Deutsche Bahn:Münchner S-Bahn: Einschränkungen noch bis in die Nacht

Deutsche Bahn: Trotz vorzeitigen Streikendes: Personen, die mit der S-Bahn fahren, müssen auch am Montag noch mit Einschränkungen rechnen.

Trotz vorzeitigen Streikendes: Personen, die mit der S-Bahn fahren, müssen auch am Montag noch mit Einschränkungen rechnen.

(Foto: Robert Haas)

Die Lokführer haben ihren Streik zwar vorzeitig beendet, in München fahren die Züge am Montag aber trotzdem nicht regulär. Erst am Dienstag soll der Betrieb wieder normal laufen.

Nachdem die Lokführergewerkschaft GDL ihren mehrtägigen Streik vorzeitig beendet hat, kam es auch am Montag im Bahnverkehr noch zu Einschränkungen. Das galt auch für die Münchner S-Bahn. An diesem Dienstag, so teilte ein Bahnsprecher mit, soll der Betrieb wieder wie gewohnt laufen.

Dass der reguläre Fahrplan nicht sofort wieder aufgenommen wurde, hatte mehrere Gründe: Nach der Ankündigung zum vorzeitigen Ende des Streiks musste die Bahn nach Angaben des Sprechers innerhalb von 34 Stunden den Betrieb komplett umorganisieren. Das habe eine ganze Kaskade von neuen Schicht- und Zugumlaufplanungen nach sich gezogen.

Konkret auf die S-Bahn bezogen bedeutet das: Es sei gelungen, während des Streiks ein relativ umfangreiches Angebot aufs Gleis zu setzen, mit Fahrten auf allen Linien, teils sogar im 20-Minuten-Takt. Das funktioniere aber nicht mit dem regulären Fahrplan und den bestehenden Schichtplänen und Fahrzeugumläufen. "Stattdessen haben wir dafür mit viel Aufwand einen komplett neuen Fahrplan erstellt und dabei auch Lokführer-Schichten und Fahrzeugeinsätze neu geplant", so der Bahnsprecher. "Man muss sich das vorstellen wie einen richtigen Fahrplanwechsel."

Diesen Plan habe die DB bereits am Freitag für den Montag erstellen müssen. Ein "Zurückdrehen" des eng verzahnten und ausgeklügelten Streik-Fahrplans sei angesichts einer großen Menge von Zugfahrten - täglich etwa 1200 S-Bahn-Fahrten - daher nur begrenzt möglich, da für jede zusätzliche Fahrt Lokführer und Fahrzeuge individuell neu eingeplant werden müssen.

Es blieb also auch nach Ende des Ausstands beim Stundentakt auf vielen Linien. Die S8 fuhr zwischen Pasing und Flughafen alle 20 Minuten, zwischen Pasing und Germering alle 20 bis 40 Minuten sowie zwischen Germering und Herrsching alle 60 Minuten. Auf der S3 und der S4 fuhren seit Betriebsbeginn zusätzliche Züge. Auch auf der S1 und S6 waren am Nachmittag mehr Züge unterwegs, sodass dort alle 20 bis 60 Minuten S-Bahnen unterwegs waren. Um möglichst viele Passagiere befördern zu können, waren auf allen Linien Langzüge im Einsatz.

Die DB riet weiterhin, sich vor jeder Fahrt über die Fahrplanauskunft zu informieren, etwa auf www.s-bahn-muenchen.de oder in der App München Navigator.

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