Gipfel in Brüssel:Warum die EU Orbán kaufen muss

Gipfel in Brüssel: Zwei, die in Brüssel einmal mehr viel zu diskutieren haben: der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Zwei, die in Brüssel einmal mehr viel zu diskutieren haben: der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

(Foto: FRANCOIS WALSCHAERTS/AFP)

Europa darf die Ukraine jetzt nicht im Stich lassen. Der Preis für einen Kompromiss mit dem ungarischen Regierungschef wird allerdings sehr hoch sein - und daran ist der Staatenbund selbst schuld.

Kommentar von Josef Kelnberger

Die Europäische Union trägt vor dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Brüssel einen fundamentalen Zielkonflikt aus. Die einen würden Viktor Orbán am liebsten vor die Tür setzen, weil er Ungarn zunehmend autokratisch regiert und den Schulterschluss mit Diktator Putin sucht. Sie wollen ihm jegliches Geld aus Brüssel vorenthalten, um Europas Werte zu verteidigen. Die anderen möchten unbedingt eine Botschaft an Wladimir Putin senden: Die EU bleibt geschlossen an der Seite der Ukraine, eröffnet Beitrittsgespräche und mobilisiert weitere 50 Milliarden an Hilfsgeldern.

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