Prozess wegen Volksverhetzung:In vollem Bewusstsein

Prozess wegen Volksverhetzung: Poing war einer der Hotspots der Demos gegen die Corona-Maßnahmen, hier ein Bild aus dem Herbst 2020. Dort hatte der nun am Landgericht Angeklagte seine Aussagen gemacht, für die er nun eine hohe Geldstrafe bekommen hat.

Poing war einer der Hotspots der Demos gegen die Corona-Maßnahmen, hier ein Bild aus dem Herbst 2020. Dort hatte der nun am Landgericht Angeklagte seine Aussagen gemacht, für die er nun eine hohe Geldstrafe bekommen hat.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Wegen antisemitischer Aussagen auf einer Corona-Demo vor drei Jahren wird ein Teilnehmer vom Amtsgericht Ebersberg zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Landgericht München II hat das Urteil nun bestätigt.

Von Alexandra Leuthner, München/Poing

Nichts verblasst ja so schnell wie schlechte Erinnerungen. Und so ist es manchmal doch überraschend, wenn unschöne Reminiszenzen an die Hochphase der Corona-Maßnahmen wach werden, nicht nur an die Einschränkungen, die alle angingen, sondern auch an die heftigen Reaktionen darauf, die aus manchen Bevölkerungsteilen kamen. Manchmal waren sie nur unfreundlich und verärgert, manchmal aber nicht mehr verfassungskonform, wie vieles von dem, was seitens der sogenannten Querdenkerbewegung unter anderem im Rahmen von Protestkundgebungen geäußert wurde. Vor allem war schon damals, weit vor der aktuellen israelisch-palästinensischen Auseinandersetzung im Gazastreifen, eine zunehmend antisemitische Konnotation zu spüren gewesen.

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