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Coronavirus:B.1.1.7-Mutante bei Münchner Stadtsparkasse entdeckt

21 Callcenter-Mitarbeiter sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei sechs von ihnen besteht der Verdacht, dass es die britische Variante sein könnte.

Von Ekaterina Kel

In der Stadtsparkasse München ist es zu einem Ausbruch der Coronavirus-Mutation B.1.1.7 gekommen. Dies bestätigte sowohl das Gesundheitsreferat (GSR) als auch der Sprecher der Stadtsparkasse auf Anfrage. Von den insgesamt 210 Mitarbeitern in der Direktion Medialer Vertrieb, die unter anderem für das Callcenter zuständig sind, haben sich aktuell laut GSR 21 Mitarbeiter infiziert, bei mindestens sechs von ihnen ergab die Screening-PCR den Verdacht auf die britische Virusvariante. Eine Bestätigung durch Genomsequenzierung stehe noch aus.

Hinzu kommen laut Sparkasse mindest sechs Infektionen in anderen Abteilungen, wobei sie keine Auskunft über die Variante des Virus gibt. Aktuell sind laut GSR 18 Personen im privaten Umfeld der Mitarbeiter infiziert, 13 davon mit Verdacht auf die britische Variante.

Das Callcenter ist in einem Gebäudeflügel des Verwaltungszentrums an der Ungererstraße untergebracht - in Großraumbüros. Grund dafür seien die technischen IT-Erfordernisse, es sei außerdem die einzige Einheit, so der Sprecher. Die Hälfte der Mitarbeiter sei aber bereits im vergangenen Jahr auf zwei weitere Standorte verteilt worden. Man habe zudem Abstandsregeln eingeführt, Desinfektionsspender aufgestellt, Masken in der Belegschaft verteilt, zuletzt FFP2, und transparente Trennwände aufgestellt.

Seit Bekanntwerden der gehäuften Fälle habe man die Maßnahmen noch einmal erhöht: In noch kürzeren Abständen werde hier gelüftet, täglich würden alle Oberflächen desinfiziert. Mit Schnelltests seien die verbliebenen Mitarbeiter getestet worden - dabei seien keine weiteren Fälle bekanntgeworden. Auf welchem Weg das Virus in den Betrieb kam, wisse man nicht, so der Sprecher.

© SZ vom 17.02.2021/mmo
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