Kommunalpolitik:Klostermeier entscheidet den Wahlkrimi für sich

Kommunalpolitik: Hat es auch bei seiner vierten Wahl geschafft: Edwin Klostermeier (SPD) ist von den Wählern am Sonntag als Bürgermeister von Putzbrunn im Amt bestätigt worden.

Hat es auch bei seiner vierten Wahl geschafft: Edwin Klostermeier (SPD) ist von den Wählern am Sonntag als Bürgermeister von Putzbrunn im Amt bestätigt worden.

(Foto: Claus Schunk)

An einem spannenden Wahlabend dreht Putzbrunns SPD-Bürgermeister am Ende den Vorsprung seines CSU-Herausforderers Tobias Stokloßa und wird mit 52,8 Prozent im Amt bestätigt. 149 Stimmen machen den Unterschied.

Von Stefan Galler und Martin Mühlfenzl, Putzbrunn

Edwin Klostermeier (SPD) bleibt Bürgermeister der Gemeinde Putzbrunn. Der seit 2006 amtierende Rathauschef hat sich am Sonntag bei der Bürgermeisterwahl in einem äußerst engen Rennen gegen seinen einzigen Herausforderer Tobias Stokloßa von der CSU durchgesetzt. Klostermeier kam auf 52,8 Prozent der Stimmen, der erst 24-jährige Stokloßa erhielt 47,2 Prozent. 149 Stimmen machten den Unterschied. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,6 Prozent und damit fast gleichauf mit der Wahl vor sechs Jahren (53,8 Prozent).

In einer ersten Reaktion im voll besetzten Foyer des Putzbrunner Rathauses war beim wiedergewählten Amtsinhaber weniger überschäumende Freude als vielmehr Erleichterung zu spüren: "Das Ergebnis ist für mich in Ordnung", sagte Klostermeier. "Es war ein fairer Wahlkampf, wir haben uns nicht gegenseitig beschimpft, aber in der Sache gestritten und das gehört sich in einer Demokratie."

Der knapp geschlagene Herausforderer war mit seinem Ergebnis absolut zufrieden: "Es war äußerst knapp. Es hat sich gezeigt, dass wir die richtigen Themen im Wahlkampf gesetzt haben", sagte Stokloßa, der sich selbst als "Newcomer" bezeichnet, in einer ersten Reaktion. Er hob zudem den Altersunterschied zwischen beiden Kandidaten hervor und sagte im Hinblick auf die Kommunalwahl in zwei Jahren: "Wir sind gut vorbereitet." Der wiedergewählte SPD-Bürgermeister hatte angekündigt, 2026 abzutreten und dadurch die Wahlen zusammenlegen.

Kommunalpolitik: CSU-Herausforderer Tobias Stokloßa (rechts) gratuliert Putzbrunns SPD-Bürgermeister Edwin Klostermeier zur Wiederwahl.

CSU-Herausforderer Tobias Stokloßa (rechts) gratuliert Putzbrunns SPD-Bürgermeister Edwin Klostermeier zur Wiederwahl.

(Foto: Claus Schunk)

Nach Auszählung der ersten von sechs Wahlbezirken hatte sich am Sonntagabend ein enges Rennen angedeutet: Gegen 18.30 Uhr führte zunächst Stokloßa mit etwas mehr als 50 Prozent. Die CSU-Bürgermeister der Nachbarkommunen, Thomas Loderer (Ottobrunn), Thomas Pardeller (Neubiberg) und Stefan Straßmair (Hohenbrunn), die im Rathausfoyer die Auszählung verfolgten, bejubelten das Zwischenergebnis. Dann aber kippte das Stimmungsbild zugunsten Klostermeiers. Die Entscheidung brachte das Ergebnis aus dem letzten Wahlbezirk in der Waldkolonie, in dem der Rathauschef klar mit 60 Prozent Zustimmung vorne lag. So jubelten am Ende die Sozialdemokraten, unter ihnen der erst vor einer Woche neugewählte Kirchheimer Rathauschef Stephan Keck, die früheren Bürgermeister Werner van der Weck (Feldkirchen) und Gabriele Müller (Haar), der SPD-Co-Kreisvorsitzende Korbinian Rüger und Florian Schardt, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

In zwei Jahren wird schon wieder gewählt

Klostermeier war erstmals 2006 nach dem Rücktritt von Rathauschef Josef Kellermeier (zuerst CSU, später parteilos) zum Bürgermeister gewählt worden. Seitdem wählen die Putzbrunnerinnen und Putzbrunner Gemeinderat und Bürgermeister zeitversetzt. Vor dieser Wahl hatte Klostermeier angekündigt, im Falle eines erneuten Erfolgs nur noch zwei Jahre im Amt bleiben zu wollen, um im Frühjahr 2026 Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl wieder zusammenzuführen.

Sein Mitbewerber Tobias Stokloßa wurde vor vier Jahren bei der Kommunalwahl erstmals in den Gemeinderat gewählt, ist dort stellvertretender Fraktionsvorsitzender und führt den CSU-Ortsverband. Der 24-Jährige arbeitet als Kämmerer der Gemeinde Poing im Landkreis Ebersberg. Er hatte seine erste Bürgermeister-Kandidatur unter das Motto gestellt: "Alles hat seine Zeit, jetzt ist die Zeit für neue Ideen." Die müssen nun bis 2026 warten.

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