Beim Abschiedsgottesdienst für Björn Mensing warnen Charlotte Knobloch und Bodo Ramelow vor der Gefahr von rechts. Der scheidende Pfarrer der Versöhnungskirche erinnert in seiner letzten Predigt an Martin Niemöller und die Bekennende Kirche in der NS-Diktatur.
Nachruf
:Dachaus Botschafter ist tot
Peter Bürgel hat als Oberbürgermeister entscheidend dazu beigetragen, dass sich die Stadt ihrer historischen Schuld stellt. Das haben ihm insbesondere Parteifreunde übel genommen. Jetzt ist der CSU-Politiker im Alter von 73 gestorben.
KZ-Gedenkstätte
:Themenrundgang zu Schwarzen Häftlingen im KZ Dachau
Es wird gezeigt, warum die Nationalsozialisten Schwarze Menschen in das KZ Dachau verschleppt haben und wie ihre Situation während der NS-Zeit generell und in Konzentrationslagern im Speziellen ausgesehen hat.
Dachau, das KZ von nebenan
:Das Todeslager, von dem angeblich niemand etwas wusste
1933 errichtete das NS-Regime in Dachau eines der ersten Konzentrationslager, bald wurde gefoltert und gemordet. Hatten die Menschen in der Stadt wirklich nichts von den Verbrechen in ihrer Nachbarschaft mitbekommen?
Kardinal Marx
:,,Sie wollen den Menschen optimieren wie eine Datenbasis. Was für ein Wahnsinn!“
Trump inszeniert sich als Messias, Transhumanisten wollen den fehlerbehafteten Menschen abschaffen, die AfD boomt. Welche historischen Parallelen Münchens Erzbischof Reinhard Kardinal Marx in Alarm versetzen.
KZ-Gedenkstätte Dachau
:Michael Lorenz wird neuer Pfarrer der Versöhnungskirche
Der 53-jährige Pfarrer der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Germering tritt zum 1. Januar 2027 die Nachfolge von Björn Mensing an. Er will einen Fokus auf die Auseinandersetzung mit dem Rechtsruck der Gesellschaft legen.
Fußball im KZ Dachau
:Eine Auszeit vom Terror für 90 Minuten
Im Konzentrationslager Dachau spielten Häftlinge Fußball, zu Propagandazwecken und später auch zur Arbeitsmotivation. Es war nur eine kurze Ablenkung von Folter und Mord.
KZ-Gedenkstätte
:Streit um NS-Maschinen im Steinbruch Flossenbürg
Der Steinbruch sollte längst Teil der Gedenkstätte sein. Doch ein Konflikt mit dem früheren Pächter bremst die Pläne: Dieser will Maschinen, die auch unter dem NS-Regime im Einsatz waren, offenbar nicht ohne Weiteres abgeben.
KZ-Gedenkstätte Dachau
:Lobbyist für die Opfer des Unrechts
Björn Mensing, Pfarrer der Versöhnungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte, geht in den Ruhestand und verlässt Dachau. Er hat die Erinnerung an die NS-Opfer 20 Jahre lang geprägt.
KZ-Gedenkstätte
:Rundgang zum Thema Fußball im KZ Dachau
Der Fußball im KZ Dachau diente nach außen für Propagandazwecke und nach innen zur Steigerung der Arbeitsmotivation.
Mühldorfer Hart
:Der lange Weg zu einem würdigen Gedenken an die NS-Verbrechen
Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs starben Tausende KZ-Häftlinge beim Bau einer Rüstungsfabrik im Mühldorfer Hart. Heute wird das Areal oft als Abenteuerspielplatz gesehen. Das soll nicht so bleiben.
Musikalisch-geistlicher Abend
:Besonderes Harfenkonzert in Dachau
Silke Aichhorn spielt im Ludwig-Thoma-Haus zu Ehren der „seligen Märtyrer von Dachau“.
Dachauer Friedenskirche
:Gedenken an Ruth Ziegler
Die damals 13-Jährige wurde im November 1938 zusammen mit ihren Großeltern von den Nazis aus Dachau deportiert.
Rechtsextremismus
:Ein Selfie im Verbrennungsofen
Anfeindungen gab es in Buchenwald immer. Doch jetzt treten vor allem Jugendliche in der Gedenkstätte offen rechtsextrem auf, verlachen die Verbrechen der Nazis und stören die Ruhe der Toten. Was kommt da auf die Gesellschaft zu?
Wandergruppen
:Feste Schuhe, Proviant, linksradikale Gesinnung
Rechtsextreme wandern schon lange gemeinsam, um sich und ihre Vorstellung von Stärke und Heimat zu inszenieren. Jetzt entdecken auch radikal linke Gruppen bildstarke Ausflüge in die Natur für sich. Zu Besuch bei der „Wanderjugend Franken“.
Erinnerungskultur
:Acht neue Stolpersteine erinnern an NS-Opfer
Im November 1938 standen SA‑Männer vor der Tür von Heinrich und Hedwig Hirsch, um sie aus Dachau zu vertreiben. Jetzt erinnern Stolpersteine vor ihrem letzten Wohnort an sie und an weitere Opfer des Nationalsozialismus.
KZ-Gedenkstätte Dachau
:Plantage wird jetzt Gedenkort
Nach der Entscheidung des Ministerrats übernimmt nun die Stiftung Bayerische Gedenkstätten das zur NS-Zeit als „Kräutergarten“ bezeichnete Areal von der Stadt Dachau.
Ehemaliges KZ-Außenlager Kaufering
:Wie der Sohn eines Holocaust-Überlebenden gegen Judenhass kämpft
Michael Shubitz kommt aus Tel Aviv nach Kaufering, wo sein Vater im KZ fast zu Tode gequält wurde. Die Eltern schwiegen über ihr Schicksal – der Sohn will reden. Und warnen vor neuem Judenhass.
Umstrittener Gast
:Robert Fico will an Landsleute unter den KZ-Häftlingen erinnern
Der slowakische Ministerpräsident unternimmt vor seiner Reise nach Moskau anlässlich des Kriegsendes vor 81 Jahren einen Abstecher zur Gedenkstätte in Dachau.
KZ-Gedenkstätte Dachau
:Virtuelles Gedenken an die Ermordeten
Die Namen von mehr als 33 000 Opfern sind im Gedenkbuch „Die Toten des KZ Dachau 1933–1945“ aufgelistet. Seit Kurzem ist es auch online verfügbar.
Gedenkfeier zur Befreiung des KZ Dachau
:„Der Holocaust begann mit Worten“
An der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau mahnen Überlebende 81 Jahre nach der Befreiung, Menschenwürde und Demokratie zu verteidigen – gerade heute. Zwei von ihnen wurden im KZ geboren.
Jahrestag der KZ-Befreiung
:Nie wieder! Und jetzt?
Zum 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers gedenken Dachau und Hebertshausen der Opfer des Nationalsozialismus. Die Teilnehmer mühen sich in konflikthaften Zeiten darum, die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Klosterkirche Karmel
:Besondere Gäste beim Gottesdienst zum Befreiungstag
Lynne Farbman und Dafna Gerstner, die antisemitischen Terror überlebt haben, nehmen am ökumenischen Gottesdienst teil. Zum letzten Mal wird er von Kirchenrat Björn Mensing zelebriert.
Gedenken
:Den Stab der Erinnerung weitergeben
Im Würmtal wird am Samstag an die Opfer des Todesmarsches von 1945 erinnert, in dem KZ-Häftlinge aus Dachau zum Kriegsende nach Süden getrieben wurden.
Buchenwald-Überlebender
:„Ich habe im hohen Alter noch einmal ein neues Leben begonnen“
Andrei Moiseenko ist einer der letzten Überlebenden des KZ Buchenwald – und feiert am 1. Mai seinen 100. Geburtstag. Über einen Mann, dessen Energie größer zu werden scheint.
Erinnerungskultur
:„‚Nie wieder‘ ist zu einer hohlen Phrase verkommen“
Zum Jahrestag der Befreiung des ehemaligen KZ Dachau hinterfragt die Tiktok-Influencerin Susanne Siegert die etablierte Erinnerungskultur. Sie findet, Gedenken darf auch Arbeit machen.
Archäologie
:„Wir graben aus, was wirklich war“
Der Archäologe Sikko Neupert bringt Vergessenes ans Licht, im buchstäblichen Sinn. Er sucht im Boden nach Spuren aus der NS-Zeit. Warum seine Arbeit mit dem Verschwinden der Zeitzeugen immer wichtiger wird.
KZ-Gedenkstätte Dachau
:Erinnern an den Horror
Zum 81. Jahrestag der Befreiung wird von Freitag, 1., bis Sonntag, 3. Mai, auf zahlreichen Veranstaltungen der Opfer des NS-Konzentrationslagers gedacht.
Gedenken an die NS-Opfer
:Erinnern an der Endstation
Am 30. April 1945 wurde in Seeshaupt ein Güterzug mit 2000 KZ-Häftlingen befreit, viele überlebten nicht. Zum Jahrestag findet dort am Mahnmal eine Gedenkfeier statt.
KZ-Gedenkstätte Dachau
:Rundgang durch den Kräutergarten
Am 29. April gibt es eine Führung durch die einstige landwirtschaftliche Versuchsanstalt der SS, dort werden neue Infotafeln angebracht.
Gedenkstätten
:Evangelische Kirche richtet Erinnerungsarbeit neu aus
Die evangelische Landeskirche strukturiert ihre Erinnerungsarbeit in Bayern neu. Pfarrer Björn Mensing geht in Ruhestand – seine Nachfolge ist bereits ausgeschrieben. Was sich ändert.
Debatte
:Es muss wehtun
Das Erinnern an die Naziherrschaft und deren Ende ist keine nette Angelegenheit. Warum man das nur gutheißen kann, zeigen die Diskussionen um den Gedenktag zur Befreiung von Buchenwald.
Exklusiv81 Jahre Befreiung des KZ Buchenwald
:Die Barbarei beginnt nicht mit dem ersten Schuss
„Ich habe lange gebraucht, um über das Schicksal von Opa Hermann zu sprechen. Aber jetzt ist die Zeit gekommen“: Hape Kerkelings Rede zum Gedenktag der Befreiung des KZ Buchenwald, in dem sein Großvater drei Jahre seines Lebens verlor.
Kontroversen vor Gedenktag
:Antisemitismusbeauftragter gegen „Kufiyas in Buchenwald“
Der Bundesbeauftragte gegen Antisemitismus, Felix Klein, übt scharfe Kritik an angekündigten propalästinensischen Protesten am früheren NS-Konzentrationslager Buchenwald. Zur Unterstützung der Gedenkstättenleitung werde er am 12. April selbst am ...
Erinnerungskultur
:Den Namen ihre Geschichte geben
Schülerinnen und Schüler des Münchner Theodolinden-Gymnasiums haben sich mit den Biografien ehemaliger Gefangener des KZ Dachau befasst und das „Gedächtnisbuch“ der Gedenkstätte fortgeschrieben.
KZ-Gedenkstätte Dachau
:Die Kontinuität des Rassismus
Bei einem Rundgang am 28. März wird gezeigt, wie sich rassistische Vorurteile der NS-Zeit mitunter bis heute fortsetzen.
Erinnern mit Bildern
:Die Biografie eines Dachauer KZ-Häftlings als Comic
Die Graphic Novel „Ein Überleben lang“ erzählt vom Grauen im Konzentrationslager Dachau. Der Comic, der auf Aufzeichnungen eines Überlebenden basiert, richtet sich vor allem an Jugendliche.
KZ-Gedenkstätte Buchenwald
:„Weimer könnte doch sagen: Ich verzichte auf meinen Auftritt“
Die Debatte um den Buchhandlungspreis erreicht die KZ-Gedenkstätte Buchenwald: Zwei Verbände von Häftlingsnachkommen appellieren an den Kulturstaatsminister, auf seinen Auftritt beim Jahrestag der Befreiung zu verzichten.
Gedenkkultur
:„Ich habe gar kein Problem mit Kufijas“
Jens-Christian Wagner leitet die Gedenkstätte Buchenwald, wo für den Gedenktag der Befreiung im April propalästinensischer Protest angekündigt ist. Ein Gespräch über die Lehren der Geschichte – und Palästinensertücher in einem ehemaligen KZ.
Ines Geipels „Landschaft ohne Zeugen“
:Verhärtete Legenden
In der KZ-Gedenkstätte Buchenwald wurde der antifaschistische Staatsmythos der DDR über Jahrzehnte gehegt und gepflegt. Noch heute glauben viele an kommunistische Helden. Die Schriftstellerin Ines Geipel zertrümmert diese gefühlte Wahrheit.
KZ-Gedenkstätte
:Themenrundgang „Sinti und Roma im KZ Dachau“
Von 1938 an wurden Sinti und Roma in größerer Zahl in das KZ Dachau verschleppt. Der Rundgang erzählt die Geschichte einer lange vergessenen Verfolgtengruppe.
KZ-Gedenkstätte Dachau
:Das Schicksal der weiblichen Häftlinge
Bei einem Themenrundgang am 8. März, dem Internationalen Frauentag, geht es um Frauen im Konzentrationslagersystem.
Themenrundgang in Dachau
:Erinnerungskultur im Wandel
Seit 80 Jahren wird in Dachau der ehemaligen KZ-Häftlinge gedacht. Bei einem Rundgang am 28. Februar geht es darum, welche Ansätze es dazu gab.
Erinnerungskultur
:„Es ist bewegend, dass sich mein jüdischer Körper hier sicher fühlt“
In Weiß gekleidet wandern Frauen die Todesmarsch-Route in umgekehrter Richtung nach Dachau: Mit dabei sind Nachfahrinnen von KZ-Überlebenden aus den USA und von deutschen NS-Tätern. Gemeinsam wollen die „Women in White“ Friedensarbeit leisten, die über Worte hinausgeht.
Münchner Sicherheitskonferenz
:Lagergemeinschaft Dachau fordert AfD-Ausschluss
Die Vorsitzenden der von ehemaligen KZ-Häftlingen gegründeten Vereinigung kritisieren die geplante Teilnahme von AfD-Politikern bei der Münchner Sicherheitskonferenz scharf. Gerade in der einstigen NS-„Hauptstadt der Bewegung“ dürfe es keine Bühne für die Partei geben.
83. Todestag
:Gedenken an Sophie und Hans Scholl sowie Christoph Probst
In der Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau findet am 22. Februar ein Gottesdienst statt, der an die ermordeten Mitglieder der NS-Widerstandsgruppe Weiße Rose erinnert.
Erinnerungskultur
:„Die KZ-Lager zeigen, dass Massenmord vor der Haustür stattfand“
Damit die Shoah einen Platz im kollektiven Gedächtnis behält, müsse es neue Formen der Erinnerungsarbeit geben, sagt die Präsidentin der Holocaust-Gedenkstättenstiftung und Grünen-Landtagsabgeordnete, Gabriele Triebel.
Gedenkveranstaltung in Dachau
:Drei Kilometer gegen das Vergessen
Beim ersten „March of the Living“ in Dachau legen 500 Menschen die geschichtsträchtige Strecke vom ehemaligen KZ zum Bahnhof zurück. Jugendliche, Politiker und Vertreter der Kultusgemeinde und des Staates Israel finden mahnende Worte gegen Antisemitismus.
Holocaust-Gedenktag
:„Die Überlebenden sind alarmiert“
Die Auschwitz-Überlebende und Präsidentin des Internationalen Auschwitz-Komitees, Eva Umlauf, ruft beim Holocaust-Gedenktag zur Verteidigung der Demokratie auf.
Holocaust-Gedenktag
:Schmerzhafte Fragen an das „Gedächtnistheater“
Nicht nur am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus offenbart sich: Das „Nie wieder“ ist zu einer Phrase geworden. Die Autorin Susanne Siegert zeigt, wie sich das Gedenken verändern muss.