Fernsehen und Streaming Das sind die Serien des Monats

"The Boys" scheitert als Meta-Superhelden-Serie an akuter Einfallslosigkeit. Und das Finale von "Orange Is The New Black" kritisiert Donald Trump, ohne seinen Namen zu nennen.

Aus der SZ-Redaktion

Orange Is The New Black, Staffel sieben (Netflix)

Die Serie rund um die Insassinnen des fiktiven Frauengefängnisses "Litchfield" hat seit ihrem Start 2013 immer wieder aktuelle Debatten aufgegriffen und die Sehgewohnheiten der Zuschauer verändert. In der ersten Staffel traten auf einen Schlag sehr viele sehr diverse Charaktere auf: weiße und schwarze, alte und junge, dicke und dünne, psychisch kranke, homo-, bi- und transsexuelle Frauen. Ein erster Blick in die siebte Staffel macht Hoffnung, dass die Serie für das Finale noch einmal zu ihrer alten Form zurückfindet. Bekannte und beliebte Charaktere bekommen darin die Härte des amerikanischen Einwanderungssystems zu spüren, während in der realen Welt der US-Präsident gegen Migranten hetzt und Razzien, Abschiebungen und harte Grenzen propagiert. Die Serie übt Kritik an Trump, ohne seinen Namen nennen zu müssen. Neben Piper, Alex, Taystee, Sophia und Daya werden in einer Zukunft ohne Orange Is The New Black auch diese Kommentare auf die amerikanische Gegenwart fehlen.

Lesen Sie hier die ausführliche Rezension von Nadja Schlüter.

Bild: JoJo Whilden 31. Juli 2019, 15:172019-07-31 15:17:33 © SZ.de/luch