MeinungGrüne Regierungsbeteiligung23 Jahre danach

Kolumne von Norbert Frei

Lesezeit: 3 Min.

Gerhard Schröder und Joschka Fischer feiern am 20. Oktober 1998 die Unterzeichnung des rot-grünen Koalitionsvertrages in Bonn.
Gerhard Schröder und Joschka Fischer feiern am 20. Oktober 1998 die Unterzeichnung des rot-grünen Koalitionsvertrages in Bonn. Michael Jung/dpa

Schon einmal regierten die Grünen im Bund. Damals rieben sich viele die Augen. Dass unter Merkels Kanzlerschaft das Allermeiste fortgeführt wurde, was Rot-Grün auf den Weg gebracht hatte, gehört zu den Ironien der Geschichte. Jetzt könnte das Schwarz-Grün erleichtern.

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Hoffnungslos, aber nicht ernst: Das ist die Lage der Grünen zehn Wochen vor der Bundestagswahl. Zwar wird es ihnen kaum mehr gelingen, der nächsten Bundesregierung nicht anzugehören, ihr erklärtes Ziel aber - im April schien es zum Greifen nah zu sein - dürften sie verfehlen. Sorglosigkeiten und Schlampereien der Spitzenkandidatin im Verein mit niederen Netzinstinkten haben die Chance auf eine grüne Kanzlerschaft zunichte gemacht. Es sei denn, der neuerdings so sehr ins Regieren verliebte Christian Lindner, der von Annalena Baerbocks Pechsträhne potenziell am meisten profitiert, würde sich am Ende auf Grün-Rot-Gelb einlassen, weil es für Schwarz-Grün immer noch ohne Gelb reicht.

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