Ernstes Leiden

"Wer mal eine Woche lang nur schwer aus dem Bett kommt, ist nicht gleich depressiv. Nur eine seriöse Fachkraft kann unterscheiden, ob es sich um eine Verstimmung oder eine depressive Erkrankung handelt", sagt Friderike Holz, Fachärztin für psychosomatische Medizin und Psychotherapie in München. Vielen Menschen sei es peinlich, eine psychische Erkrankung als solche zu bezeichnen, "Novemberblues" klinge da harmloser. Wer sich nicht sicher sei, sollte sich an seinen Hausarzt wenden.

Seit Juli gibt es außerdem eine zentrale Stelle der Kassenärztlichen Vereinigung, die Kontakt zu psychologischen oder ärztlichen Psychotherapeuten vermitteln könne (Telefon 0921-787 76 55 50 30). Nach ein bis drei Sprechstundenterminen könne man herausfinden, ob eine behandlungswürdige Erkrankung vorliegt. "Auch Meditation hebt die Stimmung", sagt Holz "aber das dauert zwei bis drei Monate." Und dann kommt ja auch schon bald der Frühling.

Bild: Günther Reger 10. November 2017, 15:212017-11-10 15:21:56 © SZ vom 10.11.17/bhi