Katholische Kirche:"Nichts ist weniger traditionell als diese Sexualmoral"

Benedikt im Westend

Renate Spannig ist Sprecherin von Maria 2.0 in München, Wolfgang Rothe ist Priester - beide setzen sich für mehr Toleranz in der Kirche ein.

(Foto: Friedrich Bungert)

Wer sich in der katholischen Kirche gegen die Diskriminierung von Frauen und Homosexuellen einsetzt, wird selbst zur Zielscheibe für Hetze. Das kann Angst machen - aber auch entschlossen.

Von Bernd Kastner

Dass Politikerinnen und Politiker Hassmails erhalten, dass Moscheegemeinden bedroht werden und Synagogen permanent geschützt werden müssen, ist trauriger Alltag in Deutschland. Aber Katholiken? Kirchen? Gottesdienste? Auch sie sind mitunter Ziel von Anfeindungen. Eine Gruppe engagierter, reformorientierter Katholiken in München berichtet von Hass, im Mai baten sie sogar die Polizei um den Schutz eines Gottesdienstes. Es waren diffuse Drohungen eingegangen, weil in einer Kirche homosexuelle Paare gesegnet wurden. Und nun erlebt ein Münchner Priester eine neue Welle homophober Zuschriften als Reaktion auf sein Engagement gegen Diskriminierung.

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