Studium vor 75 Jahren:Wer lernen wollte, musste anpacken

Zerstörtes Gebäude der Universität in München, 1946

Die Ludwig-Maximilians-Universität war von den Folgen des Kriegs schwer getroffen.

(Foto: SZ Photo)

Nach dem Zweiten Weltkrieg lag die Ludwig-Maximilians-Universität in Schutt und Asche. Als Teil des "Studentenbautrupps" half Wilhelm Killermann bei den Aufräumarbeiten. Doch die Trümmer waren nicht das einzige Problem.

Von Jakob Wetzel

Am Anfang hätten sie ihm einfach eine Schaufel in die Hand gedrückt, erinnert sich Wilhelm Killermann. Er bekam keinen Helm, keine Stiefel, keine Arbeitskleidung. Es erklärte ihm auch niemand, wie man eine Mauer abstützt oder etwa einen Blindgänger sicher birgt. Es gab lediglich die Schaufel und einen Auftrag: Er solle mit den anderen die Universität vom Schutt befreien. Killermann war 18 Jahre alt, er wollte eigentlich studieren, Biologie. Doch die Stadt München lag in Trümmern und die Ludwig-Maximilians-Universität ebenso. Wer lernen wollte, musste erst anpacken. Killermann schaufelte.

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