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Wegen Corona-Beschränkungen:Markt Schwaben: Demo für Grundrechte und gegen Impfpflicht

Corona-Demo 'Grundgesetz respektieren' in EBE

Eindrücke von der Ebersberger Demo in der Altstadtpassage am 1. Mai.

(Foto: Photographie Peter Hinz-Rosin)

Nach Ebersberg wird auch in Markt Schwaben zu einer Kundgebung aufgerufen. Thema: Freiheit und Gesundheit.

Von Korbinian Eisenberger, Markt Schwaben

Die Ebersberger haben den Anfang gemacht, nun zieht eine junge Frau aus der Gemeinde Markt Schwaben nach: Die 38-jährige Lindy Weiß ruft zu einer Kundgebung am Montagabend auf dem Markt Schwabener Marktplatz auf. Dabei soll es wie unlängst in der Kreisstadt um ein Statement für die Freiheit und gegen Beschränkungen der Grundrechte oder eine Coronavirus-Impfpflicht gehen. Beginn der einstündigen Kundgebung ist um 18 Uhr.

Wie Weiß erklärt, ist die Demonstration offiziell so angemeldet, dass 50 interessierte Personen daran teilnehmen können. Sie sollen sich aus Sicherheitsgründen in ein bis zwei Meter Abstand voneinander positionieren, wie Chemieingenieurin Weiß mitteilt. Das Demonstrationsfeld soll mit einem Flatterband gekennzeichnet werden. Sollte die Grenze von 50 Teilnehmern erreicht werden, "kann es sein, dass ich auch Leute wegschicken muss", so Weiß.

Die zweifache Mutter erklärt, dass sie die Einführung einer Impfpflicht gegen das Coronavirus befürchtet. Es gehe ihr darum, "dass jeder selbst bestimmen darf, ob man geimpft wird oder nicht". Es solle erlaubt bleiben, auf sich selbst aufzupassen - "und nicht fremdbestimmt durch den Staat". Wichtig sei, so Weiß' Ansicht, "dass die Leute informiert werden und dann selber und frei entscheiden dürfen". Ob dies so bleibt, bezweifle sie. "Da wir schon eine Masernimpfpflicht haben, ist es nicht so weit entfernt davon, dass auch in anderen Bereichen eine Impfpflicht kommt", so ihre Befürchtung.

Bereits vor zehn Tagen hatten in Ebersberg 30 Menschen gegen die politisch angeordneten Beschränkungen in der Coronakrise demonstriert. Die Aktion des Steinhöringers Wolfgang Darchinger hatte kontroverse Debatten im Netz ausgelöst.

© SZ vom 11.05.2020/koei
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