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KZ-Gedenkstätte Dachau:"Das Wissen über die NS-Zeit geht zurück"

"Manche Geschichten sind schwer auszuhalten", sagt Nina Ritz über die Begegnungen mit Überlebenden.

(Foto: Toni Heigl)

Nina Ritz, Leiterin des Studienzentrums der KZ-Gedenkstätte Dachau, über die Arbeit mit Jugendlichen - und mit welchen Mitteln sie versucht, eine Gruppe zum Diskutieren zu bringen.

Interview von Gerhard Fischer

In den Achtzigerjahren gingen Jugendliche aus dem In- und Ausland in die KZ-Gedenkstätte in Dachau, waren zumeist schockiert und reisten wieder ab. Es entstand die Idee, sie zu begleiten, mit ihnen über die Nazi-Zeit zu reden, sie in Dachau übernachten zu lassen - es entstand die Idee einer Internationalen Jugendbegegnungsstätte. Dagegen gab es heftigen Widerstand, vor allem von CSU-Politikern. Sie argumentierten, "unsere kleine Stadt" vertrage keine Begegnungsstätte, die "Tag und Nacht Vergangenheitsbewältigung" betreibe. In den Neunzigerjahren wurde das Haus dann doch gebaut, Träger ist eine Stiftung aus Freistaat, Landkreis und Stadt. Es heißt heute Max Mannheimer Haus, Studienzentrum und Internationales Jugendgästehaus, es hat 116 Betten und sechs Seminarräume. In diesem Jahr feiert es sein 20-jähriges Bestehen. Und Nina Ritz, die Leiterin des Studienzentrums, hat ihr Zehnjähriges.

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