Boilerman Bar Diese Bar belebt Münchens Bahnhofsviertel

Die Boilerman Bar im 25 Hours Hotel am Hauptbahnhof hat 31 Sorten Whiskey im Angebot.

(Foto: Stephan Rumpf)

Die Boilerman Bar ist keine klassische Hotelbar, ihr Vorbild steht in der Hamburger Hafencity. Im Angebot sind 31 verschiedene Whiskeysorten.

Von Christiane Lutz

Das Areal um den Münchner Hauptbahnhof lädt nicht unbedingt dazu ein, entspannt zu verweilen und in gediegener Atmosphäre einen Highball zu trinken. Zumindest war das bis vor Kurzem so. Jetzt aber gibt es wirklich direkt am Hauptbahnhof das "25 Hours Hotel - The Royal Bavarian" und in dessen erstem Stock seit vergangenem Wochenende die Boilerman Bar. Man muss die Art Konzept-Hotellerie, wie sie die "25 Hours Hotels" verkörpern, nicht unbedingt lieben, um anzuerkennen, dass die Macher es drauf haben, Atmosphäre zu schaffen.

So ist die Boilerman Bar auch die dritte ihrer Art, die anderen beiden steht in Hamburg. Verantwortlich ist hier wie dort der Super-Mixologist Jörg Meyer, auch das Konzept der Bars ist in beiden Städten gleich: Keine Hotelbar will die Boilerman Bar sein, sondern einfach eine Bar im Hotel, für dessen Gäste wie für jeden, der gern kommen möchte. Keine Reservierungen, keine geschlossenen Business-Meetings. Jörg Meyer selbst hat das Münchner Personal unter Barchef Marvin Jacob ausgebildet, damit die Drinks in München genauso schmecken wie in Hamburg.

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Auf der Karte aber gibt es kleine Abweichungen: In Hamburg liegt der Alkohol-Schwerpunkt auf Gin und Rum, in München auf amerikanischem Whiskey - 31 verschiedene Sorten sind auf der Karte versammelt. Die Drinks serviert das hochprofessionelle Barpersonal im Highball-Glas (also ein 0,2-Liter-Glas und zwei runden Eiswürfeln), gemixt wird zum Beispiel der Kentucky Pear mit Four Roses Bourbon und Birnenlikör (7 Euro) oder Klassiker wie der Gin Basil Smash (7,50 Euro), den Meyer immerhin erfunden hat.

Die Bierauswahl wirkt dafür, dass sich die Bar in der "Royal Bavarian"-Version der 25-Hours-Hotels befindet, eher übersichtlich: Es gibt Augustiner und alkoholfreies Lammsbräu. Von einer kleinen Barfood Karte "Stolen by Neni" kann man Leckereien aus dem israelisch inspirierten Restaurant "Neni" im Erdgeschoss bestellen.

Gediegen und doch cool

Das Interieur der Bar ist bewusst anders gestaltet als das der Hamburger Bar. In München nimmt der Gast Platz in anthrazit gestrichenen Räumen auf niedrigen Samtsesselchen unter voluminösen Glaskugellampen. Der Raum ist zur Rezeption des Hotels hin geöffnet, so dass man wunderbar die Hotelgäste beim Kommen und Gehen beobachten kann.

Aus den roten Bücherregalen könnte man sich theoretisch jederzeit ein Buch nehmen, an dem Flügel in der Mitte des Raumes könnte theoretisch jeden Moment ein Virtuose Platz nehmen und einen Chopin-Walzer spielen. Genauso in Ordnung ist es, mit seinem Notebook auf einer der Couches zu arbeiten. Gediegen und doch cool. Das passt zu dem Gefühl, das die Bar schon so kurz nach ihrer Eröffnung vermittelt: Alles ist erlaubt - so lang es Stil hat.

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