Die Vorsitzenden der von ehemaligen KZ-Häftlingen gegründeten Vereinigung kritisieren die geplante Teilnahme von AfD-Politikern bei der Münchner Sicherheitskonferenz scharf. Gerade in der einstigen NS-„Hauptstadt der Bewegung“ dürfe es keine Bühne für die Partei geben.
83. Todestag
:Gedenken an Sophie und Hans Scholl sowie Christoph Probst
In der Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau findet am 22. Februar ein Gottesdienst statt, der an die ermordeten Mitglieder der NS-Widerstandsgruppe Weiße Rose erinnert.
Erinnerungskultur
:„Die KZ-Lager zeigen, dass Massenmord vor der Haustür stattfand“
Damit die Shoah einen Platz im kollektiven Gedächtnis behält, müsse es neue Formen der Erinnerungsarbeit geben, sagt die Präsidentin der Holocaust-Gedenkstättenstiftung und Grünen-Landtagsabgeordnete, Gabriele Triebel.
Gedenkveranstaltung in Dachau
:Drei Kilometer gegen das Vergessen
Beim ersten „March of the Living“ in Dachau legen 500 Menschen die geschichtsträchtige Strecke vom ehemaligen KZ zum Bahnhof zurück. Jugendliche, Politiker und Vertreter der Kultusgemeinde und des Staates Israel finden mahnende Worte gegen Antisemitismus.
Holocaust-Gedenktag
:„Die Überlebenden sind alarmiert“
Die Auschwitz-Überlebende und Präsidentin des Internationalen Auschwitz-Komitees, Eva Umlauf, ruft beim Holocaust-Gedenktag zur Verteidigung der Demokratie auf.
Holocaust-Gedenktag
:Schmerzhafte Fragen an das „Gedächtnistheater“
Nicht nur am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus offenbart sich: Das „Nie wieder“ ist zu einer Phrase geworden. Die Autorin Susanne Siegert zeigt, wie sich das Gedenken verändern muss.
Bildung
:Mehr als eine Million Menschen besuchen ehemaliges KZ Dachau
Erstmals hat die KZ-Gedenkstätte die Besucher ein Jahr lang gezählt. Der Kulturstaatsminister sieht in den Zahlen ein ermutigendes Zeichen.
Gedenkstätten
:Weimer fordert härteres Vorgehen gegen KI-Bilder vom Holocaust
Der Kulturstaatsminister sieht die EU-Kommission in der Pflicht, der massenhaften Geschichtsverzerrung in den sozialen Medien den Riegel vorzuschieben.
Holocaust-Gedenken
:Marsch gegen das Vergessen
Zum ersten Mal findet in Dachau der „March of the Living“ statt, der vom einstigen Konzentrationslager zum Bahnhof führt. Die Teilnehmer, darunter Charlotte Knobloch und Uschi Glas, wollen damit ein Zeichen für Erinnerung und gegen Judenhass setzen.
Erinnern
:Veranstaltungen zum Holocaust-Gedenktag
Ein Gottesdienst, eine Konzertlesung und ein Rundgang erinnern am 24. und 25. Januar an die Opfer des Holocaust.
Künstliche Intelligenz
:„Diese Postings entwerten die Arbeit von Gedenkstätten“
Gedenkstätten, Museen und Erinnerungsinitiativen wehren sich gegen Geschichtsverfälschung durch KI-Bilder auf sozialen Medien. Sie appellieren an die Plattformbetreiber, der Flut an Fake-Inhalten endlich Einhalt zu gebieten.
Nationalsozialismus
:„Damit ihr wisst, dass es passiert ist und immer noch passieren kann“
Ein Häftling zeichnet den brutalen Alltag im ehemaligen NS-Arbeitslager Kempten. Er beschreibt den Hunger, den Tod. Erst durch Zufall hat sich seine Identität geklärt: Paul Bermond, inzwischen 100 Jahre alt, lebt in Südfrankreich – und kann noch immer viel erzählen.
Zum Tod von Hubertus von Pilgrim
:Skulpteur der Erinnerung
Der Pullacher Bildhauer Hubertus von Pilgrim ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Bekannt ist er vor allem für seine Mahnmale, die an den Todesmarsch der Dachauer KZ-Häftlinge erinnern.
Erinnerungskultur
:„Wir wollen die Perspektive weiten“
Jeder kennt Dachau und Buchenwald als Tatorte für Verbrechen des Nationalsozialismus. Doch wer weiß schon von den einstigen KZ-Außenlagern Horgau oder Bäumenheim? Franziska Sessler und Christopher Vila sind die neuen Vorsitzenden der Lagergemeinschaft Dachau. Sie wollen dabei helfen, die Erinnerung auf dem Land zu erkämpfen.
Heilkräuterforschung der SS
:Himmlers Sklaven-Garten
Die SS betrieb mit Dachauer KZ-Häftlingen eine biologisch-anthroposophische „Plantage“, von der auch heute noch existierende Firmen profitierten. Die Historikerin Anne Sudrow hat die Geschichte und auch die unheilvolle Nachgeschichte dieses lange kaum beachteten Arbeitskommandos detailliert analysiert.
Geistliche im KZ Dachau
:Zwischen Frohbotschaft und Nazi-Terror
Mit einer musikalischen Lesung erinnern die evangelische Versöhnungskirche und die katholische Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte an Glaubensstärke und Hoffnung in Zeiten des Nationalsozialismus.
Katholische Kirche
:Fünf Dachauer KZ-Häftlinge seliggesprochen
Sie wagten sich als Untergrundseelsorger nach Nazi-Deutschland und wurden dafür getötet. Jetzt wurden fünf ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau bei einer Zeremonie in Paris offiziell zu Märtyrern erklärt.
Erinnerungskultur
:„Die stramm Rechten schweigen meistens“
Die Anzahl von Anfeindungen in KZ-Gedenkstätten nimmt zu – besonders alarmierend: Unter den Störern sind viele Schüler. Ein Besuch in Buchenwald, wo das Personal niemanden unbeaufsichtigt ins Krematorium gehen lässt.
Neuwahl im Präsidium
:Generationswechsel in der Lagergemeinschaft Dachau
Der 38-jährige Kulturwissenschaftler Christopher Vila übernimmt das Präsidenten-Amt von Ernst Grube, dem 92-jährigen Holocaust-Überlebenden. Der Zeitzeuge bleibt in beratender Funktion tätig.
Künstliche Intelligenz
:„Neue Dimension der Fake History“
Ein jüdischer Junge, der in Auschwitz Geige spielt. Ein Soldat, der in Dachau menschliche Knochen vor dem Krematorium einsammelt: Bilder, die Szenen aus Konzentrationslagern zeigen, fluten derzeit soziale Medien. Das Problem: Sie sind durch KI erstellt. Über ein makaberes Geschäft auf Kosten historischer Fakten.
NS-Verbrechen
:Schon mal von den Dachauer Prozessen gehört?
Anders als bei den Nürnberger Prozessen standen hier zwischen 1945 und 1948 nicht die Hauptkriegsverbrecher, sondern gewöhnliche Deutsche vor Gericht. Heute lagert die Polizei im ehemaligen Gerichtssaal Partyzelte. Ein Besuch im Abstellraum der Geschichte.
KZ Dachau
:Kulturstaatsminister verspricht Förderung der Gedenkstättenarbeit
Der Erhalt der Bausubstanz kostet Millionen Euro. Beim Besuch in Dachau erneuert Wolfram Weimer die Zusage finanzieller Unterstützung durch den Bund.
Themenrundgang
:Hungern im Konzentrationslager Dachau
Der nächste Themenrundgang in der Gedenkstätte beschäftigt sich am Samstag, 22. November, mit der Ernährung im KZ Dachau.
Auktion mit KZ-Dokumenten
:Judensterne „mit Gebrauchsspuren“
Ein Auktionshaus in Neuss wollte Hunderte Schriftstücke von KZ-Häftlingen und andere Zeugnisse aus dem Holocaust versteigern. Über einen empörenden Fall.
Gedenkveranstaltung in Dachau
:DGB-Jugend erinnert an Judenverfolgung
Mit Kranzniederlegungen und Reden erinnern junge Gewerkschaftler an die Opfer der Pogromnacht von 1938 – und daran, dass der Holocaust mit Worten, Abwertung und Wegschauen begonnen hat.
SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:„KZ-Gedenkstätten sind keine moralischen Ertüchtigungsanstalten“
Vielmehr zeigen solche Orte, „was passieren kann, wenn wir uns nicht respektieren“, sagt Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.
9. November 1938 in Dachau
:Vertreibung markiert den Auftakt zum Massenmord
Mit der Pogromnacht vor 87 Jahren beginnt auch die Deportation von Juden in Konzentrationslager wie Dachau. Aus der Stadt und dem Landkreis selbst waren die Menschen zuvor vertrieben worden.
9. November
:„Ohne die Erinnerungskultur lässt sich Antisemitismus ungehemmter ausleben“
Am 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, wird oft das „Nie wieder“ beschworen. Annette Seidel-Arpacı, Leiterin von Rias Bayern, will diese Wörter in dieser Form nicht mehr verwenden. Sie spricht von einer Umdeutung durch Palästina-Aktivisten.
Symbol der Vergebung wird vermisst
:Nagelkreuz aus KZ-Gedenkstätte Dachau gestohlen
Aus drei Nägeln der im deutschen Bombenangriff zerstörten Kathedrale von Coventry geformt, steht das Nagelkreuz für Vergebung und Versöhnung. Jetzt ist das einzigartige Symbol verschwunden – gestohlen aus einem Ort, der wie kein anderer für die Aufarbeitung deutscher Verbrechen steht.
Rechtsextreme Übergriffe
:Schüler provozieren immer häufiger beim Besuch von KZ-Gedenkstätten
Rechtsextreme Übergriffe auf KZ-Gedenkstätten gab es schon immer. Doch jetzt wächst nicht nur ihre Zahl. Neu ist auch, dass sich ganze Schülergruppen und Klassen danebenbenehmen.
Deutsch-polnische Partnerschaft
:Film über Staffellauf des Gedenkens und der Versöhnung
Zehn Tage und 1050 Kilometer: Der Staffellauf von Dachau nach Oświęcim war ein Zeichen der Völkerverständigung. Am Dienstag, 28. Oktober, wird eine filmische Reportage in Erdweg gezeigt.
Geschichte und Gesellschaft
:Themenrundgang zu Rassismus in der KZ-Gedenkstätte Dachau
Bei der Veranstaltung am 25. Oktober geht es um das Weiterbestehen von Vorurteilen nach dem Ende der Nazizeit.
Neue Installation im ehemaligen KZ Flossenbürg
:„Das geht tief, tief unter die Haut“
Seit Ende des Zweiten Weltkriegs sind gut 80 Jahre vergangen, die Zeitzeugen werden immer weniger. Doch wie soll man ohne sie eindrücklich vor dem NS-Horror warnen? In der KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg geht man einen neuen Weg, der berührt. Ein Besuch.
Erinnerung ans jüdische Displaced-Person-Camp
:„Wir sind mit klaren Gefühlen aufgewachsen: draußen die Feinde und die Amerikaner die Retter“
Rachel Salamander hat ihre Kindheit im Lager Föhrenwald für jüdische Displaced Persons verbracht. Wie es war, unter Menschen aufzuwachsen, die in die tiefsten Abgründe geblickt haben, und an einem Ort, an dem kein Bewohner aus freien Stücken gewohnt hätte.
Nationalsozialismus
:Sklaven-Äcker für die „ethnische Flurbereinigung“
Unter unmenschlichen Bedingungen haben KZ-Häftlinge in der Dachauer Plantage ihr Leben für die NS-Lebensraumpolitik geopfert. Die Forschungsergebnisse der Historikerin Anne Sudrow zum sogenannten SS-Kräutergarten sollen Teil der KZ-Dokumentation werden.
80 Jahre nach der Befreiung Dachaus
:Der Stachel im kollektiven Bewusstsein
Es ist ein mühevoller Weg von der anfänglichen Ablehnung bis zur Akzeptanz der KZ-Gedenkstätte in Dachau. Diese steht wie kaum ein anderer Ort für die auch im Ausland gelobte deutsche Erinnerungskultur.
NS-Geschichte im Unterricht
:„Gedenkstätten und Schulen müssen so früh wie möglich Empathie vermitteln“
Es gibt nicht mehr viele Zeitzeugen, die von den Verbrechen des Nationalsozialismus erzählen können. Das stellt die Geschichtspädagogik vor neue Aufgaben. Der Historiker Oliver Rathkolb erklärt, wie jungen Leuten die Vergangenheit nahegebracht werden kann – und die Lehren, die daraus zu ziehen sind.
Katholische Kirche
:Seligsprechung einstiger Dachauer KZ-Häftlinge in Notre-Dame
Die katholische Kirche hat angekündigt, fünf weitere ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau seligzusprechen. Es handelt sich um französische Geistliche, die als Untergrundseelsorger in Nazi-Deutschland aktiv waren.
Geschichte im Landkreis Dachau
:Gedenken an Martin Kieselstein in Dachau
In der Versöhnungskirche wird am Freitag, 5. September, an den vor zehn Jahren verstorbenen Zeitzeugen des Holocaust erinnert.
Wie sich Nachfahren an die NS-Zeit erinnern
:„Gedenken allein macht nur wenig Sinn“
Vor 80 Jahren endete das Dritte Reich. Es gibt immer weniger Zeitzeugen, die vor den Gräueln des Nationalsozialismus warnen können. Wie lässt sich trotzdem daran erinnern? Drei Menschen machen Vorschläge.
Zehn Jahre Partnerschaft Dachau und Oświęcim
:„Wir leben den europäischen Gedanken“
Beim Festakt zum zehnjährigen Bestehen der Partnerschaft der Landkreise Dachau und Oświęcim heben die Redner den zwischenmenschlichen Austausch hervor. Die Veranstaltung ist von Herzlichkeit geprägt.
Tod eines Zeitzeugen
:KZ-Gedenkstätte Dachau trauert um Dan Dougherty
Der US-Amerikaner war als Soldat vor 80 Jahren bei der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau dabei. Nun ist er im Alter von 100 Jahren gestorben.
80. Todestag von Karl Leisner
:„Sieger in Fesseln“
Karl Leisner war der einzige Häftling, der im Konzentrationslager Dachau heimlich zum Priester geweiht wurde. Vor genau 80 Jahren, am 12. August 1945, starb er im Waldsanatorium in Krailling. Bis heute hat er für viele Katholiken eine große Bedeutung.
SZ-Serie: Dahoam in...
:Fasziniert von einem Alien
Der Wiener Zoologe Gerhard Haszprunar kam vor 30 Jahren nach Dachau. Er forschte einst über den Oktopus, ist ehrenamtlich engagiert und schätzt die Erinnerungskultur in seinem Wohnort.
Trauer um KZ-Überlebenden Mario Candotto
:Er ehrte die Toten, um die Lebenden zu wappnen
Mario Candotto überlebte als junger Mann den Terror und den Hunger im Konzentrationslager Dachau. Nach der Befreiung sprach er unermüdlich über seine Erlebnisse. Jetzt ist der Italiener mit 99 Jahren gestorben.
Erinnerungskultur
:Der Weg ist frei für eine neue KZ-Gedenkstätte in Bayern
Im Wald bei Mühldorf sollten KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene während der Nazi-Herrschaft unter widrigsten Umständen eine unterirdische Flugzeugfabrik bauen. Jetzt gehört das Gelände nach langen Verhandlungen endlich dem Freistaat.
KZ-Gedenkstätte
:Themenrundgang zu Sinti und Roma im KZ Dachau
Der Rundgang findet aus Anlass des internationalen Gedenktags für die Opfer des Völkermordes an den europäischen Sinti und Roma am Samstag, 2. August, statt.
Erinnerungsarbeit im Internet
:Das Grauen in allen Dimensionen
Die KZ-Gedenkstätte Dachau hat einen virtuellen 360-Grad-Rundgang durch das Gelände entwickelt, vom Eingangstor bis zum Krematorium. Die „Panoramen der Erinnerung“ sollen vor allem Schülerinnen und Schülern bei der Vor- und Nachbereitung ihres Besuchs helfen.
Zum Tod der Historikerin Edith Raim
:Eine scharfzüngige Streiterin wider das Vergessen
Schon in jungen Jahren war Edith Raim unbequem, sie forschte in der Schule über die KZ-Außenlager Kaufering, die vor ihrer Haustür lagen. Das gefiel nicht jedem, doch ihre Arbeit fand international Anerkennung. Über eine Frau, die im Kleinen das Große sichtbar machen konnte.
Evangelische Versöhnungskirche
:Gedenken an den Whistleblower der Gaskammern
Kurt Gerstein war Nazi und SS-Mann. Doch er informierte auch ausländische Diplomaten und Kirchenvertreter über den Massenmord in den Vernichtungslagern.