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Sputnik V:Wenn's wirkt

FILE PHOTO: A medical specialist holds a vial of Sputnik V vaccine against the coronavirus in a department store in Moscow, Russia

Begehrter Impfstoff: Sputnik V muss zunächst die Prüfung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) bestehen.

(Foto: SHAMIL ZHUMATOV/REUTERS)

Man darf den russischen Impfstoff kaufen, dies konterkariert nicht die Politik gegenüber dem Kreml. Aber was Bayern nun versucht, ist wirklich sagenhaft.

Von Daniel Brössler

Es war eine Epidemie, die es nicht hätte geben müssen. 1960 und 1961 grassierte in der Bundesrepublik zum wiederholten Male die Kinderlähmung, vor allem in Nordrhein-Westfalen. 4000 Erkrankungen wurden gemeldet, und 300 Todesfälle. Dabei existierte gegen Polio bereits ein effektiver Impfstoff, entwickelt in der Sowjetunion und in der DDR erfolgreich eingesetzt. Im Juni 1961, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, traf in Bonn ein Telegramm aus Ostberlin ein. Willi Stoph, damals stellvertretender Vorsitzender des Ministerrates der DDR, bot drei Millionen Dosen der Schluckimpfung an. In Westdeutschland wurde gestritten, ob das nun eine humanitäre Geste sei oder ein Propagandaschachzug. Angenommen wurde das Angebot nicht.

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