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KZ-Gedenkstätte Dachau:SPD mischt im Streit um die Gedenkstätte mit

Die SPD-Landtagsfraktion fordert Michael Piazolo auf, die KZ-Gedenkstätte Dachau inhaltlich und personell neu aufzustellen.

Im Streit zwischen der KZ-Gedenkstätte Dachau und Karl Freller (CSU), Direktor der bayerischen Gedenkstättenstiftung, hat sich jetzt die SPD-Landtagsfraktion eingeschaltet. Einzelne Abgeordnete fordern von Kultusminister Michael Piazolo (FW) eine komplette Neuaufstellung der Gedenkstätte - inhaltlich und personell. Der Anlass: Landtagsvizepräsident Freller will auf die vakante Stelle der Leitung der Bildungsabteilung seine Büroleiterin Erika Tesar versetzen, nachdem im Bewerbungsverfahren keine passenden Kandidaten gefunden worden sein sollen. Der Personalrat, der sich in seinen Mitbestimmungsrechten verletzt sieht, und ein Teil der Belegschaft wollen das verhindern. Von "schwer nachvollziehbaren Planungen zur fachlichen Leitung der pädagogischen Abteilung" und einem "fragwürdigen Umgang mit den Grundsätzen für eine an Fachlichkeit und Kompetenzen orientierte Personalauswahl auf der Grundlage eines transparenten Ausschreibungsverfahrens" ist im Schreiben der SPD die Rede. Das schade dem Ruf der Gedenkstätte, die zudem in eine "finanzielle Schieflage" geraten sei und zunehmend internationale Kritik an ihrem Zustand erfahre - wie vom US-Präsidenten Joe Biden, erklärt die SPD. Minister Piazolo solle die zukunftsgerichtete Neuaufstellung der KZ-Gedenkstätte endlich zur Chefsache machen - und zwar unverzüglich.

© SZ vom 25.02.2021 / JuPu
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