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Taxis in München:"Mein Lamperl geht als letztes aus"

Franz Daumer hängt an seinem Job. Seit 2004 chauffiert er als Taxifahrer Menschen durch die Stadt. "Es gibt keinen freieren Beruf", sagt er.

(Foto: Catherina Hess)

Franz Daumer handelte mit Unfallautos, gründete eine Recyclingfirma und managte einen Table-Dance-Laden. Aber keinen anderen Job liebte er so wie das Taxifahren - daran ändert nicht einmal Corona etwas.

Von Thomas Balbierer

Und dann knipst Franz Daumer die Discokugel an. Das kleine Gerät, eine Taschenlampe mit transparentem Plastikball an der Spitze, wirft auf Knopfdruck bunte Farbpunkte ins Auto. Daumer sitzt am Steuer seines Taxis und lacht ein raues Lachen. Es ist der Tag vor Silvester, und für einen Augenblick scheint es, als gäbe es keine Pandemie, als wäre das eine von Daumers Gute-Laune-Taxifahrten. "Die hab' ich immer im Auto", sagt er, während grüne und lila Lichtpunkte über sein Gesicht wandern. "Für meine Stammkunden, oder wenn vier fröhliche Girlies einsteigen. Dann dreh' ich die Musik auf und ab geht's."

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