Schule:Auszeit von der Ex

Schule: Stegreifaufgaben, bei denen unangekündigt der Stoff der letzten beiden Stunden abgefragt wird, bedeuten für die Schülerinnen und Schüler nach Ansicht von Kritikern Stress.

Stegreifaufgaben, bei denen unangekündigt der Stoff der letzten beiden Stunden abgefragt wird, bedeuten für die Schülerinnen und Schüler nach Ansicht von Kritikern Stress.

(Foto: imago stock&people/imago/CHROMORANGE)

Auf Antrag der Schülersprecherinnen verzichtet das Gräfelfinger Kurt-Huber-Gymnasium auf unangekündigte Tests, um die Kinder und Jugendlichen zu entlasten. Im Planegger Feodor-Lynen-Gymnasium läuft ein ähnlicher Versuch schon länger. Doch auch wenn der Landeselternverband es schon lange fordert - ganz besiegelt ist das Ende der Stegreifaufgaben an beiden Schulen nicht.

Von Annette Jäger, Gräfelfing/Planegg

Die Extemporale, kurz Ex genannt, ist eine Spezialität im bayerischen Schulsystem und in der Schülerschaft gemeinhin verhasst. Ihre alternative Bezeichnung legt nahe, warum: Die sogenannte Stegreifaufgabe, ein kleiner Leistungsnachweis, zwingt sie, spontan und unvorbereitet - aus dem Stegreif eben - das Wissen der letzten zwei Schulstunden parat zu haben und schriftlich niederzulegen. Der Überraschungseffekt ist jedes Mal inklusive, und es hagelt gerne mal Fünfer und Sechser bei dieser Variante der Wissensabfrage. Zwei Schülersprecherinnen am Kurt-Huber-Gymnasium in Gräfelfing ist es nun gelungen, die Ex abzuschaffen - zumindest als Pilotprojekt bis zum Schuljahresende.

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