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Eschenbacher und Mooser-Niefanger:Freisinger Mitte nominiert Kandidaten für die Kommunalwahl

Die Freisinger Mitte nominiert ihre Kandidaten für die Kommunalwahl 2020. Tobias Eschenbacher will Freisings Oberbürgermeister bleiben und Birgit Mooser-Niefanger soll das Landratsamt erobern.

Die Freisinger Mitte hat am Samstag ihre Kandidaten für die Kommunalwahlen 2020 nominiert. Wenig überraschend wird dabei erneut Tobias Eschenbacher (41) ins Rennen um das Amt des Oberbürgermeisters geschickt. Birgit Mooser-Niefanger, die vor drei Jahren von den Grünen zur Freisinger Mitte gewechselt ist, soll versuchen Landrätin zu werden.

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Die ersten sechs Kandidaten der Listen für den Stadtrat und den Kreisrat der Freisinger Mitte: Das Bild zeigt (v. l) Anton Frankl, Maria Lintl, Tobias Eschenbacher, Jessica Püschel, Katrin Stockheim, Birgit Mooser-Niefanger, Philomena Böhme, Florian Holike, Aleksandar Janjic, Monika Schwind, Michael Glaser, Reinhard Fiedler und Samuel Fosso.

(Foto: Privat)

Zwölf Stadträte stellt derzeit die Freisinger Mitte und ist damit stärkste Fraktion. Das soll auch so bleiben, sagte Vorsitzender Patrick Romer, denn seit den letzten Kommunalwahlen sei viel von dem umgesetzt worden, was lange in den Schubläden schlummerte. Das sah auch der amtierende Oberbürgermeister so. Spannende Jahre seien es seit seiner Wahl 2012 gewesen, einiges sei passiert und die Freisinger Mitte habe viel dazu beigetragen, dass jetzt so viele durchdachte Planungen umgesetzt würden. "Wir haben aber keine Mehrheit im Stadtrat", schränkte Eschenbacher ein, deshalb müsse man auch Kompromisse eingehen. Aber die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen sei gut, "im Stadtrat wird zielorientierte Arbeit geleistet". Lob hatte der OB auch für die Freisinger Mitte selbst, es gebe keinen Fraktionszwang, niemand müsse sich in einem vorgefertigten Rahmen bewegen und es gebe durchaus lebhafte Auseinandersetzungen innerhalb des Vereins. Er freue sich jedenfalls darauf, weiterhin ein Teil "dieser grandiosen Freisinger Mitte" sein zu dürfen.

"Ein neuer Stil der Kooperation"

Lob erhielt Eschenbacher in einer Vorstellungsrunde auch von Mooser-Niefanger: "Ich glaube, der Tobi hat einen neuen Stil in die Freisinger Politik gebracht, einen Stil der Kooperation", sagte sie. Er schaffe es, aus vielen guten Ideen eine große zu machen. Wichtig sei ihm, sagte Eschenbacher, dass sich in einer Diskussion alle einbringen könnten. Er räumte aber ein, dass es ihm mitunter schwer falle, immer konzentriert zu bleiben, "da kannst du kein Loch in die Luft schauen". Eine "Herzensangelegenheit" sei ihm der Umbau der Innenstadt. Man könne in der Politik viel ändern, sagte er, "aber man braucht einen langen Atem". Doch er arbeite gerne und sei motiviert, diese Arbeit fortzusetzen. Auf die Frage nach seinem Wahlziel sagte Eschenbacher, er wolle nicht über Prozentzahlen spekulieren. Er wünsche sich aber, dass die Freisinger Mitte weiterhin im Stadtrat und im Kreistag eine "prägnante Rolle" spiele.

Die Kandidaten

Stadtrat: 1. Tobias Eschenbacher, 2. Birgit Mooser-Niefanger, 3. Reinhard Fiedler, 4. Monika Schwind, 5. Philomena Böhme, 6. Aleksandar Janjic, 7. Maria Lintl, 8. Johann Hölzl, 9. Katrin Stockheim, 10. Anton Frankl, 11. Samuel Fosso, 12. Moni Riesch, 13. Christian Dobler, 14. Patrick Romer, 15. Lisa-Marie Tschernich, 16. Michael Glaser, 17. Thomas Bauer, 18. Ricarda Schindler, 19. Lukas Reinhart, 20 Britta Tschernich, 21 Felix Illberg, 22. Rodolphe Haimann, 23. Florian Holike, 24. Christoph v. Schilling, 25. Wolfgang Herrmann, 26. Constanze Quaisser-Kimpfbeck, 27. Daniel Münster, 28. Dominikus Sahlmüller, 29. Franz Bernack, 30. Eduard Meßner, 31. Renate Hartberger, 32. Franz Fuchs, 33. Jonas Krenkel, 34. Martin Burzin, 35. Sylvia Heinrich, 36. Anne Werkmeister, 37. Andreas Glück, 38. Florian Schindler, 39. Christa Stümmel, 40. Berni Bildhauer. Ersatz: Josef Sonner, Jürgen Reinhart, Thomas Heinrichs, Beate Engelhart, Lena Reinhart, Gernot Anders.

Kreistag: 1. B. Mooser-Niefanger, 2. Tobias Eschenbacher, 3. Maria Lintl, 4. Samuel Fosso, 5. Anton Frankl, 6. Michael Glaser, 7. Christoph v. Schilling, 8. Florian Holike, 9. Johann Hölzl, 10. Jessica Püschel, 11. Reinhard Fiedler, 12. Josef Popp, 13. Dominikus Sahlmüller, 14. Wolfgang Herrmann, 15. Rodolphe Haimann, 16 .Sabine Cassens, 17. Beate Engelhart, 18. Katrin Stockheim, 19. Christian Dobler, 20. Philomena Böhme, 21. Daniel Münster, 22. Patrick Romer, 23. Aleksandar Janjic, 24. Lisa-Marie Tschernich, 25. Franz Bernack, 26. Ricarda Schindler, 27 Monika Schwind, 28 Jürgen Sellmayer, 29. Lukas Reinhart, 30. Britta Tschernich, 31. Jürgen Reinhart, 32. Constanze Quaisser-Kimpfbeck, 33. Franz Fuchs, 34. Gernot Anders, 35. Florian Loibl, 36. Martin Burzin, 37. Sylvia Heinrich, 38. Eddi Meßner, 39. Berni Bildhauer, 40. Thomas Heinrichs, 41. Christa Stümmel, 42. Thomas Bauer, 43. Josef Sonner, 44. Felix Illberg, 45. Daniel Huber, 46. Florian Schindler, 47. Britta Heinrichs, 48. Lena Reinhart, 49. Kirsten Reinhart, 50. Heidi Bauer, 51. Veronika Schweikl, 52. Renate Hartberger, 53. Andreas Glück, 54. Hildrun Struller, 55. Roland Stock, 56. Sabine Stöckhart, 57. Julia Buck, 58. Florian Kuchinke, 59. Katharina Gebhart, 60. Maximilian Gruber, 61. Dominic Freyberg, 62. Beatrix Stroh, 63. Anne Werkmeister, 64. Veronika Kroboth, 65. Christoph Riesch, 66. Jonas Krenkel, 67. Monika Riesch, 68. Nergiz Eschenbacher, 69- Peter Lintl, 70. Figen Barten. Ersatz: Andrea Stock, Enrico Tschernich. ki

Die Stadtratsliste umfasst 40 Namen und sechs Ersatzleute, die aus allen Stadtteilen kommen. 35 Prozent sind Frauen, das Durchschnittsalter beträgt 47 Jahre. Angeführt wird die Liste von Eschenbacher. Dahinter kommen Mooser-Niefanger, Reinhard Fiedler, Monika Schwind und Philomena Böhme. Der amtierende 3. Bürgermeister Hans Hölzl steht auf Platz acht, überraschend weit hinten taucht auf Platz 29 der Planungsreferent und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Franz Bernack auf.

Mooser-Niefangers Schwerpunkte wären Wohnen, Mobilität und Klimaschutz

Für das Amt des Landrats kandidiert die 50-jährige Unternehmerin Birgit Mooser-Niefanger, die für die Grünen bereits zwei Jahre stellvertretende Landrätin war, ehe sie zur Freisinger Mitte wechselte. Sie habe eine journalistische Ausbildung, Philosophie studiert und sich viel mit Strategie beschäftigt, sagte sie. Derzeit berate sie überwiegend Menschen in Orientierungsprozessen. Als Schwerpunkte ihrer möglichen Landratsarbeit bezeichnete sie Wohnen, Mobilität und Klimaschutz, worunter sie vor allem auch den Kampf gegen die 3. Startbahn verstehe. Außerdem wolle sie das Landratsamt als Dienstleister noch besser machen und ihr Projekt "SV Zukunft" fortführen, mit dem junge Leute in ihrer Entwicklung gestärkt werden.

Die Kreistagsliste der Freisinger Mitte umfasst 72 Namen, die von Birgit Mooser-Niefanger und Eschenbacher angeführt wird. Samuel Fosso, Anton Frankl und Michael Glaser folgen. Die Kandidaten kommen dabei nicht nur aus Freising, sondern auch aus dem Landkreis. Der Frauenanteil beträgt 42 Prozent.

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