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Coronavirus:Sieben-Tage-Inzidenz in München fällt unter 30

Coronavirus - Bayern - FFP2-Maskenpflicht

Die Sieben-Tage-Inzidenz in München sinkt stetig.

(Foto: dpa)

Das Robert-Koch-Institut meldet einen Inzidenzwert von 28,6 - so niedrig lag er zuletzt im September. Bei Werten von dauerhaft unter 35 haben Bund und Länder Lockdown-Lockerungen in Aussicht gestellt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in München ist am Mittwoch unter die Marke von 30 gefallen - zum ersten Mal seit knapp einem halben Jahr, seit September 2020. Das Robert-Koch-Institut meldete am Mittwochmorgen einen Wert von 28,6 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Tags zuvor wurde ein Wert von 34,4 ausgewiesen. Seit zwei Wochen liegt München nun unter dem Schwellenwert von 50.

Für die Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen in der Stadt hat der Rückgang der Inzidenzzahl noch keine unmittelbare Auswirkung. Doch Bundes- und Staatsregierung hatten deutlich gemacht, dass weitere Lockerungsschritte über das vorsichtige Öffnen von Schulen hinaus erfolgen sollen, wenn eine Sieben-Tage-Inzidenz von 35 erreicht ist.

Ebensolche Lockerungen hatte auch Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Montag gefordert. "Gerade im Einzelhandel, in der Gastronomie und im Kulturbereich wurden letztes Jahr umfassende Hygienekonzepte erfolgreich umgesetzt", sagte er. "Sollte sich der Trend weiter fortsetzen und die Zahl der Neuinfektionen stabil niedrig bleiben, muss man über weitere Lockerungen sprechen." Er forderte, das zum Thema der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz zu machen, "denn die Maßnahmen müssen immer auch nachvollziehbar sein". Seit dem vergangenen Herbst waren die Zahlen nicht mehr so niedrig wie aktuell. Damals stiegen die Zahlen danach allerdings rapide an und erreichte am 20. Dezember mit 300,7 den vorläufigen Höchstwert. An oder mit dem Virus sind in München bereits 1040 Menschen gestorben

Wie die Stadt am Dienstag auch mitteilte, wurden bis Wochenbeginn von den städtischen Impfteams insgesamt rund 42 500 Corona-Schutzimpfungen durchgeführt: im Impfzentrum 18 300 Erst- und 1100 Zweitimpfungen sowie in Alten- und Pflegeheimen 12 500 Erst- und 10 600 Zweitimpfungen. Außerdem wurden bereits etwa 16 000 Impfdosen an Münchner Kliniken abgegeben, die ihr Personal selbst impfen.

© SZ.de/vewo/kast/sonn
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