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Mediennutzung in Corona-Zeiten:Wo fängt die Sucht an?

Panorama, Kinder Corona, Handy, Computer

Illustration: Stefan Dimitrov

Eltern sind schnell besorgt, wenn die Kinder viel Zeit am Handy verbringen. Macht sie das süchtig? Der Verhaltenspsychologe Malte Elson erklärt, welche Anzeichen besorgniserregend sind - und wie Eltern damit umgehen können.

Von Oliver Klasen

Ausweislich seines Lebenslaufes beherrscht Malte Elson sieben Programmier- und Skriptsprachen, er hat über die Wirkung der Gewalt in Ego-Shooter-Spielen diplomiert und über die Defizite der medienpsychologischen Aggressionsforschung promoviert. Er ist bei der Deutschen Gesellschaft für Psychologie Sprecher für das Fachgebiet Medien, leitet als Junior-Professor an der Ruhr-Universität Bochum das Labor für Mensch-Technik-Interaktion und wendet sich stets gegen das unter Politikern, besorgten Eltern und Psychologen verbreitete Vorurteil, dass der Konsum bestimmter Medien an sich problematisch wäre. Kürzlich gab es wieder Grund dazu. Die Krankenkasse DAK und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hatten eine Studie veröffentlicht, derzufolge Kinder und Jugendliche in der Phase der stärksten Corona-Einschränkungen Ende April unter der Woche täglich 139 Minuten mit digitalen Spielen und sogar 193 Minuten mit sozialen Medien verbracht haben. Ist das ein Grund zur Sorge?

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