Asylpolitik:"Damit setzte die Ausländerbehörde die Abwärtsspirale für Familie Esiovwa in Gang"

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Asylpolitik: Bei einer Demonstration am Rathaus in Dachau rufen Plakate zum Rückholen der Familie aus Nigeria auf.

Bei einer Demonstration am Rathaus in Dachau rufen Plakate zum Rückholen der Familie aus Nigeria auf.

(Foto: Toni Heigl)

Die Eltern krank, der Sohn behindert - und dennoch wird eine Familie, die seit Jahren im Landkreis Dachau lebt, mitten in der Nacht abgeholt und nach Nigeria abgeschoben. Wie kommt es zu solchen Entscheidungen? Eine behördliche Spurensuche.

Von Jacqueline Lang und Jessica Schober, Dachau

Die nächtliche Abschiebung der fünfköpfigen Karlsfelder Familie Esiovwa wühlt den Landkreis Dachau weiter auf. Nachdem sich der Kreistag in einer Sitzung am Freitag hinter Landrat Stefan Löwl (CSU) gestellt hatte, mehren sich nun die Fragen danach, welchen Spielraum die Ausländerbehörde bei solchen Fällen hat. Zentral ist: Welche Entscheidung des Dachauer Ausländeramtes hat dazu geführt, dass die Familie mit kranken Eltern und einem Sohn mit Behinderung abgeschoben wurde?

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