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Ebersberg:CSU und FDP fordern Hygienekonzept für den Klostersee

Der Klostersee in der Kreisstadt Ebersberg.

(Foto: Christian Endt, Fotografie & Lic)

"Die Menschen sind ,pandemiemüde' und sehnen sich nach ,Luft und Sonne' sowie nach individuellen Freiheiten."

Von Wieland Bögel, Ebersberg

Derzeit taugt der Ebersberger Klostersee zwar höchstens zum sehr gründlichen Kaltstellen von Getränken, in einigen Wochen werden sich dort aber wohl wieder die Badegäste abkühlen. Damit sie dabei möglichst vor einer Corona-Infektion sicher sind, hat die Stadtratsfraktion von CSU und FDP nun ein Hygienekonzept für den See gefordert.

Dieses diene auch dazu, schreiben die Ortsvorsitzende der Frauenunion Marina Matjanovski und Fraktionschef Florian Brilmayer in dem Antrag, eine mögliche komplette Abriegelung des Sees zu verhindern: Denn "Überlastung und das Nichteinhalten von Abstandsregeln und so gegebenenfalls die Entstehung von Hotspots", könnten letzten Endes "zur behördlichen Schließung der städtischen Badeanstalt führen". Damit es gar nicht soweit komme, "soll sich die Stadt mit einem auf den Klostersee zugeschnittenen Hygienekonzept vorbereiten", so die Antragsteller.

Diese erwarten, dass der Klostersee bei geeigneter Witterung, auch heuer wieder sehr gut besucht werden dürfte: "Die Menschen sind ,pandemiemüde' und sehnen sich nach ,Luft und Sonne' sowie nach individuellen Freiheiten." Was dazu führen werde, dass sich am See, der ohnehin schon immer "ein sehr beliebtes Ausflugs- und Freizeitsportgebiet sowie Kinderspielplatz in Ebersberg und Umgebung" gewesen sei, "viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene am Klostersee aufhalten, unabhängig von den jeweils gültigen regulatorischen Vorgaben, und das womöglich in größerer Anzahl als in normalen Jahren". Nicht zuletzt, weil wohl auch heuer "viele Bürger ihren Urlaub zu Hause verbringen müssen". Obendrein sei Schwimmen auch "ein gesunder Freizeitsport an der frischen Luft, ohne Körperkontakt".

Das von der CSU/FDP-Fraktion beantragte Hygienekonzept soll übrigens nicht ausschließlich für den nördlichen Teil des Sees gelten, an dem sich das eigentliche Bad mit der Liegewiese und den Stegen befindet, sondern den gesamten Bereich rund um das Gewässer, "da ein geschlossenes städtisches Bad die Menschen wohl nicht davon abhalten wird, sich am Klostersee aufzuhalten".

© SZ vom 20.04.2021/koei
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