Eichhörnchen in Hallbergmoos:Nachwuchs in der Voliere

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Eichhörnchen in Hallbergmoos: Noch haben die fünf Eichhörnchen-Babys die Augen geschlossen.

Noch haben die fünf Eichhörnchen-Babys die Augen geschlossen.

(Foto: privat)

Eigentlich ausgewildertes Eichhörnchen hat schon Junge bekommen.

Von Alexandra Vettori, Hallbergmoos

Seine Zöglinge in die Freiheit zu entlassen, ist dem Hallbergmooser Wolfgang Reiland schwer gefallen. Ein halbes Jahr lang hatte er die sechs jungen Eichhörnchen aufgepäppelt und sie kürzlich in den Goldachpark entlassen. Jetzt hat ihm eines der Weibchen ein kleines Dankeschön hinterlassen: In einem der Kobel in der Voliere entdeckte Reiland fünf Eichhörnchen-Babys, knapp drei Wochen alt.

Drei der sechs ausgewilderten Eichhörnchen sind auch nach dem Entlassungstermin immer wieder in die offen stehende Voliere zurückgekehrt. Die Tiere nutzten die unmittelbare Nachbarschaft von Wolfgang Reilands Garten zum Goldachpark. Dabei fiel ihm auf, dass ein Eichhörnchen besonders oft und regelmäßig in der heimischen Voliere war und dort auch immer einen der Kobel, also ein Schlafhaus, aufsuchte. Als er sich dann ein Herz gefasst hatte und er den Deckel öffnete, bewahrheitete sich seine Vermutung: Es gibt bereits ersten Nachwuchs in der ersten Generation Goldachpark-Eichhörnchen. "Sie sind ein bisschen größer als ein kleiner Finger", beschrieb er die Tierchen, deren Augen noch geschlossen sind und die von der Mutter gesäugt werden.

"Sie sind ein bisschen größer als ein kleiner Finger"

Seither hat Wolfgang Reiland beobachtet, dass die Mutter ihre Jungtiere bereits zweimal in andere Kobel innerhalb der Voliere umgesiedelt hat. Weil er dachte, seine Störung sei der Grund, hielt er Rücksprache mit der Eichhörnchen-Hilfe München. Dort aber habe man ihm erklärt, dass das ein natürliches Verhalten ist. "Auch in der Natur ziehen sie öfter um, meistens nutzen sie zwei Kobel gleichzeitig", berichtete er. Damit Mutter und Nachwuchs jetzt sicher vor Gefahren sind, hat er die Voliere wieder verschlossen, nur für einige Wochen. "Es ist mir jetzt wichtiger, dass ihnen nichts passiert", begründet er die Vorsichtsmaßnahme.

Was die Vaterschaft anbelangt, so ist sich zumindest Reiland sicher, "das war Ernst, der war immer vorne dran". Eichhörnchen Ernst war schließlich auch der Erste, der sich bei der Auswilderung in die Freiheit wagte. Zurück gekommen ist er nach Reilands Beobachtung nicht, "aber meine Tochter hat ihn unten am Schulweiher gesehen". Für die Eichhörnchen, die sich noch ein wenig Unterstützung bei der Futtersuche holen, bleibt das bestehende Futterhaus außerhalb der Voliere natürlich bestehen. Beobachtet hat Wolfgang Reiland noch keine Besucher, doch regelmäßig sind die dargebotenen Nüsse verschwunden.

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