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Freizeit:Die schönsten Freibäder in München

Wo es den höchsten Sprungturm, die schönsten Liegewiesen oder die besten Becken für Schwimmer gibt.

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Quelle: Robert Haas

Wegen der Corona-Krise läuft der Freibadbesuch in diesem Jahr etwas anders ab als sonst. In den Bädern sind die Besucherzahlen begrenzt. Tickets müssen vorher online reserviert werden, das gilt auch für München-Pass-Inhaber und Kinder, die keinen Eintritt zahlen oder einen Ferienpass haben. Außerdem gilt überall in den Bädern der Mindestabstand. Umkleiden und Duschräume können vorerst nicht genutzt werden, auch Sprudelbecken, Wasserpilze und Strömungskanäle bleiben aus. Die Sportplätze in den Freibädern sind ebenfalls geschlossen, Tischtennisplatten können aber genutzt werden und auch die Spielplätze und die Kinderplanschbecken sind offen.

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Schyrenbad: Erfolgreich geliftet

Start der Freibadsaison in München, 2019

Quelle: Robert Haas

Seitdem das Schyrenbad vor ein paar Jahren renoviert worden ist, sieht man ihm nicht mehr an, dass es sich um Münchens ältestes Freibad handelt. Bereits seit 1847 können die Münchner hier schwimmen. Allerdings nicht die Münchnerinnen, die haben erst seit 1938 Zutritt. Im Schyrenbad treffen sich vor allem die Giesinger und die Isarvorstädter, um ihren Teint zu perfektionieren - auf der großen Liegefläche direkt an der Isar oder in einem der beiden Wasserbecken. Es gibt eine abgetrennte Bahn für sportliche Schwimmer, eine breite Rutsche, auf der man ordentlich beschleunigt, und ein Planschbecken für Schwimmflügelträger. Rund um das Kinder- und Schwimmerbecken dürfen Besucher nicht mehr rauchen - wohl aber auf der großen Liegewiese.

Schyrenbad, Claude-Lorrain-Straße 24, bis August: Mo. bis Fr. ab 7 Uhr, Sa., So. u. an Feiertagen ab 9 Uhr, im September: Mo. bis Do. 10 bis 19 Uhr, Fr. bis So. 9 bis 19 Uhr

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Prinzregentenbad: Wasser ist Nebensache

Ein Schwimmer im Prinzregentenbad in München

Quelle: Robert Haas

Im Winter geraten die Münchner im Prinzregentenbad beim Eislaufen oder Saunieren ins Schwitzen, im Sommer beim Bräunen. Das Wasser ist im "Prinze", wie das Bogenhausener Bad genannt wird, eigentlich nur Nebensache - zumindest für die Erwachsenen. Denn das 25-Meter-Becken ist zu klein und zumindest nachmittags auch zu voll, um darin wirklich zu schwimmen. Es wird meist nur genutzt, um einmal unterzutauchen und so kurzzeitig der Hitze zu entfliehen. Hier geht es vor allem ums Sehen und Gesehenwerden.

Prinzregentenbad, Prinzregentenstraße 80, bis August: Mo. u. Mi. ab 10 Uhr, Di. u. Do. ab 7 Uhr, Fr. bis So. u. an Feiertagen ab 9 Uhr, im September: Mo. u. Mi. 10 bis 19 Uhr, Di. u. Do. 7 bis 19 Uhr, Fr. bis So. 9 bis 19 Uhr

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Bad Georgenschwaige: Schlichtes Vergnügen

Schwimmerbecken im Sommerbad Georgenschwaige in München

Quelle: ddp

Keine Superrutsche, keine Sprudelanlage, kein Beachvolleyballfeld: Die Georgenschwaige in Schwabing ist auch ohne Beschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht spektakulär, sondern spartanisch. Münchens schlichtestes Freibad besteht lediglich aus einem 50-Meter-Becken, an dessen Ende ein kleiner Bereich für Nichtschwimmer anschließt. Nach Feierabend ziehen vor allem Schwabinger aus der Nachbarschaft ihre Bahnen. Platz dafür gibt es in der Georgenschwaige ausreichend. Nur an ganz heißen Tagen springt schon einmal ein Gast mit dringendem Erfrischungsbedürfnis den Kraulern in die Quere.

Bad Georgenschwaige, Belgradstraße 195, bis August: Mo. bis Do. ab 10 Uhr, Fr. bis So. u. an Feiertagen ab 9 Uhr, im September: Mo. bis Do. 10 bis 19 Uhr, Fr. bis So. 9 bis 19 Uhr

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Dantebad: Arena für Wettkämpfer

Dantebad in München

Quelle: SZ

Die beiden Becken im Stadionbereich des Dantebads haben normalerweise das ganze Jahr über geöffnet - sogar bei minus zehn Grad und starkem Schneefall. Wegen der Corona-Krise war das Schwimmbad allerdings lange geschlossen.

Sowieso zeigt sich das Bad in Gern doch erst im Sommer in seiner vollen Pracht. Dann wird die Temperatur auf erfrischende 24 Grad heruntergekühlt, und alle Becken der großen Anlage sind zugänglich. Im Dantebad kraulen die Schwimmer noch ein wenig schneller als woanders - womöglich motiviert die Tribüne, von der aus die Sonnenanbeter den Sportlern zuschauen, und die über dem Becken abgebildeten Olympiaringe.

Datebad-Sommerbad, Postillonstraße 17, bis August: Mo. bis Do. ab 10 Uhr, Fr. bis So. u. an Feiertagen ab 9 Uhr, im September: Mo. bis Do. 10 bis 19 Uhr, Fr. bis So. 9 bis 19 Uhr. Bei Temperaturen unter 17 Grad bleibt das Dante-Sommerbad zu.

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Michaelibad: Aufregende Kurven

Das Sprungturm im Michaelibad in München

Quelle: Robert Haas

Sechsmal wirbelt es einen um die Kurve, und dann macht es: Platsch! Im Michaelibad am Ostpark steht die längste Rutsche der Stadt. Erst nach mehr als 60 Metern hat der Badegast Wasser unter den Füßen. Doch das ist nicht die einzige Attraktion. Im "Michi" gibt es für jeden was: Eine Sprunganlage mit einem Zehn-Meter-Brett für Jugendliche, eine Rutsche in Elefantenform für Kinder, ein 50-Meter-Becken für Sportliche oder einen abgetrennten FKK-Bereich für Nudisten.

Michaeli-Freibad, Heinrich-Wieland-Straße 24, bis August: Mo. bis Do. ab 10 Uhr, Fr. bis So. u. an Feiertagen ab 9 Uhr, im September: Mo. bis Do. 10 bis 19 Uhr, Fr. bis So. 9 bis 19 Uhr. Bei Temperaturen unter 17 Grad bleibt das Michaelibad zu.

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Westbad: Lauter Verschollene

Erlebnisbecken im Westbad in München

Quelle: SZ

In keinem anderen Münchner Freibad sind die Liegewiesen so weitflächig wie im Westbad. Doch der größte Pluspunkt der Anlage zwischen Pasing und Laim ist auch ihr großes Verhängnis; denn die Größe macht es besonders schwierig, aus den Augen verlorene Kinder wiederzufinden. Die Durchsage "Der kleine Kevin sucht seine Eltern" schallt regelmäßig über die Liegewiese. Verzweifelten Eltern sei empfohlen, zuerst im östlichen Teil des Bades suchen, denn die meisten Kinder büxen zu dem beliebten Plansch- und Matschbereich aus. Verlorengegangene Kinder dagegen haben gute Chancen, Mami und Papi im 50-Meter-Becken oder auf der langen Edelstahl-Rutsche wiederzufinden.

Westbad, Weinbergerstraße 11, bis August: Mo. bis Do. ab 10 Uhr, Fr. bis So. u. an Feiertagen ab 9 Uhr. Bei Temperaturen unter 17 Grad bleibt das Westbad zu.

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Ungererbad: Alles außer Sport

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Quelle: Alessandra Schellnegger

Ob Schnullerträger, Student oder Senior, Anzugträger oder Ausgeflippter, Spaßbadfraktion oder Sonnenanbeter: Das Treiben im Schwabinger Ungererbad ist so bunt wie auf der Leopoldstraße. Hier fühlt sich ganz München wohl - nur der Sportschwimmer nicht. Denn das große Schwimmbecken macht einen Knick und bringt selbst Wasserprofis gehörig aus der Bahn. Für alle anderen ist dafür umso mehr geboten: Wasserrutsche, Abenteuerspielplatz, Drei-Meter-Sprungturm oder ein FKK-Bereich für Damen. Besonders schön: Die Liegewiesen sind verwinkelt, so findet jeder Badegast ein ruhiges Fleckchen.

Ungererbad, Traubestraße 3, bis August: Mo. bis Do. ab 10 Uhr, Fr. bis Sa. u. an Feiertagen ab 9 Uhr, im September: Mo. bis Do. 10 bis 19 Uhr, Fr. bis So. 9 bis 19 Uhr

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Bad Maria Einsiedel: Kalt, aber idyllisch

Naturbad Maria Einsiedel in München

Quelle: SZ

Ob das Naturbad Maria Einsiedel in der Corona-Krise wieder öffnen kann, war lange nicht klar, denn das Wasser wird nicht gechlort. Doch nun steht fest: Vom 25. Juni an kann man das Freibad wieder besuchen. Normalerweise öffnet das Maria Einsiedel Ende Mai, wenn die Pflanzen so weit sind, dass der grün schimmernde, chlorfreie Badesee in den Isarauen für die Besucher freigegeben wird. Und Achtung: Hier fühlen sich Frostbeulen überhaupt nicht wohl. Denn die Wassertemperatur beträgt lediglich 22 Grad und ist somit zwei Grad kühler als in den anderen Freibädern. Der Grund: Das Maria Einsiedel ist ein Naturbad, das auf biologische Art und ohne Chemie gereinigt wird. Aber keine Angst, Karpfen und anderen Fischen ist der Zutritt verwehrt. Idyllisch: Auf 400 Metern Länge fließt der Isarkanal durch die Anlage - und macht Maria Einsiedel zum schönsten Münchner Freibad.

Naturbad Maria Einsiedel, Zentralländstraße 28, bis August: Mo. bis Do. ab 10 Uhr, Fr. bis So. ab 9 Uhr, im September: Mo. bis Do. 10 bis 19 Uhr, Fr. bis So. 9 bis 19 Uhr

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