Kriegsreporterin Antonia Rados:"Ich bin eine Art neugieriger Feigling"

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Kriegsreporterin Antonia Rados: "Ich habe zu viele Kriegsberichterstatter getroffen, deren Privatleben Opfer ihres Berufes wurde. Das wollte ich nie", sagt Antonia Rados.

"Ich habe zu viele Kriegsberichterstatter getroffen, deren Privatleben Opfer ihres Berufes wurde. Das wollte ich nie", sagt Antonia Rados.

(Foto: © Ines Futterknecht / Brandstätt)

Vierzig Jahre lang war Antonia Rados Kriegsreporterin in Ländern wie Afghanistan oder Iran. Nun verabschiedet sie sich von RTL. Ein Gespräch über Gefahr, Mitgefühl und die Teppiche, die unter ihrem Bett lagern.

Interview von Claudia Tieschky

Erster Wiener Gemeindebezirk, Anfang August, ein luftiges Kaffeehaus. Wer könnte diese Frau sein? Große Sonnenbrille, auf unkomplizierte Art elegant gekleidet - nichts scheint dieser Gestalt ferner zu liegen als der Beruf Kriegsreporterin. Fragen dazu, wer sie jenseits ihrer Arbeit für RTL ist, blockt Antonia Rados auch in diesem Gespräch höflich, aber bestimmt ab. Während des Interviews bezeichnet sie sich konsequent als Rentnerin. Seit ihrem 69. Geburtstag vor ein paar Wochen ist sie das wirklich. Oder?

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