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Stimmen, Bilder, Zahlen:Frust bei Rauscher, Freude bei Sarnowski - Die Landtagswahl im lokalen Liveticker

Doris Rauscher

Doris Rauscher am Sonntagabend, sichtlich gezeichnet vom Wahlergebnis der SPD. Ob es für die Ebersberger Stimmkreisabgeordnete fünf weitere Jahre im Landtag werden, ist derzeit ungewiss.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Das Endergebnis im Stimmkreis Ebersberg - und der Liveticker in der Nachlese.

  • CSU: 36,08 Prozent (Erststimme) - 35,90 Prozent (Zweitstimme)
  • Grüne: 21,09 - 22,35
  • SPD: 12,13 - 9,04
  • Freie Wähler: 8,20 - 9,30
  • AfD: 7,14 - 7,47
  • FDP: 6,70 - 6,69
  • Sonstige: 8,67 - 9,25
  • Wahlbeteiligung im Kreis Ebersberg: 77,49 Prozent

Von Reportern der SZ Ebersberg

12.00 Uhr: Herzlich willkommen zum Landtagswahl-Liveticker der SZ Ebersberg. Der Ticker wird alle paar Minuten aktualisiert - deswegen lohnt es, die Seite immer mal wieder neu zu laden. Unsere Reporter berichten hier von 17 Uhr an aus verschiedenen Locations und von den Wahlpartys der Parteien im Landkreis Ebersberg.

13.00 Uhr: Zum Public Viewing können sich Interessierte von 18 Uhr an im Landratsamt treffen. Auch mehrere Kandidaten wollen dort vorbeischauen, unter anderem Thomas von Sarnowski von den Grünen, der anschließend voraussichtlich zu einer Wahlveranstaltung von Jugendlichen im Schülercafe Chaxter in Grafing stößt. Unsere Reporterin Alexandra Leuther ist dort vor Ort. Von der Wahlparty der SPD (nennen wir es einfach mal so) in der Ebersberger Alm berichtet Johanna Feckl, Spitzenkandidatin Doris Rauscher hat sich angekündigt. Auf der Wahlparty der CSU (nennen wir es einfach mal auch so) im Gasthaus Huber in Oberndorf ist Viktoria Spinrad und schaut, ob es für Spitzenkandidat Thomas Huber was zu feiern gibt.

13.15 Uhr: Die übrigen Parteien haben keine Wahlpartys im Landkreis Ebersberg angekündigt, von Freien Wählern, Linken, ÖDP, Bayernpartei, AfD und den kleinen Parteien sammelt unsere Kollegin Daniela Gorgs telefonisch Stimmen. Eindrücke aus dem Ebersberger Landratsamt sammelt Barbara Mooser. Unser Fotograf Peter Hinz-Rosin springt zwischen den Locations. Hier am Liveticker mit einem Blick auf die Netzreaktionen begrüßt Sie Korbinian Eisenberger.

17.17 Uhr: In der Kreisstadt sind in mehreren Wahllokalen die Wahlzettel ausgegengan. Erik Ipsen, Hauptamtsleiter der Stadt Ebersberg, besorgt gerade Nachschub, hier vor dem Wahllokal im Bezirk 456 in der Ebersberger Hautpschule.

Wahlbezirk 456

Erik Ipsen, Hauptamtsleiter der Stadt Ebersberg, besorgt Nachschub.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

17.22 Uhr: Gibt es den erwarteten Erfolg für die Ebersberger Grünen und Premieren-Stimmkreiskandidat Thomas von Sarnowski?

17.27 Uhr: Vor fünf Jahren holte Thomas Huber im Stimmkreis Ebersberg knapp 47 Prozent mit der Erststimme. Heute Abend dürfte das schwer zu erreichen sein.

17.30 Uhr: Doris Rauscher kam auf 19,9 Prozent. Laut Prognosen dümpelt die SPD aber bayernweit derzeit bei elf bis zwölf Prozent herum.

17.38 Uhr: Dieses Foto vom Andrang im Wahllokal des Grafinger Gymnasiums hat unser Fotograf Peter Hinz-Rosin gegen 12.30 Uhr aufgenommen. Normalerweise spielen sich in Grafing solche Szenen nur ab, wenn es Freibier gibt.

Andrang vor dem Wahllokal des Gymnasiums Grafing, am Wahlsonntag gegen 12.30 Uhr.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

17.55 Uhr: Aus Zorneding erreicht uns die Nachricht, dass die Wahlbeteiligung um 17 Uhr scho bei 78,28 Prozent liegt. Danke an Wahlhelfer Peter Susott für die zwei Fotos.

Zorneding

Eindrücke aus einem Zornedinger Wahllokal um 17 Uhr am Wahltag.

(Foto: Privat)

18.02 Uhr: Im Landratsamt Ebersberg wird gerade die erste Progonose gezeigt. 18,5 für Grün. Thomas von Sarnowski (Mitte) und Robert Böhnlein von der Bayernpartei (links) nehmen es gelassen hin. Aus dem Landratsamt berichtet unsere Redaktionsleiterin Barbara Mooser.

Sarnowski

18 Uhr am Wahlabend im Ebersberger Landratsamt.

(Foto: Barbara Mooser)

18.10 Uhr: Der Belag der Semmeln im Landratsamt überzeugt auf mehreren Ebenen. Er besticht durch Vielfalt, die exotische Paprika-Dekoration zeugt von einem integrativen Ansatz. Kein Wunder also, dass von der AfD kein Vertreter im Landratsamt dabei ist.

Die Häppchen im Ebersberger Landratsamt überzeugen durch ihren integrativen Ansatz.

Die Häppchen im Ebersberger Landratsamt überzeugen durch ihren integrativen Ansatz.

(Foto: Barbara Mooser)

18.15 Uhr: Der stellvertretende Landrat ist auch gekommen: Toni Ried (Freie Wähler) hat ein Grinsen auf dem Gesicht. Er sagt: "Wer hätte gedacht, dass die Freien Wähler mal über der SPD liegen." Tja...

18.20 Uhr: Thomas von Sarnowski meldet sich per Twitter zu Wort - noch vor der ersten Prognose. Wir begeben uns nun auf die Suche nach ersten Reaktionen der Ebersberger Direktkandidaten auf die Zahlen.

18.26 Uhr: Wegen der hohen Wahlbeteiligung wird es sehr lange dauern, bis die ersten Zahlen aus dem Landkreis Ebersberg kommen. Ein oder eineinhalb Stunden, schätzt man hier im Landratsamt.

18.38 Uhr: So wie es gerade aussieht, reicht es für CSU und Freie Wähler zu einer Koalition. Hier geht's zu den Zahlen. Und hier eine Analyse der Kollegen in München.

18.48 Uhr: Thomas von Sarnowski von den Grünen ist offenbar zufrieden. Hier mit Lebensgefährtin Fanny Lindvall, Uwe Peters und Ottilie Eberl, Direktkandidatin der Grünen für den Bezirkstag.

Sarnowski

Thomas von Sarnowski mit Lebensgefährtin Fanny Lindvall nebst Uwe Peters und Ottilie Eberl.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

18.59 Uhr: Thomas Huber (CSU) ist noch in München, er will später auf die Wahlparty der Ebersberger CSU in den Huberwirt nach Oberndorf kommen. Schon da: unsere Reporterin Viktoria Spinrad und Stefan Geis (rechts), Hubers Wahlkampfmanager. Er erzählt, dass es für ihn seit Ende Juni jeden Tag einen Wahlkampftermin gab, "und wenn es ein Biergartentermin in Oberpframmern war."

Stefan Geis

Stefan Geis, Wahlkampfmanager von Thomas Huber im Huberwirt in Oberndorf.

(Foto: Viktoria Spinrad)

19.05 Uhr: Auf der Wahlparty der CSU beim Huberwirt in Oberndorf ist der Fernseher ausgefallen, wahrscheinlich ein Wackelkontakt, deswegen schauen sie die Entwicklungen der Wahl jetzt auf einem Ipad. Thomas Huber dürfte trotzdem kein Wackelkandidat sein.

19.07 Uhr: Von der Wahlparty der Kreis-SPD in der Ebersberger Alm berichtet unsere Reporterin Johanna Feckl. 9,9 Prozent - dass die SPD ein einstelliges Landesergebnis einfahren wird, wie es laut aktuellen Hochrechnungen heißt, damit hat hier in der Alm keiner der SPD-Parteimitglieder gerechnet. Man hat sich dazu entschlossen, ARD zu schauen - laut ZDF-Hochrechnung sehen die Zahlen nämlich noch schlechter aus.

19.16 Uhr: In der Turnhalle der Ebersberger Mittelschule wird fleißig ausgezählt. Das dauert noch, offenbar ist die Wahlbeteiligung so gut wie lange nicht.

Auszählung Ebersberg

Auszählung an der Ebersberger Mittelschule am Abend der bayerischen Landtagswahl 2018.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

19.20 Uhr: Zahlen für den Stimmkreis Ebersberg gibt es noch keine, dafür ist jetzt ist der Landrat ins Landratsamt gekommen. Robert Niedergesäß hat jeden der Anwesenden mit Handschlag begrüßt, so wenig Leute sind hier.

Landrat

Ebersbergs Landrat Robert Niedergesäß (CSU) und sein Stellvertreter Toni Ried (Freie Wähler) kommen gegen 19.15 Uhr ins Landratsamt.

(Foto: Barbara Mooser)

19.25 Uhr: Sensationelle aber noch nicht bestätigte Nachrichten erreichen uns aus Grafing, der Heimatstadt von Thomas Huber (CSU). Offenbar rangiert Thomas von Sarnowski dort in einigen Wahlbezirken bei knapp unter 30 Prozent. In einem Wahlbezirk liegt Sarnowski möglicherweise gar vor Huber, der wohl irgendwo zwischen 30 und 35 Prozent liegt (cor fünf jahren hatte Huber knapp 47 Prozent).

19.30 Uhr: Thomas von Sarnowksi wendet sich gerade an seine Twitter-Follower:

19.33 Uhr: Auf der Ebersberger Alm tut sich was. Doris Rauscher, die Ebersberger Stimmkreiskandidatin der SPD, ist gerade aus dem Landtag in München gekommen. Mit einem schnittigen schwarzen Blazer betritt sie die Wirtsstube und umarmt jeden einzelnen. Ob sie wieder als Abgeordnete in den Landtag zurück kehrt? Sicher ist das angesichts von nur noch zehn Prozent nicht.

19.37 Uhr: Bevor es für die Grünen zur Wahlparty ins Schülercafe Chaxter nach Grafing berichtet unsere Redakteurin Alexandra Leuthner noch aus dem landratsamt, wo Direktkandidat Thomas von Sarnowski gerade noch auf den Bildschirm schaut - statt auf den Tisch mit den geschmierten Semmeln. "Zur Bundestagswahl vor einem Jahr gab es noch mehr Häppchen als heute", sagt eine Mitarbeiterin des Landratsamts. Da sindaber so viele übrig geblieben, dass sie das Sortiment jetzt reduziert haben. "So wie es aussieht, gehen die aber auch nicht weg", sagt die Mitarbeiterin. Sind die Grünen etwa schon satt?

19.42 Uhr: Eine erste Reaktion von Doris Rauscher, (noch) Landtagsabgeordnete der SPD: "Schuldige zu benennen, dafür ist es noch zu früh - aber uns hat definitiv Rückenwind aus Berlin gefehlt", sagt die 50-Jährige. "Was ich im Wahlkampf sehr stark gemerkt habe, dass die Bundesthemen unsere Landesthemen überlagert haben. Es war sehr schwierig, mit den Menschen über Landespolitik zu sprechen."

SPD Alm Ebersberg Rauscher

Gute Miene zu fiesen Zahlen: Doris Rauscher von der SPD am Sonntagabend kurz nach Ankunft in der Ebersberger Alm.

(Foto: Johanna Feckl)

19.45 Uhr: Ob Doris Rauscher wieder ein Mandat im Maximilianeum bekommt, entscheidet sich wahrscheinlich erst morgen, wenn die Überhangmandate ausgezählt sind. Rauscher dazu: "Falls es für mich nicht reichen wird, werde ich im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeiten weiter an unseren Themen arbeiten."

19.55 Uhr: Beim Huberwirt in Oberndorf ist der Protagonist eingetroffen: Thomas Huber, CSU, analysiert das vorläufige Ergebnis. Noch ist gar nicht so sicher, ob der 46-Jährige überhaupt wieder in den Landtag einzieht. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich.

Thomas Huber

Erste Analyse auf der Wahlparty der CSU: Der Ebersberger Stimmkreiskandidat Thomas Huber mit Valentina Dahms, Kreisvorsitzende der Ebersberger Frauenunion, und Bezirksratskandidatin Susanne Linhart (links).

(Foto: Viktoria Spinrad)

20.02 Uhr: Erste Analyse auf der Wahlparty der CSU: Der Ebersberger Stimmkreiskandidat Thomas Huber mit Valentina Dahms, Kreisvorsitzende der Ebersberger Frauenunion und Bezirksratskandidatin Susanne Linhart.

20.05 Uhr: Huber gibt der SZ ein erstes Statement: "Die Bundespolitik hat leider alles überlagert", sagt er. Sozialen Vorstöße der Partei, etwa wenn es um Pflegegeld geht, seien von Themen wie den Dieselskandal oder die Personalie Maaßen überlagert worden, so Huber. Dass man die AfD "kleinhalten" konnte, sei jedoch ein Erfolg. Huber warnt vor Grabenkämpfen innerhalb der CSU.

20.08 Uhr: Klatschen im Huberwirt, als auf dem TV-Livestream 37,3 Prozent verkündet werden. Alle sind hier etwas erleichtert, es ist für die CSU nicht so schlimm gekommen wie viele erwartet haben.

20.13 Uhr: In Oberndorf ist auch der Ebersberger Bürgermeister Walter Brilmayer, ein Parteikollege Hubers. Brilmayer zeigt sich geschockt über das Ergebnis der SPD. "Verheerend, da ist Schadenfreude fehl am Platz", sagt er. Stand jetzt ist eine Kolaition der CSU mit den Freien Wählern am wahrscheinlichsten. Er hätte aber auch vor einer Koalition mit den Grünen "keine große Angst" gehabt, so Brilmayer.

Brilmayer

Ein historisch schlechtes Wahlergebnis, an dem die CSU (hier Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer) noch lange zu knabbern haben dürfte.

(Foto: Viktoria Spinrad)

20.23 Uhr: Was man an so einem Abend schnell mal ausblendet: Die Welt dreht sich weiter, und mit ihr der Landkreis Ebersberg. Unser Reporter Thorsten Rienth ist für uns in Grafing, wo heute neben Bezirks und Landtag eine dritte Wahl anstand: Der Bürgerentscheid über die Dauer des Grafinger Weihnachtsmarkts.

In Grafing wird es wegen des dortigen Bürgerentscheids ein besonders langer Abend für die Wahlhelfer.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

20.27 Uhr: Im Grafinger Gymnasium, wo die Wahlergebnisse der Stadt zusammenlaufen, dürfte es deswegen heute ein besonders anger Abend werden. Aktuell werden noch die Stimmzettel der Landtagswahl ausgezählt. Danach folgen die der Bezirkstagswahl. Erst dann dürfen die Wahlhelfer mit dem Weihnachtsmarkt-Bürgerentscheid beginnen. Wenn es gut laufe, heißt es könnte der Bürgerentscheid gegen Mitternacht ausgezählt sein.

20.35 Uhr: Die kleinen Freuden so eines Wahlabends in unserer Ebersberger Redaktion. Kollege Wieland Bögel schreibt für morgen den Wahl-Aufmacher - und hat um 20.30 Uhr endlich die ersten Auszählungszahlen bekommen: Frauenneuharting macht den Anfang. Jetzt heißts für uns: Hoffen und bangen, dass wir vor Andruck noch alle Ergebnisse reinbekommen.

Wieland Bögel

Redakteur Wieland Bögel im Büro der Ebersberger SZ.

(Foto: Korbinian Eisenberger)

20.50 Uhr: Die Qual der Wahl - nie passte dieser Satz besser. Unser Fotograf Peter Hinz-Rosin hat einen Moment festgehalten, der für diesen SPD-Abend steht: Man möchte Doris Rauscher einfach nur noch in den Arm nehmen.

Doris Rauscher

Doris Rauscher am Sonntagabend, sichtlich gezeichnet vom Wahlergebnis der SPD. Ob es für die Ebersberger Stimmkreisabgeordnete fünf weitere Jahre im Landtag werden, ist derzeit ungewiss.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

20.59 Uhr: Es wird fleißig ausgezählt im Landkreis Ebersberg.13 von 21 Kommunen sind ausgewertet. Die großen Gemeinden Markt Schwaben Poing, Vaterstetten, Pliening und die Stadt Grafing fehlen aber noch - für einen Trend ist es deshalb noch zu früh. Aber lange müssen wir hier sicher nicht mehr warten.

21.02 Uhr: Auf dem Foto von gerade eben sieht Doris Rauscher so traurig aus, dass wir Ihnen diese zweite Aufnahme (unmittelbar danach) nicht vorenthalten wollen:

Doris Rauscher

Kann offenbar trotzdem noch ein bisschen lachen: SPD-Stimmkreiskandidatin Doris Rauscher am Wahlabend mit dem Ebersberger Kreisvorsitzenden Thomas Vogt.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

21.14 Uhr: Die großen Fragen hier: Wieviele Abgeordnete hat der Landkreis Ebersbeg künftig im Landtag? Thomas Huber (CSU) aus Grafing wird wie vor fünf Jahren als Direktkandidat einziehen, das kann man nach 17 ausgezählten Gemeinden (von 21) schon sagen - 37 Prozent mit der Erststimme dürften reichen (auch wenn Markt Schwaben, Poing Emmering und Vaterstetten noch fehlen).

21.18 Uhr: Für Doris Rauscher (SPD) aus Ebersberg könnte es hingegen eng werden. Stand jetzt hätte die SPD um die 20 Sitze im Landtag, auf Platz drei der Oberbayern-Liste könnte es womöglich nicht reichen. Mit dem Ebersberger Thomas von Sarnowski könnte es hingegen erstmals ein 30-Jähriger Grüner in den Landtag schaffen.

21.22 Uhr: Als Gedankenstütze hier nochmal unsere Porträts zu den drei Kandidaten, die für den Landtag in Frage kommen: Korbinian Eisenberger über Thomas Huber, Johanna Feckl über Doris Rauscher, und Alexandra Leuthner über Thomas von Sarnowski.

21.27 Uhr: 19 von 21 Kommunen sind ausgezählt. Wie es aussieht, kommen die Grünen im Kreis Ebersberg mit der Erst- und Zweitstimme jeweils über 20 Prozent - liegen also deutlich über dem Bayernschnitt der Grünen.

21.29 Uhr: Die CSU im Stimmkreis Ebersberg kommt bei Erst- und Zweitsstimme stand jetzt jeweils auf gut 36 Prozent, in etwa so wie der Bayernschnitt.

21.31 Uhr: Thomas vs Thomas? In Grafing sah es zwischenzeitlich nach einer kleinen Sensation aus. Nach den ersten ausgezählten Grafinger Stimmkreisen war Grünen-Kandidat Thomas von Sarnowski erstaunlich nah an Thomas Huber (CSU) dran. Nachdem nun alle Stimmkreise ausgezählt sind, ist der Abstand nun deutlich: Huber kommt auf 37,05 Prozent der Erststimmen, von Sarnowski auf 25,34 Prozent.

21.34 Uhr: Vielleicht ein kleiner Trost für SPD-Kandidatin Doris Rauscher: Mit der Erststimme kommt sie im Kreis Ebersberg (Stand 19 von 21 Kommunen ausgezählt) auf gut 12 Prozent, das ist zweistellig und erkennbar über dem bayernweiten Ergebnis der SPD.

21.37 Uhr: Hier der Gesamtüberblick nach 19 ausgezählten Kommunen (von 21) im Stimmkreis Ebersberg, es fehlen aber noch zwei einwohnerstarke Gemeinden: Markt Schwaben und Vaterstetten:

Erststimme:

CSU: 36,5

Grüne: 20,5

SPD: 12,5

Freie Wähler: 8

AfD: 7

FDP: 6

Sonstige: 9

Zweitstimme:

CSU: 36,5

Grüne: 22

SPD: 9

Freie Wähler: 9,5

AfD: 8

FDP: 6

Sonstige: 9,5

21.46 Uhr: Ein Blick über den Ebersberger Tellerrand: Im Landkreis Freising tickern die Kollegen ebenfalls live. Gerade kommt die sensationelle Nachricht aus der Kreisstadt: In der Stadt Freising erreichen die Grünen enorm hohe Werte, 34,2 Prozent der Erststimmen und 34,8 Prozent der Zweitstimmen. Hier geht's zum Freisinger Ticker.

21.50 Uhr: Hier in der Redaktion werden gerade Wetten abgeschlossen, wer bei den Auswertungen als letzter fertig wird. Haushoher Favorit ist Markt Schwaben, Titelverteidiger bei den Auszählungen vergangenes Jahr bei der Bundestagswahl - und jetzt wieder im Finale.

22.05 Uhr: Es war knapp, aber eindeutig: Markt Schwaben hat beim Auszählen wieder die rote Laterne geholt - allerdings war die Gemeinde genau wie Vaterstetten noch rechtzeitig genug für unseren Andruck. Hier das Endergebnis der Auszählungen im Landkreis Ebersberg:

Erststimme:

CSU: 36,08

Grüne: 21,09

SPD: 12,13

Freie Wähler: 8,20

AfD: 7,14

FDP: 6,70

Sonstige: 8,67

Zweitstimme:

CSU: 35,90

Grüne: 22,35

SPD: 9,04

Freie Wähler: 9,30

AfD: 7,47

FDP: 6,69

Sonstige: 9,25

Wahlbeteiligung im Kreis Ebersberg: 77,49 Prozent

So, damit lassen wir den Abend in der Redaktion so langsam austrudeln. Morgen lesen Sie in unserer Zeitung auf zwei Seiten in insgesamt sieben Texten Reportagen von den Wahlpartys - wobei man sich für diesen Begriff vielleicht eine neue Vokabel überlegen sollte. Wir bedanken uns fürs mitlesen, hoffen, dass wir ihren Abend ein wenig bereichern konnten und verabschieden uns für heute. An diesem Abend, an dem die AfD im Landkreis Ebersberg deutlich unter dem Bayerndurchschnitt geblieben ist.

Ebersberg

Die Redaktion der Ebersberger SZ hat jetzt Feierabend.

(Foto: SZ)
© sz.de/koei

Analyse
:Die Landtagswahlen im Stimmkreis Ebersberg in Zahlen

Am Sonntag sind knapp 100 000 Ebersberger aufgerufen, über die künftige Zusammensetzung des Landtages und des oberbayerischen Bezirkstages mitzuentscheiden.

Von Wieland Bögel

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