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Missbrauch in der katholischen Kirche:"Die Dinge müssen jetzt ans Licht"

Leere Kirchen in der Osterzeit aufgrund von Corona

Von 1977 bis 1982 war Joseph Ratzinger Erzbischof im Erzbistum München-Freising.

(Foto: Florian Peljak)

Matthias Katsch trug dazu dabei, Missbrauch durch Priester öffentlich zu machen. Nun fordert er, die Vorwürfe gegen zwei Einrichtungen in der Münchner Erzdiözese unabhängig prüfen zu lassen. Genau wie das Agieren von Joseph Ratzinger.

Interview von Bernd Kastner

Matthias Katsch ist maßgeblich zu verdanken, dass der vielfache Missbrauch durch katholische Priester 2010 öffentlich wurde. Er wurde selbst am Canisius-Kolleg missbraucht. Das Gespräch findet im Alten Südfriedhof statt. Das hat rein praktische Gründe, die Corona-Vorsicht und ein anschließender Termin Katschs in der Nähe. Man könne den Ort aber auch symbolisch sehen, sagt Katsch: Viele Betroffene befürchten, dass sie die Aufarbeitung durch die Kirche nicht mehr erleben. "Es gibt Menschen, die haben keine Zeit mehr."

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