KZ-Gedenkstätten

Entpflichtung von Pfarrer Mensing
:Dachaus Mahner geht, seine Aufgabe bleibt

Beim Abschiedsgottesdienst für Björn Mensing warnen Charlotte Knobloch und Bodo Ramelow vor der Gefahr von rechts. Der scheidende Pfarrer der Versöhnungskirche erinnert in seiner letzten Predigt an Martin Niemöller und die Bekennende Kirche in der NS-Diktatur.

SZ PlusVon Dorothea Friedrich

Nachruf
:Dachaus Botschafter ist tot

Peter Bürgel hat als Oberbürgermeister entscheidend dazu beigetragen, dass sich die Stadt ihrer historischen Schuld stellt. Das haben ihm insbesondere Parteifreunde übel genommen. Jetzt ist der CSU-Politiker im Alter von 73 gestorben.

Von Helmut Zeller

KZ-Gedenkstätte
:Themenrundgang zu Schwarzen Häftlingen im KZ Dachau

Es wird gezeigt, warum die Nationalsozialisten Schwarze Menschen in das KZ Dachau verschleppt haben und wie ihre Situation während der NS-Zeit generell und in Konzentrationslagern im Speziellen ausgesehen hat.

Dachau, das KZ von nebenan
:Das Todeslager, von dem angeblich niemand etwas wusste

1933 errichtete das NS-Regime in Dachau eines der ersten Konzentrationslager, bald wurde gefoltert und gemordet. Hatten die Menschen in der Stadt wirklich nichts von den Verbrechen in ihrer Nachbarschaft mitbekommen?

SZ PlusVon Thomas Radlmaier

Kardinal Marx
:,,Sie wollen den Menschen optimieren wie eine Datenbasis. Was für ein Wahnsinn!“

Trump inszeniert sich als Messias, Transhumanisten wollen den fehlerbehafteten Menschen abschaffen, die AfD boomt. Welche historischen Parallelen Münchens Erzbischof Reinhard Kardinal Marx in Alarm versetzen.

SZ PlusInterview von Susanne Hermanski

KZ-Gedenkstätte Dachau
:Michael Lorenz wird neuer Pfarrer der Versöhnungskirche

Der 53-jährige Pfarrer der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Germering tritt zum 1. Januar 2027 die Nachfolge von Björn Mensing an. Er will einen Fokus auf die Auseinandersetzung mit dem Rechtsruck der Gesellschaft legen.

Fußball im KZ Dachau
:Eine Auszeit vom Terror für 90 Minuten

Im Konzentrationslager Dachau spielten Häftlinge Fußball, zu Propagandazwecken und später auch zur Arbeitsmotivation. Es war nur eine kurze Ablenkung von Folter und Mord.

Von Peter Bierl

KZ-Gedenkstätte
:Streit um NS-Maschinen im Steinbruch Flossenbürg

Der Steinbruch sollte längst Teil der Gedenkstätte sein. Doch ein Konflikt mit dem früheren Pächter bremst die Pläne: Dieser will Maschinen, die auch unter dem NS-Regime im Einsatz waren, offenbar nicht ohne Weiteres abgeben.

SZ PlusVon Patrick Wehner

KZ-Gedenkstätte Dachau
:Lobbyist für die Opfer des Unrechts

Björn Mensing, Pfarrer der Versöhnungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte, geht in den Ruhestand und verlässt Dachau. Er hat die Erinnerung an die NS-Opfer 20 Jahre lang geprägt.

Von Thomas Radlmaier

KZ-Gedenkstätte
:Rundgang zum Thema Fußball im KZ Dachau

Der Fußball im KZ Dachau diente nach außen für Propagandazwecke und nach innen zur Steigerung der Arbeitsmotivation.

Mühldorfer Hart
:Der lange Weg zu einem würdigen Gedenken an die NS-Verbrechen

Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs starben Tausende KZ-Häftlinge beim Bau einer Rüstungsfabrik im Mühldorfer Hart. Heute wird das Areal oft als Abenteuerspielplatz gesehen. Das soll nicht so bleiben.

Von Matthias Köpf

Musikalisch-geistlicher Abend
:Besonderes Harfenkonzert in Dachau

Silke Aichhorn spielt im Ludwig-Thoma-Haus zu Ehren der „seligen Märtyrer von Dachau“.

Dachauer Friedenskirche
:Gedenken an Ruth Ziegler

Die damals 13-Jährige wurde im November 1938 zusammen mit ihren Großeltern von den Nazis aus Dachau deportiert.

Rechtsextremismus
:Ein Selfie im Verbrennungsofen

Anfeindungen gab es in Buchenwald immer. Doch jetzt treten vor allem Jugendliche in der Gedenkstätte offen rechtsextrem auf, verlachen die Verbrechen der Nazis und stören die Ruhe der Toten. Was kommt da auf die Gesellschaft zu?

SZ PlusVon Josef Wirnshofer (Text) und Regina Schmeken (Fotos)

Wandergruppen
:Feste Schuhe, Proviant, linksradikale Gesinnung

Rechtsextreme wandern schon lange gemeinsam, um sich und ihre Vorstellung von Stärke und Heimat zu inszenieren. Jetzt entdecken auch radikal linke Gruppen bildstarke Ausflüge in die Natur für sich. Zu Besuch bei der „Wanderjugend Franken“.

SZ PlusVon Sebastian Strauß und Joscha F. Westerkamp

Erinnerungskultur
:Acht neue Stolpersteine erinnern an NS-Opfer

Im November 1938 standen SA‑Männer vor der Tür von Heinrich und Hedwig Hirsch, um sie aus Dachau zu vertreiben. Jetzt erinnern Stolpersteine vor ihrem letzten Wohnort an sie und an weitere Opfer des Nationalsozialismus.

Von Thomas Radlmaier

KZ-Gedenkstätte Dachau
:Plantage wird jetzt Gedenkort

Nach der Entscheidung des Ministerrats übernimmt nun die Stiftung Bayerische Gedenkstätten das zur NS-Zeit als „Kräutergarten“ bezeichnete Areal von der Stadt Dachau.

Von Alexandra Vettori

Ehemaliges KZ-Außenlager Kaufering
:Wie der Sohn eines Holocaust-Überlebenden gegen Judenhass kämpft

Michael Shubitz kommt aus Tel Aviv nach Kaufering, wo sein Vater im KZ fast zu Tode gequält wurde. Die Eltern schwiegen über ihr Schicksal – der Sohn will reden. Und warnen vor neuem Judenhass.

SZ PlusVon Helmut Zeller

Umstrittener Gast
:Robert Fico will an Landsleute unter den KZ-Häftlingen erinnern

Der slowakische Ministerpräsident unternimmt vor seiner Reise nach Moskau anlässlich des Kriegsendes vor 81 Jahren einen Abstecher zur Gedenkstätte in Dachau.

Von Thomas Radlmaier

KZ-Gedenkstätte Dachau
:Virtuelles Gedenken an die Ermordeten

Die Namen von mehr als 33 000 Opfern sind im Gedenkbuch „Die Toten des KZ Dachau 1933–1945“ aufgelistet. Seit Kurzem ist es auch online verfügbar.

Von Thomas Radlmaier

Gedenkfeier zur Befreiung des KZ Dachau
:„Der Holocaust begann mit Worten“

An der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau mahnen Überlebende 81 Jahre nach der Befreiung, Menschenwürde und Demokratie zu verteidigen – gerade heute. Zwei von ihnen wurden im KZ geboren.

Von Paul Krauß

Jahrestag der KZ-Befreiung
:Nie wieder! Und jetzt?

Zum 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers gedenken Dachau und Hebertshausen der Opfer des Nationalsozialismus. Die Teilnehmer mühen sich in konflikthaften Zeiten darum, die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Von Christian Kern

Klosterkirche Karmel
:Besondere Gäste beim Gottesdienst zum Befreiungstag

Lynne Farbman und Dafna Gerstner, die antisemitischen Terror überlebt haben, nehmen am ökumenischen Gottesdienst teil. Zum letzten Mal wird er von Kirchenrat Björn Mensing zelebriert.

Gedenken
:Den Stab der Erinnerung weitergeben

Im Würmtal wird am Samstag an die Opfer des Todesmarsches von 1945 erinnert, in dem KZ-Häftlinge aus Dachau zum Kriegsende nach Süden getrieben wurden.

Von Annette Jäger

Buchenwald-Überlebender
:„Ich habe im hohen Alter noch einmal ein neues Leben begonnen“

Andrei Moiseenko ist einer der letzten Überlebenden des KZ Buchenwald – und feiert am 1. Mai seinen 100. Geburtstag. Über einen Mann, dessen Energie größer zu werden scheint.

SZ PlusVon Thomas Radlmaier

Erinnerungskultur
:„‚Nie wieder‘ ist zu einer hohlen Phrase verkommen“

Zum Jahrestag der Befreiung des ehemaligen KZ Dachau hinterfragt die Tiktok-Influencerin Susanne Siegert die etablierte Erinnerungskultur. Sie findet, Gedenken darf auch Arbeit machen.

SZ PlusInterview von Jessica Schober

Archäologie
:„Wir graben aus, was wirklich war“

Der Archäologe Sikko Neupert bringt Vergessenes ans Licht, im buchstäblichen Sinn. Er sucht im Boden nach Spuren aus der NS-Zeit. Warum seine Arbeit mit dem Verschwinden der Zeitzeugen immer wichtiger wird.

Von Thomas Radlmaier

KZ-Gedenkstätte Dachau
:Erinnern an den Horror

Zum 81. Jahrestag der Befreiung wird von Freitag, 1., bis Sonntag, 3. Mai, auf zahlreichen Veranstaltungen der Opfer des NS-Konzentrationslagers gedacht.

Gedenken an die NS-Opfer
:Erinnern an der Endstation

Am 30. April 1945 wurde in Seeshaupt ein Güterzug mit 2000 KZ-Häftlingen befreit, viele überlebten nicht. Zum Jahrestag findet dort am Mahnmal eine Gedenkfeier statt.

Von Sabine Bader

KZ-Gedenkstätte Dachau
:Rundgang durch den Kräutergarten

Am 29. April gibt es eine Führung durch die einstige landwirtschaftliche Versuchsanstalt der SS, dort werden neue Infotafeln angebracht.

Gedenkstätten
:Evangelische Kirche richtet Erinnerungsarbeit neu aus

Die evangelische Landeskirche strukturiert ihre Erinnerungsarbeit in Bayern neu. Pfarrer Björn Mensing geht in Ruhestand – seine Nachfolge ist bereits ausgeschrieben. Was sich ändert.

Von Thomas Radlmaier

Debatte
:Es muss wehtun

Das Erinnern an die Naziherrschaft und deren Ende ist keine nette Angelegenheit. Warum man das nur gutheißen kann, zeigen die Diskussionen um den Gedenktag zur Befreiung von Buchenwald.

SZ PlusEssay von Claudius Seidl

Exklusiv81 Jahre Befreiung des KZ Buchenwald
:Die Barbarei beginnt nicht mit dem ersten Schuss

„Ich habe lange gebraucht, um über das Schicksal von Opa Hermann zu sprechen. Aber jetzt ist die Zeit gekommen“: Hape Kerkelings Rede zum Gedenktag der Befreiung des KZ Buchenwald, in dem sein Großvater drei Jahre seines Lebens verlor.

SZ PlusGastbeitrag von Hape Kerkeling

Kontroversen vor Gedenktag
:Antisemitismusbeauftragter gegen „Kufiyas in Buchenwald“

Der Bundesbeauftragte gegen Antisemitismus, Felix Klein, übt scharfe Kritik an angekündigten propalästinensischen Protesten am früheren NS-Konzentrationslager Buchenwald. Zur Unterstützung der Gedenkstättenleitung werde er am 12. April selbst am ...

Erinnerungskultur
:Den Namen ihre Geschichte geben

Schülerinnen und Schüler des Münchner Theodolinden-Gymnasiums haben sich mit den Biografien ehemaliger Gefangener des KZ Dachau befasst und das „Gedächtnisbuch“ der Gedenkstätte fortgeschrieben.

Von Dorothea Friedrich

KZ-Gedenkstätte Dachau
:Die Kontinuität des Rassismus

Bei einem Rundgang am 28. März wird gezeigt, wie sich rassistische Vorurteile der NS-Zeit mitunter bis heute fortsetzen.

Erinnern mit Bildern
:Die Biografie eines Dachauer KZ-Häftlings als Comic

Die Graphic Novel „Ein Überleben lang“ erzählt vom Grauen im Konzentrationslager Dachau. Der Comic, der auf Aufzeichnungen eines Überlebenden basiert, richtet sich vor allem an Jugendliche.

SZ PlusVon Thomas Radlmaier

KZ-Gedenkstätte Buchenwald
:„Weimer könnte doch sagen: Ich verzichte auf meinen Auftritt“

Die Debatte um den Buchhandlungspreis erreicht die KZ-Gedenkstätte Buchenwald: Zwei Verbände von Häftlingsnachkommen appellieren an den Kulturstaatsminister, auf seinen Auftritt beim Jahrestag der Befreiung zu verzichten.

SZ PlusVon Jörg Häntzschel

Gedenkkultur
:„Ich habe gar kein Problem mit Kufijas“

Jens-Christian Wagner leitet die Gedenkstätte Buchenwald, wo für den Gedenktag der Befreiung im April propalästinensischer Protest angekündigt ist. Ein Gespräch über die Lehren der Geschichte – und Palästinensertücher in einem ehemaligen KZ.

SZ PlusInterview von Ronen Steinke

Ines Geipels „Landschaft ohne Zeugen“
:Verhärtete Legenden

In der KZ-Gedenkstätte Buchenwald wurde der antifaschistische Staatsmythos der DDR über Jahrzehnte gehegt und gepflegt. Noch heute glauben viele an kommunistische Helden. Die Schriftstellerin Ines Geipel zertrümmert diese gefühlte Wahrheit.

SZ PlusRezension von Norbert F. Pötzl

KZ-Gedenkstätte
:Themenrundgang „Sinti und Roma im KZ Dachau“

Von 1938 an wurden Sinti und Roma in größerer Zahl in das KZ Dachau verschleppt. Der Rundgang erzählt die Geschichte einer lange vergessenen Verfolgtengruppe.

KZ-Gedenkstätte Dachau
:Das Schicksal der weiblichen Häftlinge

Bei einem Themenrundgang am 8. März, dem Internationalen Frauentag, geht es um Frauen im Konzentrationslagersystem.

Themenrundgang in Dachau
:Erinnerungskultur im Wandel

Seit 80 Jahren wird in Dachau der ehemaligen KZ-Häftlinge gedacht. Bei einem Rundgang am 28. Februar geht es darum, welche Ansätze es dazu gab.

Erinnerungskultur
:„Es ist bewegend, dass sich mein jüdischer Körper hier sicher fühlt“

In Weiß gekleidet wandern Frauen die Todesmarsch-Route in umgekehrter Richtung nach Dachau: Mit dabei sind Nachfahrinnen von KZ-Überlebenden aus den USA und von deutschen NS-Tätern. Gemeinsam wollen die „Women in White“ Friedensarbeit leisten, die über Worte hinausgeht.

SZ PlusVon Jessica Schober

Münchner Sicherheitskonferenz
:Lagergemeinschaft Dachau fordert AfD-Ausschluss

Die Vorsitzenden der von ehemaligen KZ-Häftlingen gegründeten Vereinigung kritisieren die geplante Teilnahme von AfD-Politikern bei der Münchner Sicherheitskonferenz scharf. Gerade in der einstigen NS-„Hauptstadt der Bewegung“ dürfe es keine Bühne für die Partei geben.

Von Thomas Radlmaier

83. Todestag
:Gedenken an Sophie und Hans Scholl sowie Christoph Probst

In der Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau findet am 22. Februar ein Gottesdienst statt, der an die ermordeten Mitglieder der NS-Widerstandsgruppe Weiße Rose erinnert.

Erinnerungskultur
:„Die KZ-Lager zeigen, dass Massenmord vor der Haustür stattfand“

Damit die Shoah einen Platz im kollektiven Gedächtnis behält, müsse es neue Formen der Erinnerungsarbeit geben, sagt die Präsidentin der Holocaust-Gedenkstättenstiftung und Grünen-Landtagsabgeordnete, Gabriele Triebel.

Interview von Peter Bierl

Gedenkveranstaltung in Dachau
:Drei Kilometer gegen das Vergessen

Beim ersten „March of the Living“ in Dachau legen 500 Menschen die geschichtsträchtige Strecke vom ehemaligen KZ zum Bahnhof zurück. Jugendliche, Politiker und Vertreter der Kultusgemeinde und des Staates Israel finden mahnende Worte gegen Antisemitismus.

Von Helmut Zeller

Holocaust-Gedenktag
:„Die Überlebenden sind alarmiert“

Die Auschwitz-Überlebende und Präsidentin des Internationalen Auschwitz-Komitees, Eva Umlauf, ruft beim Holocaust-Gedenktag zur Verteidigung der Demokratie auf.

Holocaust-Gedenktag
:Schmerzhafte Fragen an das „Gedächtnistheater“

Nicht nur am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus offenbart sich: Das „Nie wieder“ ist zu einer Phrase geworden. Die Autorin Susanne Siegert zeigt, wie sich das Gedenken verändern muss.

SZ PlusRezension von Thomas Radlmaier

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