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VIP-Klick: David Cameron:Der Hochzeitseinheizer

Mancher Brite ist bereits vom Hype um William und Kate genervt. Nicht so David Cameron: Der britische Premier kann die Hochzeit kaum erwarten - und hat einen flammenden Party-Appell ans Volk gerichtet.

Trauzeuge Harry hatte sich vorübergehend an den Nordpol abgesetzt. Und ein besonders findiger Hochzeitshasser entwarf gar eine königliche "Kotztüte". Es ist wohl nicht übertrieben zu sagen, dass so manchem Briten zweieinhalb Wochen vor der Trauung von Prinz William und Kate Middleton der ganze Hochzeitshype zum Hals raushängt.

Will seine Landsleute am 29. April auf den Straßen sehen: Der britische Premier David Cameron hat dazu aufgerufen, bei der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton Flagge zu zeigen.

(Foto: AFP)

Es gibt jedoch auch jene, die den 29. April gar nicht mehr erwarten können - wie der britische Premier David Cameron. Dem britischen Boulevardblatt The Sun sagte der Politiker, dies sei ein "sehr spezieller" Tag für "zwei junge Leute" und für "jeden in Großbritannien". Mit einem flammenden Party-Appell wandte sich der 44-Jährige deshalb an seine Landsleute: "Holt die Fahnen raus und lasst uns diesen Tag unvergesslich machen."

Die Gemeindeverwaltungen rief Cameron dazu auf, den Menschen nicht mit bürokratischen Hürden die Lust am Feiern zu nehmen. "Mischt euch nicht ein, steht nicht im Weg und macht nicht Probleme, wo keine sind. Lasst die Leute (...) Spaß haben." Hochzeitsfans, die in ihrer Straße eine typisch britische Party mit Flaggen, Girlanden und anderen patriotischen Symbolen feiern wollten, hatten sich immer wieder darüber beklagt, sie müssten Lizenzen beantragen, Straßen sperren lassen und Versicherungen nachweisen.

Cameron sagte der Sun, für den 29. April seien bereits etwa 4000 Straßenpartys geplant - darunter auch eine in der Downing Street. Der Premier outete sich als langjähriger Fan prunkvoller Royal-Hochzeiten: "Ich war 14, als die Eltern von Prinz William geheiratet haben - und ich werde die Atmosphäre an diesem Tag nie vergessen."

© sueddeutsche.de/dpa/AFP/bre
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