Bundestagswahl 2021:Die Ergebnisse rund um München

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Bundestagswahl 2021: In Erding machten die Wähler ihr Kreuz in der Schule am Grünen Markt: Andreas Lenz, CSU, erhielt hier die meisten Stimmen und damit das Direktmandat.

In Erding machten die Wähler ihr Kreuz in der Schule am Grünen Markt: Andreas Lenz, CSU, erhielt hier die meisten Stimmen und damit das Direktmandat.

(Foto: Renate Schmidt)

Die Direktmandate in der Region gehen an die CSU - aber es gibt auch Überraschungen.

Von Karin Kampwerth

In den Landkreisen rund um München hat die CSU souverän alle Direktmandate geholt. Damit haben sich die Prognosen für die Region bestätigt. Das gilt auch für die Verluste bei den Zweitstimmen. Im Speckgürtel der bayerischen Landeshauptstadt haben die Wählerinnen und Wähler die Christsozialen politisch quasi auf Diät gesetzt. In allen Wahlkreisen spiegelt sich der bayernweite Trend wider, wonach die CSU zum Stand der Auszählung um 21.35 Uhr auf 32,5 Prozent der Stimmen kommt. SPD und Grüne können überall zulegen und liefern sich in einigen Landkreisen ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den zweiten Platz. Das beste Ergebnis fahren die Grünen in den Landkreisen Starnberg und München ein, wo sie auf 19 Prozent kommen. Die SPD ist im Landkreis München mit 17,3 Spitzenreiter in der Region.

Im neuen Bundestag werden sechs Direktkandidaten aus der Region vertreten sein. Das liegt am Zuschnitt der Wahlkreise. Demnach wählten die Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck sowie Ebersberg und Erding jeweils gemeinsame Kandidatinnen und Kandidaten. Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen bildet mit dem Landkreis Miesbach einen gemeinsamen Wahlkreis und in Starnberg wird mit Landsberg am Lech abgestimmt.

Gewählt wurden im Landkreis München Florian Hahn, für Dachau und Fürstenfeldbruck Katrin Staffler, für Ebersberg und Erding Andreas Lenz, für Freising Erich Irlstorfer, für Starnberg Michael Kießling und für Bad Tölz-Wolfratshausen Alexander Radwan. Aber auch von SPD und Grünen können sich Kandidatinnen und Kandidaten noch Hoffnungen machen, über den Listenplatz in den Bundestag einzuziehen. Entsprechend groß war der Jubel bei den Wahlpartys.

Weniger in Feierstimmung waren die Anhänger der CSU. Der Fürstenfeldbrucker Landrat Thomas Karmasin (CSU) kommentierte den Absturz der Union zur ersten Hochrechnung um 18 Uhr trocken: "Es könnte schlimmer sein." Der CSU-Politiker ist aber erleichtert, dass es für Rot-Rot-Grün nicht reichen werde. "Da fällt doch ein Stein vom Herzen."

Dass der Promi-Faktor bei den Wählerinnen und Wählern nicht immer verfängt, zeigte sich im Landkreis München schon zu Beginn der Stimmauszählung. CSU-Kandidat Florian Hahn lag von Anfang an deutlich in Führung vor Anton Hofreiter von den Grünen. Hofreiter muss sich allerdings keine Sorgen um seine politische Zukunft machen, er wird über die Liste in den neuen Bundestag einziehen. Der Fraktionsvorsitzende im Bundestag meldete sich am Abend aus Berlin, im Fokus hatte er naturgemäß das Abschneiden seiner Partei auf Bundesebene: "Es ist das Beste, was wir je erreicht haben, jetzt müssen wir auch das Beste daraus machen", sagte Hofreiter und verwies auf Klimaschutz und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Zu seinem Abschneiden im Landkreis München, wo sich sein Ergebnis bei 21 Prozent einpendelt, sagte der Unterhachinger: "Vor acht Jahren war die CSU noch bei über 50 Prozent. Ich kann also zufrieden sein."

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