Atomkraft:In die Zukunft mit der Technologie von gestern

Lesezeit: 2 min

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen)

Allmählich gibt Wirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) seinen Widerstand gegen einen Streckbetrieb der deutschen Kernkraftwerke auf.

(Foto: Michael Kappeler/dpa)

Zwei süddeutsche Kernkraftwerke werden wohl bis zum Frühjahr laufen dürfen. Ist dann endgültig Schluss? Das ist nicht sicher. Es droht ein Wiederaufflammen der deutschen Atomdebatte.

Kommentar von Michael Bauchmüller

So langsam robbt sich Robert Habeck an den Streckbetrieb heran. Isar 2, Neckarwestheim 2 - "Stand jetzt" müssten diese beiden Atomkraftwerke wohl noch ein paar Monate länger laufen, sagt der grüne Wirtschaftsminister nun. Schuld seien andere Atomkraftwerke, nämlich in Frankreich; der Atompark dort komme einfach nicht so richtig in Gang. Ein letzter Zuschlag also für die deutsche Atomkraft, und dann ist aber wirklich Schluss? Das ist nicht sicher. Die Tür dazu muss die Koalition, namentlich SPD und Grüne, nun fest verrammeln und den Schlüssel sicher endlagern. So, dass niemand mehr rankommt. Ob ihr das gelingt, ist leider offen.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Herfried Münkler im Interview
"Die fetten Jahre sind vorbei"
Digitale Welt und Psyche
Mehr, mehr, mehr
Medizin
Wie die Art der Geburt den Immunschutz prägt
Micky Beisenherz über Elon Musk und Twitter
Der große Abfuck
Psychologie
Wie sehr prägen uns unsere Geschwister?
Zur SZ-Startseite