München-Impressionen:Der FC Bayern gestaltet sein Wohnzimmer um

Die Fröttmaninger Arena bekommt ein neues Gesicht - ganz auf den FC Bayern ausgerichtet. Im Hauptbahnhof finden Ostereier-Suchende unterdessen eine ganz besondere Überraschung.

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Allianz Arena

Quelle: dpa

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29. März, Fröttmaninger Arena

"Im Sommer wird also wahr, wovon wir seit Jahren geträumt haben," jubelt Karl-Heinz Rummenigge im "Bayern Magazin" vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund. Der Vorstandsvorsitzende spricht die 25 000 Sitze an, die im Sommer in der Arena in Fröttmaning ausgetauscht werden. Dort wird künftig der Vereinsname, das Wappen und der Vereinsmotto "Mia san Mia" zu sehen sein. Die ausgebauten Sitze werden verkauft und die Einnahmen für karitative Zwecke gespendet.

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Quelle: Alessandra Schellnegger

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27. März, Hauptbahnhof

Die Eier, die der Graffiti-Künstler Robert Wilhelm aus dem Allgäu als "Urban Easter Eggs" bis 6. April im Münchner Hauptbahnhof "versteckt" hat, muss man weder suchen, noch sind sie zum Verzehr geeignet. Sie stehen für alle weithin sichtbar auf der Empore. Dafür aber sind sie riesig und hübsch bunt. Klassische Graffiti-Motive und Tags sind darauf ebenso zu finden, wie Wiesen- und Bergblumen, weiß-blaue Rautenmotive und Köpfe aus der bayerischen Geschichte. Vielleicht lässt sich daraus ja ein kleines Spiel machen, bei dem der Nachwuchs herausfinden muss, was da so alles auf den bayerischen Eiern abgebildet ist. Wäre doch eine hübsche Variante der Ostereiersuche.

Earth Hour, Ab 20.30 Uhr wird die Beleuchtung an verschiedenen Sehenswürdigkeiten abgeschaltet. Hier Odeonsplatz Theatinerkirche

Quelle: Florian Peljak

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24. März, Odeonsplatz

Auch München hat am Samstagabend für eine Stunde das Licht ausgemacht, um damit ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. An einigen Stellen zumindest. Unter anderem wurde am Odeonsplatz an Feldherrnhalle und Theatinerkirche die Außenbeleuchtung abgeschaltet. Die Stadt beteiligte sich bereits zum neunten Mal an der Aktion "Earth Hour". Mit ihr wollen Natur- und Umweltschutzorganisationen wie der WWF auf den Klimaschutz und das globale Artensterben aufmerksam machen. Auch Privatpersonen waren am Samstagabend aufgefordert, mitzumachen und zu Hause das Licht zu löschen.

Demo March for our lives vom US-Konsulat bis zum Max-Joseph Platz (Solidaritätskundgebung #Never Again nach dem Amoklauf in Parkland Florida)

Quelle: Florian Peljak

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24. März, Innenstadt

Die Familie Feldman hat sich aufgeteilt am Samstag. Die jüngste Tochter Erika läuft in Washington mit beim großen zentralen "March for our lives". Sie ist 16 und war beim Amoklauf am 14. Februar in Parkland in der betroffenen Schule. Sie blieb unverletzt, 17 Menschen starben. Rachel, 21, ihre ältere Schwester, steht auf dem Max-Joseph-Platz in der Sonne und wird von 300 Teilnehmern der Demonstration bejubelt. Die amerikanische Gruppe "Democrats abroad" hat zu einem Lauf vom US-Konsulat über den Odeonsplatz bis zum Max-Joseph-Platz geladen und mehr Teilnehmer als erwartet sind gekommen. Sprecherin Sarah Carr schätzt, dass etwa 200 von ihnen Amerikaner sind, 100 Deutsche. Und die hören nun Rachel Feldman zu, die in Utrecht studiert, gerade von ihren Eltern aus Parkland besucht wird und eine Europa-Reise unternimmt. Feldman sagt: "Parkland ist eine so schöne Stadt. Ich kenne zwar auch einige, die Waffen besitzen, aber Parkland wurde ja gerade erst zu sichersten Stadt in Florida gewählt. Als ich das gehört habe, dachte ich: Wenn es hier passiert, kann es überall passieren."

Demo March for our lives vom US-Konsulat bis zum Max-Joseph Platz (Solidaritätskundgebung #Never Again nach dem Amoklauf in Parkland Florida)

Quelle: Florian Peljak

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Während weltweit an Hunderten Orten und in Washington mehrere Hunderttausend demonstrieren, ergreift Rachels Vater das Wort. Er erzählt, wie seine Tochter ihm aus dem Klassenzimmer schrieb, er sofort ins Auto sprang und auf dem Highway die Kolonnen der Spezialkräfte sah, die Krankenwagen, alle auf dem Weg zur Schule seiner Tochter. Der Applaus ist lang und eher leise, als ob die Teilnehmer versuchen, gleichzeitig zu klatschen und sich das Gehörte vorzustellen.

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Quelle: Robert Haas

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11. März, Leopoldstraße

Man könnte jetzt sagen: Das Schönste an der Parade zum St.-Patrick's-Day sind die lieblichen Bordun-Klänge der Dudelsäcke, wie sie an diesem Sonntag wieder zu hören waren, sowie die Kostüme der etwa 1350 Teilnehmer aus mehr als 50 Gruppen. Aber für viele ist das traditionelle irische Fest vor allem ein Anlass, sich schon am Nachmittag das ein oder andere schöne Pint Stout zu gönnen.

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Quelle: Robert Haas

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Der eigentliche St.-Patrick's-Day ist übrigens erst am nächsten Samstag. Dann werden wieder Gebäude in München grün beleuchtet, unter anderem die Fröttmaninger Arena. Heute haben sich die Münchner schon mal grün in Schale geworfen...

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Quelle: Robert Haas

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... und sich anderweitige Verkleidungen und Gefährte in den irischen Farben organisiert.

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Quelle: Robert Haas

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Hauptsache Tradition, welche genau nimmt man beim St.-Patrick's-Day auch nicht so genau. Also darf auch ein Kini-Fan mitmarschieren, der neben seinem beeindruckenden Schnurrbart noch das Konterfei von König Ludwig II. vor sich herträgt.

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Quelle: Robert Haas

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10. März, Isar im Englischen Garten

Einmal im Jahr dreht die Stadt München dem Eisbach, dem Schwabinger Bach und dem Oberst-Jägermeister- Bach zwischen dem Haus der Kunst und dem Aumeister den Hahn ab, um sie zu reinigen und zu warten. Die Isar und die von ihr abzweigenden Stadtbäche beherbergen eine Reihe gefährdeter Fischarten wie Huchen, Nasen, Barben und Äschen. Sie zu hegen und zu pflegen, haben sich die Isarfischer auf die Fahnen geschrieben. Und so versammeln sich bei jedem Wetter alle Jahre wieder gut 100 Isarfischer im Englischen Garten, um Fische einzusammeln, die sonst buchstäblich auf dem Trockenen liegen würden.

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Quelle: Robert Haas

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9. März, Modepreis im Alten Rathaus

München will wieder eine international angesehene Fashion-Metropole werden. Die Stadt versucht deshalb, mit einer eigenen Auszeichnung junge Designer zu fördern. Doch selbst die Preisträger hadern mit dem Standort: Sie vermissen hier die Kraft zur Innovation. Zum zweiten Mal hat München den mit 10 000 Euro dotierten Modepreis vergeben - diesmal an Felix Richter (rechts im Bild zusammen mit einem Model). Ausgerechnet er will Deutschland aber verlassen, denn seine Heimatstadt sei "ein schwieriges Pflaster".

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Quelle: Stephan Rumpf

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4.März, an der Isar

Kaum ist die Sonne zu sehen, treibt es viele Münchner raus an die Isar. Zwischen der Wittelsbacher- und der Reichenbachbrücke spazieren die Menschen gemütlich am Wasser entlang und erfreuen sich an den warmen Sonnenstrahlen nach der bitteren Kälte Ende Februar.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Die perfekte Kombination: Ein kühles Weißbier und die ersten warmen Sonnenstrahlen. Während den Kinderwagen vor sich her schieben, lassen sich die anderen in einem der vielen Cafés entlang der Isar nieder.

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Quelle: Stephan Rumpf

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Obwohl die Temperaturen bislang nur wenige Grad über Null liegen, haben es sich einige Mutige nicht nehmen lassen, den Frühlingsanfang mit einem Bad in der Isar zu begehen. Eisbaden hat zwar in München bislang noch keine Tradition, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Tierschützer demonstrieren in München gegen Tier in Zirkus, 2018

Quelle: Stephan Rumpf

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3.März, Circus Krone

"Cirus ohne - Für einen tierfreien Zircus" - Unter diesem Motto demonstrierten einige hundert Tierschützer gegen die Haltung und Vermarktung von wilden Tieren im Zirkus. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Tierschutzorganisation Animals United.

Tierschützer demonstrieren in München gegen Tier in Zirkus, 2018

Quelle: Stephan Rumpf

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Manege frei: Dompteure und Tiger fanden sich zur Demonstration ein. Sie wollen auf die nicht artgerechte Haltung von Wildtieren im Zirkus aufmerksam machen. In der Vergangenheit bereits mit Erfolg: Der große Zirkusbetreiber Roncalli führt seit 2017 keine Shows mit Tieren mehr auf.

Eisrettungsübung der Feuerwehr in München, 2018

Quelle: Florian Peljak

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1.März, Nymphenburger Kanal

Nur eine Übung! Für den Ernstfall probt die Münchner Feuerwehr auf dem Nymphenburger Kanal die Rettung von ins Eis gebrochenen Personen. Glücklicherweise musste sie im vergangenen Jahr nur vier Menschen aus eisigem Wasser retten, aber ein wenig Übung kann trotzdem nicht schaden. Immerhin brigt die Rettung so ihre Tücken um sich nicht selbst in Lebensgefahr zu bringen.

Eisrettungsübung der Feuerwehr in München, 2018

Quelle: Florian Peljak

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Aber mal im Ernst. Wer selbst Zeuge eines solchen Unglücks sollte in jedem Fall sofort die 112 wählen und Hilfe anfordern. Wer trotzdem helfen will, sollte sich dem Eingebrochenen langsam liegend nähern und der Person etwas zum Festhalten reichen, damit auf jeden Fall der Kopf über Wasser bleibt.

© SZ.de/cro/lyn/jala/infu/imei
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