Autobahn:Endlich wieder Ruhe

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Auf der A9 zwischen Garching und Eching wird neuer Flüsterasphalt aufgebracht.

Von Irmengard Gnau, Garching

Autobahn: Die A9 ist eine der meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands. Täglich passieren weit mehr als 100 000 Fahrzeuge das Kreuz München-Nord und rauschen an den Städten Garching und Eching vorbei.

Die A9 ist eine der meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands. Täglich passieren weit mehr als 100 000 Fahrzeuge das Kreuz München-Nord und rauschen an den Städten Garching und Eching vorbei.

(Foto: Florian Peljak)

Gute Nachrichten für lärmgeplagte Anwohner im Norden des Landkreises München: Die Autobahn A9 wird im kommenden Jahr auf der Strecke zwischen Garching und dem Kreuz Neufahrn bei Eching einen neuen Flüsterasphalt bekommen. Die Zusage von offizieller Seite ist jüngst im Garchinger Rathaus eingegangen, wie Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) bestätigt.

Mit dieser Zusage erübrigt sich die Forderung der Stadt an die Regierung von Oberbayern und die Autobahndirektion Südbayern, die inzwischen als Autobahn GmbH des Bundes Niederlassung Südbayern firmiert, jährliche Schallpegelmessungen im westlichen Stadtgebiet entlang der A9 wieder aufzunehmen. Dafür hatten sich insbesondere die SPD im Garchinger Stadtrat wie auch der Bürgermeister seit Jahren immer wieder stark gemacht.

Die jährlichen Schallpegelmessungen waren eine Bedingung gewesen, die sich die Stadt Garching beim achtspurigen Ausbau der A9 Anfang der 2000er Jahre erkämpft hatte. Die verbreiterte Autobahn sollte pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 fertig werden. Auf eine Einhausung, wie sie sich viele Garchinger gewünscht hatten, ließen sich die Behörden zwar nicht ein, doch bekam die Stadt wie auch die Nachbarn in Eching meterhohe Lärmschutzwände. Außerdem wurde im Planfeststellungsbeschluss festgelegt, einen offenporigen Asphalt mit Lärmschluckfunktion einzubauen und dessen Funktion regelmäßig durch Schallpegelmessungen zu überwachen.

Acht Jahre lang wurden diese Messungen gemacht, bis der Fahrbahnbelag 2013 durch einen neuen ersetzt wurde. Seither hatte die Autobahndirektion die Schallpegelmessungen ausgesetzt mit der Begründung, dass der Asphalt die Anforderungen an den Schallschutz erfahrungsgemäß acht Jahre lang erfülle. Im Jahr 2021, nach eben jenen acht Jahren, sollten die Messungen wieder beginnen. Darauf pochte auch die Stadt Garching.

Nun haben sich die Messungen zunächst wohl erübrigt, wenn 2023 der Belag wieder erneuert wird. Die Garchinger Stadtpolitiker freuen sich, auch wenn Gerlinde Schmolke (SPD) sich etwas verwundert zeigt: "Aber wenn es einfacher ist, den ganzen Fahrbahnbelag auszutauschen, als wieder Messungen einzuführen, soll es mir recht sein." Ein genaues Datum für die Straßenbauarbeiten wird im neuen Jahr noch bekannt gegeben. Die A9 nördlich von München zählt zu den meist befahrenen Autobahnstrecken Bayerns.

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