Noch dünner dürfte das Büchlein ausfallen, das Justin Bieber seine Biografie nennt: Was kann man mit 16 Jahren alles erlebt haben? Den ersten Schultag, den Verlust der Milchzähne und vielleicht auch schon den ersten Liebeskummer. Jugendliche Promis, die noch nicht alt genug sind, um Werbung für Whisky oder Uhren zu machen oder sich für den Playboy auszuziehen, betreiben eine neue Art von Exhibitionismus: Obwohl sie erst am Anfang stehen, veröffentlichen sie ihre Lebensgeschichten oder schreiben sogar Autobiographien. Der US-Sänger Justin Bieber ist einer von ihnen. Er hat schon mit 16 Jahren zwei Nummer-eins-Alben und eine eigene Nagellack-Serie auf den Markt gebracht. US-Rapper Usher zählt zu seinen Freunden. 

All das hat immerhin für 64 Seiten gereicht, wobei zahlreiche "supersüße Fotos" des Sängers einen erheblichen Platz einnehmen. Worum es sonst noch geht? Um Geburt und Kindheit, das Lieblingsessen (Spaghetti), sein erstes Date, ein Treffen mit einem Fan und ausführlich um seine Schulnoten ("Am härtesten arbeitete er für die glatten Einser, so wie man es von einem Musterschüler erwartet."). Das war's dann auch, er geht ja noch zur Schule. Danke. Setzen.

Bild: ars edition 10. November 2010, 16:592010-11-10 16:59:49 © sueddeutsche.de/holl/bre/jja