Landtagswahl: "Ich will die beste Version von Bayern"

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Landtagswahl: Doris Rauscher und Maria Wirnitzer (von links) heißen die Kandidatinnen, mit denen die Ebersberger SPD bei den Wahlen im kommenden Jahr antreten will.

Doris Rauscher und Maria Wirnitzer (von links) heißen die Kandidatinnen, mit denen die Ebersberger SPD bei den Wahlen im kommenden Jahr antreten will.

(Foto: Peter Hinz-Rosin)

Der Ebersberger SPD-Kreisverband nominiert Doris Rauscher und Maria Wirnitzer als Kandidatinnen für die Landtags- und Bezirkstagswahl.

Von Andreas Junkmann, Ebersberg

Mit geballter Frauenpower geht der Ebersberger SPD-Kreisverband in den Wahlkampf für die Landtags- und Bezirkstagswahl im kommenden Jahr. Am Mittwochabend nominierten die Delegierten aus den einzelnen Ortsverbänden wie erwartet Doris Rauscher als Kandidatin für das bayerische Landesparlament. Um den Sitz im oberbayerischen Bezirkstag will sich derweil Vaterstettens Zweite Bürgermeisterin Maria Wirnitzer bewerben.

Eine Glaskugel hatte der bayerische SPD-Chef Florian von Brunn in seiner Videoschalte zwar offenkundig nicht dabei, dennoch nahm er das Ergebnis des Abends bereits in seinem Grußwort vorweg. Ein allzu großes Kunststück war das allerdings nicht, denn sowohl Rauscher als auch Wirnitzer warfen bei der Versammlung in der Ebersberger Alm ihren Hut ohne jegliche Konkurrenz in den Ring. Und so konnte von Brunn bereits vorab über die später offiziell gewählten Kandidatinnen schwärmen: "Sie ist das soziale Gewissen unserer Landtagsfraktion", sagte der SPD-Vorsitzende aus München über seine langjährige Kollegin Doris Rauscher. Die 55-Jährige sitzt bereits seit 2013 für die Sozialdemokraten im Landesparlament und ist dort Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Jugend und Familie.

Die Sozialdemokraten geben sich kämpferisch und wollen in die Regierung

In der Partei noch deutlich weniger bekannt ist Maria Wirnitzer. Die 59-Jährige musste sich bei der jüngsten Kommunalwahl in Vaterstetten nur um wenige Stimmen CSU-Bürgermeister Leonhard Spitzauer geschlagen geben und ist seither dessen Stellvertreterin im Rathaus der Großgemeinde. Es sei wichtig, Mitglieder mit so großer kommunalpolitischer Erfahrungen in den Bezirkstag zu bringen, sagte von Brunn über die Kandidatin, die nebenher als selbständige Landschaftsarchitektin arbeitet.

Für den Wahlkampf haben sich die Sozialdemokraten einiges vorgenommen. "Ziel ist, dass wir in Bayern Verantwortung übernehmen", sagte Florian von Brunn. Eine Forderung, die auch Doris Rauscher in ihrer Rede aufgriff: "Wer gute Politik für die Menschen will, braucht die SPD. Und zwar nicht nur in der Opposition, sondern am besten in Regierungsverantwortung." Die Wähler will Rauscher vor allem durch ihre Stärken in der Sozialpolitik - immerhin die Kernkompetenz der SPD - von sich überzeugen. Konkret forderte sie, dass Kinder im Freistaat gut aufwachsen sollen, es müsse ein Kita-Angebot in hoher Qualität geben, Eltern sollen finanziell entlastet und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden. "Ich will die beste Version von Bayern - für alle Menschen in diesem Land und besonders für die, die nicht durchgehend auf der Sonnenseite des Lebens stehen", so Rauscher. Zumindest die Ebersberger Delegierten hatte sie damit schon von sich überzeugt - bis auf eine ungültige Stimme sprachen sich alle Anwesenden für Rauscher als Kandidatin aus.

Auf 100 Prozent Zustimmung kam schließlich auch Maria Wirnitzer, die von den Delegierten für den Bezirkstag ins Rennen geschickt wurde. Dieser komme in der öffentlichen Wahrnehmung oftmals nur spärlich vor, sagte die Vaterstettenerin, dabei sei er das Sozialparlament schlechthin in Bayern. Als Ziele nannte Wirnitzer schließlich auch das Vorantreiben von Inklusion, eine bessere Ausstattung für Förder- und Regelschulen sowie die Steigerung der Attraktivität von Pflegeberufen. "Alle Menschen sollen aktiv an der Gesellschaft teilhaben können", so Wirnitzer, die betonte, dass soziale Gerechtigkeit gerade in Krisenzeiten wichtiger denn je sei.

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