Fürstenfeldbruck:Gedenken an Opfer des Olympiaattentats

Fürstenfeldbruck: Vor dem Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck wird der Attentatsopfer von 1972 gedacht.

Vor dem Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck wird der Attentatsopfer von 1972 gedacht.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Öffentliche Veranstaltung findet am Sonntag um 14 Uhr statt.

Von Erich C. Setzwein, Fürstenfeldbruck

49 Jahre ist es her, dass palästinensische Terroristen während der Olympischen Spiele von München die israelische Nationalmannschaft überfielen und elf Sportler ermordeten. Ein bayerischer Polizeibeamter kam bei dem gescheiterten Befreiungsversuch auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck ums Leben. Dort, vor dem Tor der Kaserne, wird am Sonntag, 5. September, der Landkreis in einer öffentlichen Veranstaltung der Opfer dieses Anschlags gedenken und an sie erinnern. Beginn ist um 14 Uhr. Sprechen werden Landrat Thomas Karmasin, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde, Charlotte Knobloch, und die neue Generalkonsulin des Staates Israel für Süddeutschland, Carmela Shamir. Rabbiner Steven Langnas, Dekan Markus Ambrosy und Dekan Martin Bickl wollen gemeinsam ein Gebet sprechen. Musikalisch umrahmt wird das Gedenken von Antonia Wilczek. Das Landratsamt weist in seiner Einladung an die Bevölkerung auf den ungewöhnlichen Nachmittagstermin hin und begründet dies unter anderem damit, dass in der kommenden Woche hohe jüdische Feiertage begangen würden und es den christlichen Gottesdienstbesuchern am Sonntag ermöglicht werden solle, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen. Die Teilnehmer der Veranstaltung haben im Anschluss die Gelegenheit, am Gedenkstein Steine und Blumen abzulegen. Weil der Einfahrtsbereich des Fliegerhorstes abgesperrt wird, kann die Buslinie 815 zwischen 14 und 15.30 Uhr die Haltestelle Fliegerhorst nicht anfahren. An der Eschenauerstraße wird deshalb eine Ersatzhaltestelle eingerichtet. Neben den Medien, so das Landratsamt, wird ein Team der Berghaus Wöbke Filmproduktion aus München anwesend sein, das einen Dokumentarfilm macht. Die Gedenkveranstaltung geht auf eine Initiative von Landrat Karmasin zurück und wird seit 1999 jährlich am 5. September abgehalten.

© SZ vom 04.09.2021 / ecs
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