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Protest auf dem Königsplatz:Mitarbeiter der Stadt dürfen zum Klimastreik gehen

Fridays for Future - Frankfurt am Main

Der Klimastreik an diesem Freitag soll der bisher größte in München werden.

(Foto: dpa)

Oberbürgermeister Dieter Reiter ermöglicht, dass die Kernarbeitszeit an diesem Freitag ausnahmsweise schon um 11.30 Uhr endet - wenn die Vorgesetzten einverstanden sind.

Vor der großen Kundgebung für mehr Klimaschutz an diesem Freitag stellen sich mehrere Politiker im Stadtrat demonstrativ hinter die Klimaschützer. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagte am Donnerstag, die Kernarbeitszeit städtischer Mitarbeiter solle am Freitag ausnahmsweise nicht um 12.30 Uhr enden, sondern eine Stunde eher, wenn die Vorgesetzten einverstanden sind. So sollen die Mitarbeiter Zeit haben, zur Kundgebung um 12 Uhr auf dem Königsplatz zu gelangen. Die Grünen im Stadtrat hatten Reiter zuvor aufgefordert, städtischen Mitarbeitern die Teilnahme an der Demonstration zu ermöglichen.

Die Grünen legten am Donnerstag neun Anträge vor, um die Stadt schon bis 2035 klimaneutral zu machen, nicht erst wie vom Stadtrat beschlossen bis 2050. So soll ein einwöchiges Bauforum für Stadt- und Verkehrsplanern einberufen werden, um zu überlegen, wie der öffentliche Raum neu verteilt werden kann. Die Stadt solle sich zudem als Anteilseignerin des Münchner Flughafens dafür einsetzen, dass die Start- und Landegebühren von Kurzstreckenflügen erhöht werden, so wie es auch "Fridays for Future München" fordert. Zudem wollen die Grünen zum Beispiel, dass die Stadt bei Bauprojekten ein mögliches Recycling der Baustoffe mitdenkt, Einwegplastik verbannt und ein zentrales "Kompetenzzentrum Klimaschutz" gründet.

Die von der CSU benannte Umweltreferentin Stephanie Jacobs sagte am Donnerstag ebenfalls, sie begrüße den Aufruf zum Klimastreik. Und: Die Stadt solle bis 2030 klimaneutral werden. Die Fraktionen der Bayernpartei und der FDP regten dagegen am Donnerstag an, die Stadt solle sich darum bemühen, die Internationale Automobilausstellung von Frankfurt am Main nach München zu holen.

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