Kinderbetreuung:Ausschuss billigt Bauwagen

Kinderbetreuung: Ortstermin vor dem Bauwagen im Irschenhausener Waldkindergarten.

Ortstermin vor dem Bauwagen im Irschenhausener Waldkindergarten.

(Foto: Hartmut Pöstges)

Der Waldkindergarten in Irschenhausen wartet noch auf die Baugenehmigung des Landratsamts.

Von Benjamin Engel, Icking

Nachdem der Erhalt des Bauwagens im Irschenhausener Waldkindergarten jahrelang zweifelhaft war, hat der Bauausschuss des Gemeinderats nun zumindest eine formale Hürde beiseitegeräumt. So entschied das Gremium in der jüngsten Sitzung zu Wochenbeginn, alle bestehenden baulichen Abweichungen von der Ickinger Ortsgestaltungssatzung zu billigen - und zwar einstimmig. Dies bestätigt Bürgermeisterin Verena Reithmann (UBI) auf Anfrage. Auch der Gemeinderat werde sich mit dieser Thematik befassen. "Wir warten jetzt nur noch auf die Baugenehmigung", so Reithmann.

Über diese hat das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen zu entscheiden. Für das Verfahren hatte die Leitungsspitze des Waldkindergartens im Herbst zahlreiche Unterlagen und Gutachten, etwa zum Feuerschutz, der Standsicherheit und Statik des Bauwagens eingereicht. "Das war sehr aufwendig", sagt Elternbeirätin Elisabeth von Braunschweig. Wann die Baugenehmigung vorliegen wird, ist allerdings aktuell noch offen.

Damit könnte aber die fast drei Jahre lang andauernde Phase mit teils höchst emotional geführten Diskussionen zwischen Landratsamt und Waldkindergartenleitung beendet sein. Begonnen hatte diese im Dezember 2020. Damals forderte die Kreisbehörde, den bis heute existierenden Bauwagen sowie zwei ältere Modelle - die inzwischen abgebaut sind - zu entfernen. Im März 2022 billigte zwar Ickings Gemeinderat den durch die Kindergartenführung nachgereichten Bauantrag. Doch das Landratsamt kündigte an, nicht zuzustimmen. Die Positionen schienen bis zu einem Treffen am Waldgrundstück im September 2022 unvereinbar. Für eine Petition im bayerischen Landtag hatten die Eltern der in der Einrichtung betreuten Kinder Unterschriften gesammelt.

Der zur Übergabe eingeladene CSU-Landtagsabgeordnete im Stimmkreis, Martin Bachhuber, warb dafür, sich "schiedlich-friedlich zu einigen". Laut der Behörde war der mit Ofen, Tischen, Stühlen und Veranda ausgestattete Bauwagen nur als Sonderbau genehmigungsfähig. Die Erlaubnis müsse mit Nachweisen zur Sicherheit des Ofens oder zum Schutz der Kinder vor fallenden Ästen beantragt werden, so die Kreisbauamtsleiterin Maya Mantel sowie Landrat Josef Niedermaier (FW). Ob das Landratsamt dieses Prozedere bereits früher als Lösungsweg aufgezeigt habe, blieb beim Treffen im September strittig. Damals erklärte der Abgeordnete Bachhuber, höchstens nochmal vorbeikommen zu wollen, wenn die Unterschrift auf der Baugenehmigung vorliege. Nun dankte Elternbeirätin von Braunschweig dem CSU-Politiker, sich so für ihr Anliegen eingesetzt zu haben.

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