bitte!

Natasha A. Kelly fühlt sich im Feminismus lange nicht repräsentiert. In ihrem Buch "Schwarz. Deutsch. Weiblich" schreibt sie darüber.

Literaturfest
:Wie Erinnerung die Zukunft prägt

Wie gehen Gesellschaften angemessen mit der Last ihrer Geschichte um? Beim Literaturfest München wurden Antworten gesucht - Mirjam Zadoff und Ronen Steinke sprachen im Literaturhaus über die Folgen von Gewalt, und ein Symposium an den Kammerspielen umkreiste das "giftige Erbe" des Literaturkanons.

SZ PlusVon Antje Weber

SZenario
:"Wow, was für eine Frau"

Die eritreische Schriftstellerin Yirgalem Fisseha Mebrahtu erhält den Georg-Elser-Preis der Stadt München für Zivilcourage.

SZ PlusVon Stefanie Witterauf

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: