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Holocaust-Kongress:"Platte Analogien sind nicht angemessen"

Friedensgebet in München, 2019

Nach dem Attentat in Halle kamen viele zur Ohel-Jakob-Synagoge.

(Foto: Stephan Rumpf)

Frank Bajohr ist Leiter des Zentrums für Holocaust-Studien und holt die bedeutende Fachkonferenz "Lessons & Legacies" nach München. Ein Gespräch über die Verantwortung der Geschichtswissenschaft.

Es ist ein Coup gewesen: 2017 gab das Münchner Institut für Zeitgeschichte bekannt, es baue sein Zentrum für Holocaust-Studien deutlich aus - und gleich zum Einstieg sei es gelungen, die weltweit größte und wichtigste Konferenz des Fachgebiets, die bislang ausschließlich in Nordamerika stattfand, nach München zu holen. Jetzt ist es soweit: Von Montag bis Donnerstag versammeln sich etwa 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Kongress "Lessons & Legacies" an der Isar. Der Historiker Frank Bajohr, wissenschaftlicher Leiter des Zentrums für Holocaust-Studien, erklärt, worüber die Forscher diskutieren wollen, warum Historiker in mehreren Ländern unter Druck stehen - und warum der Kongress speziell München, der früheren "Hauptstadt der Bewegung" der Nazis, gut zu Gesicht steht.

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