Freizeit und Verkehr im Oberland:Kreistag beschließt Alpenbus

Freizeit und Verkehr im Oberland: Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen hat votiert: Der sogenannte Alpenbus soll endlich kommen.

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen hat votiert: Der sogenannte Alpenbus soll endlich kommen.

(Foto: Catherina Hess)

Für das erste Betriebsjahr 2025 kommen auf den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen wohl circa 300 000 Euro Betriebskosten für diese Expressbuslinie zu, den Rest soll der Freistaat übernehmen.

Von Claudia Koestler, Bad Tölz-Wolfratshausen

Der Kreistag des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen hat sich am Montagnachmittag einstimmig für den Alpenbus ausgesprochen. "Vorbehaltlich noch ausstehender Beschlussfassungen in den Landkreisen Miesbach, Rosenheim und Garmisch-Partenkirchen wird diese Landes-bedeutsame Linie Realität werden", heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde. Landrat Josef Niedermaier (FW) dankte in der Kreistagssitzung für das starke Votum: "Ich freue mich sehr, dass wir heute unseren Beitrag leisten, damit der Alpenbus hoffentlich zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 das erste Mal durchs Oberland fahren kann."

Der Umweltausschuss hatte Ende Oktober der Einführung des Alpenbusses einstimmig empfohlen, auch im Kreisausschuss war man sich hierzu im November einig gewesen. Ziel ist, dass der MVV die entsprechenden Ausschreibungsverfahren durchführt, die Verkehrsleistungen an den Bieter des wirtschaftlichsten Angebots vergibt und die entsprechenden Verkehrsverträge mit einer Laufzeit von jeweils fünf Jahren abschließen wird.

Am Betriebskostendefizit beteiligt sich der Freistaat im ersten Jahr zu 65 Prozent, im zweiten zu 60 Prozent und im dritten zu 55 Prozent. Ab dem vierten Jahr wird die Hälfte des Defizits übernommen. Die nun aktualisierte Kostenprognose beinhaltet die zwischenzeitlichen Teuerungen. In der Kalkulation wird nach West- und Ost-Ast (West-Ast: Murnau-Penzberg-Bad Tölz; Ost-Ast: Bad Tölz-Gmund-Miesbach-Rosenheim) unterschieden. Insgesamt liegen die Betriebskosten im Landkreis für einen Nutzwagenkilometer von circa 307 580 Kilometer pro Jahr bei jährlich circa 731 000 bis 817 000 Euro. Das sind etwa 200 000 Euro mehr als bei der ersten Kalkulation im Jahr 2021 angenommen wurde. Das bedeutet beispielsweise für das erste Betriebsjahr 2025, dass auf den Landkreis circa 300 000 Euro Betriebskosten für diese Expressbuslinie zukommen würden, den Rest übernähme der Freistaat.

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) freut sich über den positiven Beschluss des Kreistags Bad Tölz-Wolfratshausen: "Das ist ein tolles Signal für den öffentlichen Nahverkehr in der Region", wird er in einer Pressemeldung des Staatsministeriums zitiert. "Mit dem Alpenbus wollen wir eine attraktive Querverbindung schaffen und damit die Orte im Alpenraum besser miteinander verbinden. Die Staatsregierung unterstützt die Landkreise und kreisfreien Städte dabei mit attraktiven Fördersätzen", so Bernreiter. Im ersten Jahr übernehme der Freistaat 65 Prozent der Betriebskostendefizite. Davon werde auch der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen profitieren. "Ich hoffe, dass sich auch die weiteren beteiligten Kommunen für den Alpenbus entscheiden und dieser dann Ende 2025 an den Start gehen kann", so der Verkehrsminister abschließend.

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