MeinungBenjamin von Stuckrad-BarreNachdenken über das eigene Tun? Ist nicht drin

Portrait undefined Kia Vahland

Kommentar von Kia Vahland

Lesezeit: 2 Min.

Marketingmeister Benjamin von Stuckrad-Barre.
Marketingmeister Benjamin von Stuckrad-Barre.
Friedrich Bungert/Friedrich Bungert

Die Realität wird zur Fiktion, und ein neuer Schlüsselroman über "Me Too" in den Medien hat schon jetzt eine immense Auflage. Frauen sind in dem Buch nur die Kulisse. Und die interessanteste Frage bleibt offen.

SZ bei Google bevorzugen

Die Historiker der Zukunft sind hoffentlich Literaturwissenschaftler. Nur wer sich mit der Dynamik von Fiktionen, Tragödien und Komödien auskennt, wird das frühe 21. Jahrhundert in der Rückschau annähernd verstehen. Denn das, was wir als Wirklichkeit wahrnehmen, ist eine nach allen Regeln der Kunst erzählte Wirklichkeit; schließlich konkurrieren alte und neue Medien permanent um die Aufmerksamkeit des Publikums, das seinerseits die Storys forterzählt. Das hat zur Folge, dass klassische Literatur irgendwie langweilig erscheinen mag im Vergleich zu den gut inszenierten Dramen der Außenwelt. Literatur dagegen, die so tut, als zeige sie eigentlich nur die Gegenwart eins zu eins, erzeugt mitunter rauschhaftes Fieber.

Zur SZ-Startseite

Stuckrad-Barres neuer Roman
:Die Verachtung

Ansichten eines Blitzmoralisierten: Benjamin von Stuckrad-Barres Roman "Noch wach?" enttäuscht keine Klatschnase rund um den akuten Wahnsinn des Springer-Konzerns. Und nein, die Frauen hat er nicht vergessen. Nur die Literatur.

SZ PlusVon Marlene Knobloch

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: