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Umbaupläne:Neuer Eingang und neues Parkhaus für die Arena in Fröttmaning geplant

MUENCHEN: Allianz-Arena / Parkplatzchaos etc

1300 zusätzliche Stellplätze in einem neuen Parkhaus sollen den Fußballfans die Anreise komfortabler machen.

(Foto: Johannes Simon)
  • Die Betreiber der Fußball-Arena in Fröttmaning planen größere Umbauten.
  • Das Stadion soll einen neuen Eingang bekommen, damit rivalisierende Fangruppen sich nicht mehr begegnen.
  • Außerdem soll es ein zusätzliches Parkhaus und eine neue Fußgängerbrücke über die U-Bahn geben.

Von Pia Ratzesberger

Die rivalisierenden Fans sollen sich kaum noch begegnen auf dem Weg zum Fußballspiel, deshalb gibt es nun Pläne, an der Fröttmaninger Arena neu zu bauen und umzubauen. "Es soll einen zusätzlichen Eingang geben", sagt Stadion-Geschäftsführer Jürgen Muth. Bisher nämlich gibt es nur zwei Eingänge, einen großen im Süden, einen kleinen im Norden. Durch den dritten Eingang an der Westseite des Stadions sollen dann vor allem die Fans der Gastmannschaft geschleust werden, die anderen beiden Eingänge werden so entlastet.

Neues Parkhaus mit 1300 Stellplätzen geplant

Zwar hat man auch bisher versucht, die gegnerischen Fantrupps vor und nach dem Spiel möglichst voneinander zu trennen. Doch das sei Muth zufolge nicht so genau möglich gewesen, wie es nach den Umbauten der Fall sein wird. Die Fans von auswärts sollen dann durch ihren eigenen Eingang in die Arena kommen, ganz gleich ob sie mit dem Bus, der U-Bahn oder dem eigenen Pkw anreisen.

Für Autofahrer ist zudem ein neues Parkhaus geplant, mit etwa 1300 Stellplätzen über dem Busparkplatz an der Nordseite der Arena. Die Parkhäuser bieten derzeit Platz für etwa 11 000 Fahrzeuge.

Außerdem will man eine neue Brücke über die U-Bahn bauen, damit die Gäste aus der Bahn den neuen Eingang erreichen können, ohne über die sogenannte Promenade zu laufen.

Die Arbeiten werden vermutlich bis 2019 dauern

Wann die Umbauten im Norden Münchens beginnen können, ist derzeit noch nicht klar. "Wir haben den Bauantrag bei der Stadt im Juli eingereicht", sagt Muth. Die Entwürfe seien mit den Sicherheitsbehörden abgestimmt, man habe besprochen, wie man die Fans besser voneinander trennen könne. Nun müsse man die Genehmigung abwarten.

Wie viel die Umbaumaßnahmen kosten werden, will der Geschäftsführer nicht sagen, darüber rede man "zu diesem Zeitpunkt noch nicht". Jürgen Muth aber rechnet auf keinen Fall damit, dass all die geplanten Umbauten schon im kommenden Jahr fertig werden. Denkbar sei vielmehr die Saison in den Jahren 2018/2019, am realistischsten aber wohl 2019/2020.

Seit der Rückrunde der Saison 2014/2015 dürfen 75 000 Zuschauer ins Stadion, früher waren es 71 000. Die Genehmigung war zunächst nur vorübergehend erteilt worden, sie wurde nun aber noch einmal verlängert. Bei internationalen Spielen liegt die Grenze bei 70 000. Auch in Zukunft dürfte der Zustrom der Fans zu den Spielen des FC Bayern nicht nachlassen, ein neuer Eingang, neue Parkplätze und eine weitere Brücke könnten sich also lohnen.

© SZ vom 02.09.2016/sekr
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