Rücktritt der Verteidigungsministerin:Es geht um den Kern seiner Kanzlerschaft

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Rücktritt der Verteidigungsministerin: Eigene Fehler als Verteidigungsministerin vermag Christine Lambrecht, hier bei einem Besuch der Panzerlehrbrigade 9 in Munster, nicht zu erkennen.

Eigene Fehler als Verteidigungsministerin vermag Christine Lambrecht, hier bei einem Besuch der Panzerlehrbrigade 9 in Munster, nicht zu erkennen.

(Foto: Philipp Schulze/dpa)

Olaf Scholz ist es stets wichtig, sich nicht treiben zu lassen von den Ereignissen. Manchmal sogar wichtiger als die Sache selbst. Wohin das führt, lässt sich an der vermurksten Causa Lambrecht gut studieren.

Kommentar von Daniel Brössler

Christine Lambrecht hat ihrem langen, quälenden Abschied aus dem Amt der Verteidigungsministerin kein würdiges, aber ein passendes Ende gesetzt. In einer nur fünf Sätze kurzen, schriftlichen Erklärung verkündete sie ihren Rücktritt. Kein Wort des Bedauerns, kein Bekenntnis zu eigenen Versäumnissen und Fehlern fand in den oder auch nur zwischen den dürren Zeilen Platz. Christine Lambrecht ist sich keiner Schuld bewusst. Stattdessen beklagt sie die "mediale Fokussierung" auf ihre Person, die eine sachliche Berichterstattung und Diskussion nicht mehr zugelassen habe. Der Akt des Rücktritts ist nie angenehm, aber er kann ein letzter Moment der Größe sein. Christine Lambrecht hat sich am Ende noch einmal richtig kleingemacht.

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