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Vom Weg abgekommen:Grünwalder bleibt mit Laster im Wald stecken

Mit einem ungebauten Bundeswehr-Lastwagen versuchte am Mittwoch ein Grünwalder, einen Waldweg bei Egling zu befahren und rutschte ab.

(Foto: Polizei/oh)

Der 43-Jährige fährt bei Egling mit einem umgebauten Bundeswehr-Laster in den Wald - und kommt vom Weg ab.

Dieser Ausflug in die Wildnis ging gründlich schief: Ein 43-jähriger Mann aus Grünwald lenkte am Mittwoch seinen zum Offroad-Fahrzeug umfunktionierten Bundeswehr-Lastwagen bei Egling in den Wald und versackte dort. Auch ein professionelles Abschleppunternehmen konnte nicht mehr helfen. Und weil daraufhin der Versuch des Grünwalders, den Lastwagen selbst zu bergen, ebenfalls misslang, muss er sich nun auch noch wegen Bodenverunreinigung verantworten.

Wie die Polizei mitteilt, befand sich der Grünwalder am Mittwoch zwar auf einem öffentlichen, für Autos zulässigen, aber unbefestigten Waldweg, der westlich der Staatsstraße 2072 von Egling nach Ascholding führt. Warum der 43-Jährige diese Strecke wählte und nicht die Staatsstraße, kann die Polizei nicht sagen - womöglich wollte er schlicht die Geländetauglichkeit seines Fahrzeugs testen.

Fest steht indes: Mitten im Wald geriet der Mann mit der rechten Seite seines Offroaders vom Weg ab, so dass er nicht mehr weiterfahren konnte und Gefahr bestand, dass der Lastwagen umkippte. Eine Abschleppfirma musste unverrichteter Dinge abziehen, weil das Fahrzeug nicht zugänglich genug stand. Tags darauf startete der Grünwalder selbst einen Bergungsversuch, doch damit verschlimmerte er die Situation nur noch. Als er den Lastwagen mittels einer hydraulischen Seilwinde herausziehen wollte, platzte die Hydraulikleitung. Etwa zehn Liter Hydrauliköl sickerten ins Erdreich. 17 Einsatzkräfte der Feuerwehren Egling und Geretsried mussten anrücken, um das verseuchte Erdreich abzutragen.

Wie die Polizei erklärt, erwartet den Grünwalder deshalb nun ein Ermittlungsverfahren wegen Bodenverunreinigung. Zudem muss der 43-Jährige die Kosten der Bergung übernehmen. Wie hoch diese ausfallen werden, steht allerdings noch in den Sternen. Denn am Freitag stand das Fahrzeug noch immer im Wald.