Talkshows in der Pandemie:"Kein Politiker suchte nach Pointen oder Punchs"

Lesezeit: 6 min

maybrit illner (2019)

Früher gab es mehr Streit in ihrer Sendung, nun großes Nachdenken: Moderatorin Maybrit Illner (mit Andrea Nahles, l., und Robin Alexander)

(Foto: ZDF/Svea Pietschmann)

Moderatorin Maybrit Illner über Gesprächsrunden in Corona-Zeiten, Antworten ohne machtpolitisches Kalkül und die Rolle der Virologen.

Interview von Harald Hordych

Die Corona-Zeit hat das Interesse an Informationssendungen im Fernsehen gewaltig befördert. Davon profitieren auch die politischen Talkshows. Maybrit Illner moderiert seit 20 Jahren ein wöchentliches Format. Zuletzt war der Zuschauerschnitt jedes Jahr zurückgegangen. In diesem Jahr liegt er bisher bei 3,06 Millionen Zuschauern gegenüber 2,36 Millionen im Vorjahr. Die Moderatorin erscheint im Besprechungsraum ihrer Redaktion ohne Mundschutz zu einem Gespräch über Talkshows in diesen schwierigen Zeiten. Am großen Konferenztisch entpuppt sie sich als so vertraut mit dem dominierenden Thema ihrer letzten Sendungen, dass man aufpassen muss, nicht jederzeit in ein Corona-Fachgespräch zu geraten.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Interview mit Sido
"Mein Problem war selbst für die Profis relativ neu"
Psychologie
Wie sehr prägen uns unsere Geschwister?
Two sad teens embracing at bedroom; Trauer
Tod und Trauer
Wie man trauernden Menschen am besten hilft
Child with chocolate round her face; Alle auf Zucker das Süßigkeitenexperiment
Essen und Trinken
Alle auf Zucker
Wolf Biermann
"Das sind Dummheiten aus Klugscheißer-Motiven"
Zur SZ-Startseite