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München heute:Der Kampf nach einer Vergewaltigung / Ärger im Englischen Garten

Emma Sulkowicz

Wochenlang schleppte die damalige Kunststudentin Emma Sulkowicz 2014 eine blaue Matratze über den Campus der Columbia University in New York und wurde dadurch weltberühmt. Auf so einer ähnlichen Matratze habe sie ein deutscher Kommilitone vergewaltigt, sagte sie.

(Foto: AP)

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Vergewaltigungen folgen in jeder Hinsicht allen Regeln der Grausamkeit.

Als wäre die Tat nicht schon schlimm genug, kommen danach - sollte die Frau mutig genug sein, die Tat zur Anzeige zu bringen - eine Befragung durch die Polizei und ein Prozess: Fragen, die in den unangenehmsten, intimsten Bereich hineinreichen. Fragen nach all dem, was die Frau am liebsten einfach nur vergessen würde.

Und dann manches Mal ein Urteil, so milde, dass es den eigenen Glauben an Gerechtigkeit zunichtemacht. Wie bei dem 15 Jahre alten Mädchen, das auf einem Ministrantenausflug von einem Diakon vergewaltigt und dann in einer psychiatrischen Klinik ans Bett fixiert wird. Weil sie die Erinnerung nicht erträgt, weil sie sich sonst selbst verletzt, weil sie ihren Kopf gegen die Wand schlägt. Das Gericht verlässt der Diakon lachend, umringt von seinen Freunden, als freier Mann, verurteilt zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe. Oder wie bei Nina F., die in den Maximiliansanlagen vergewaltigt wird. Obwohl eine DNA-Spur zu einem Tatverdächtigen führt, stellt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Mann, dessen Sperma in Nina F.s Körper gefunden wurde, ein.

Meine Kollegen Elisa Britzelmeier und Martin Bernstein berichten über den Kampf danach, nach einer Vergewaltigung. Und darüber, warum sich das Kämpfen lohnt. Auch Nina F. gibt nicht auf. "Ich bin eine Bürgerin und möchte unser Rechtssystem in Anspruch nehmen", sagt sie. "Und ich finde, dass mir das zusteht."

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