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Indien:Wozu Populismus führt

NEW DELHI, INDIA - APRIl 23: COVID-19 victims being cremated at Seemapuri crematorium, as coronavirus cases surge acros

Verbrennung von Corona-Toten.

(Foto: imago images/Hindustan Times)

Viele Inder haben die Bedrohung durch das Coronavirus zuletzt nicht mehr ernst genommen. Wer dem Volk vermittelt, das Schlimmste sei vorüber, der darf sich auch nicht wundern: Premier Narendra Modi hat wie viele Populisten in der Krise versagt.

Kommentar von David Pfeifer

Indien wird von seinen Politikern mit Stolz und nicht ganz zu Unrecht als größte Demokratie der Welt bezeichnet. Dass diese Nation nun weltweit um Hilfe ansuchen muss und diese auch bekommt, ist eigentlich eine der tröstlichen Wendungen der Pandemie. Der Anlass freilich ist furchtbar, überall in Indien kommt es derzeit zu erschütternden Situationen in Krankenhäusern, weil das Gesundheitssystem kollabiert und die Menschen auf eine Art und Weise sterben, wie man sie sich in Deutschland nur in den schlimmsten Szenarien ausmalt. Und in dieser katastrophalen Lage sind die Politiker plötzlich ungewöhnlich leise. Narendra Modi, der indische Premierminister, bezeichnete die zweite Covid-19-Welle, die sein Land überrollt, in einer Radioansprache als "Sturm, der die Nation erschüttert".

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