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Nachhaltigkeit:Der dritte Schritt: Waschen, waschen, waschen

Dass ich gerade Stoffwindeln ausprobiere, merke ich aber erst so richtig, wenn die Windeln voll sind, denn statt ständig den Müll rauszubringen muss ich jetzt: Waschen. Dauernd! Womit ich es mir offenbar sehr einfach mache.

Wer in die Stoffwindel-Welt eintaucht, stellt fest,dass Windelwaschen eine Wissenschaft für sich ist. Man müsste eigentlich auf Bio-Waschmittel umsteigen, sollte Windeln an der frischen Luft trocknen lassen und darf keinesfalls vergessen, die Windeln zunächst durch einen Extra-Spülgang zu schicken, bevor die übrige Wäsche dazu kommt. Letzteres kriege ich noch hin, denn alles andere fände ich eklig. Doch ansonsten beginne ich, zu schlampen.

Erstes Problem: Wo bewahrt man die schmutzigen Windeln am besten auf? Im Idealfall hat man dafür einen gut schließenden Windeleimer oder Wetbag, ich habe so etwas nicht. Einfach irgendwo hinlegen oder zu restlichen Schmutzwäsche werfen ist jedenfalls keine gute Idee, denn volle Windeln stinken.

Zweites Problem: Was mache ich mit den vollen Windeln, wenn ich unterwegs bin? Auch hier bräuchte ich mehr Ausrüstung (einen kleinen Wetbag zu Beispiel) und mehr Disziplin. Weil zudem in der Kita, die mein Kind besucht, nur Wegwerfwindeln verwendet werden, werde ich nach einer ersten Phase des "Ich probiere das aus und kriege das hin" zur Gelegenheits-Stoffwicklerin.

Ich stehe vor der Entscheidung: Entweder ich meine es ernst mit dem Stoffwickeln, investiere dann aber in noch mehr Windeln und Zubehör, damit es komfortabler wird. Oder ich lasse es ganz bleiben. Daher stelle ich mir die Frage: Sind Stoffwindeln denn wirklich ökologischer?