Wirte-Karussell:Wiedereröffnung an der Hohenlindener Sauschütt

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Wirte-Karussell: Noch laufen letzte Vorbereitungen, seit Donnerstag kehren die ersten Spaziergänger im Ebersberger Forst in den Sauschütt-Biergarten ein. Offizielle Eröffnung ist nächste Woche.

Noch laufen letzte Vorbereitungen, seit Donnerstag kehren die ersten Spaziergänger im Ebersberger Forst in den Sauschütt-Biergarten ein. Offizielle Eröffnung ist nächste Woche.

(Foto: Christian Endt, Fotografie & Lic)

Der Biergarten geht wieder in Betrieb - allerdings mit anderen Wirtsleuten als bisher geplant.

Von Korbinian Eisenberger, Hohenlinden

239 Tage lang war der Waldbiergarten an der Hohenlindener Sauschütt geschlossen. Seit Mittwoch ist dort wieder Betrieb. Laut Google ist die Anlage zwar weiterhin dicht, einige Spaziergänger und Radler im Ebersberger Forst haben aber am Donnerstag und Freitag bereits entdeckt, dass sich an der Sauschütt etwas rührt. Die Genehmigungen sind erteilt, noch fehlen aber letzte Unterlagen. Offiziell eröffnet wird der Biergarten Anfang nächster Woche, wie die Brauerei Ayinger am Freitagnachmittag mitteilte. Das renovierungsbedürftige Wirtshaus bleibt weiter geschlossen, der Biergarten öffnet bei passenden Wetterverhältnissen in aller Regel von 11 bis 20 Uhr.

Neuer Wirt ist unerwartet nicht der Münchner Gastronom, der seit Monaten Vorbereitungen getroffen hat. Die Brauerei Ayinger hat für den Sommerbetrieb eine Übergangslösung gefunden. Bis Oktober übernimmt die Schaustellerfamilie Kollmann aus dem Kirchheimer Ortsteil Heimstetten (Kreis München). Weil der designierte neue Wirt noch immer auf die nötige Steuernummer vom Finanzamt Erding wartet, "mussten wir die Notbremse ziehen", erklärt Markus Schleu, der zuständige Außendienst-Mitarbeiter von Ayinger bei einem Besuch in Hohenlinden.

Die Anrufe der SZ auf dem Handy des Münchners bleiben am Freitag unbeantwortet. So wirkt es Ende August, als wiederhole sich Sauschütt-Geschichte. Im Frühjahr stand schon einmal ein Gastronom in den Startlöchern. Ein früherer Wirt aus Ebersberg hatte bereits den Vertrag als neuer Betreiber mit der damaligen Brauerei Wildbräu unterzeichnet und 25 000 Euro investiert - ehe der Forstbetrieb dazwischen grätschte. Das Konzept des Ebersbergers habe nicht überzeugt, so die Begründung. In der Folge kündigte der Forst nach 36 Jahren den Vertrag mit Wildbräu und holte die Ayinger (Kreis München) als neuen Partner ins Boot.

Die bisherigen Wirte hatten die Sauschütt zum 31. Dezember 2019 nach zuvor 66 Jahren ununterbrochenem Betrieb aufgegeben. Laut Ayinger gelang es den Wirtsleuten Sabine und Bernhard Kollmann nun innerhalb von drei Tagen, sämtliche Genehmigungen für die Eröffnung vorzulegen. Markus Schleu von Ayinger erklärt, dass er die Probleme mit dem Erdinger Finanzamt bedauert, wenngleich auch er keine Details kennt. Er hofft nun, so Schleu, dass der verhinderte Münchner dann 2021 starten kann - mit Steuernummer aus Erding. "Alles andere wäre lächerlich."

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